Wound - Engrained

CD Reviews, Wound - Engrained

WOUND haben Mitte 2013 mit ´Inhale The Void´ ein bärenstarkes Debüt abgeliefert. Im Vergleich zum puren Old School Death Metal des Erstlings gibt es 2017 eine Mischung aus Death und Black Metal auf die Ohren.

Um es vorweg zu nehmen, ich finde, dass diese Entwicklung der Band nicht gut getan hat. Die namensgebende Wunde scheint gut zu heilen. Das neue Album klingt wesentlich braver und beliebiger als der Vorgänger. Es geht hierbei um den Vergleich mit dem wirklich intensiven Vorgänger und nicht mit SABATON. Natürlich haben die Hessen weiterhin fiese Vocals und aggressive Parts, unterm Strich ist mir das an vielen Stellen zu nett für eine Platte dieses Genres. Tracks wie ´Of Non Serviam´ haben schon fast den AMON AMARTH Schunkelfaktor. Zu Beginn von ´The Gateway To Madness´ erwarte ich schon eine Coverversion von EURYTHMICS `Sweet Dreams´. Einen großen Anteil an der Harmlosigkeit haben die Gitarrensoli, die oft nach klassischem Metal klingen. Die mag ich auch dort nicht. Für mich bekommen die Labelkollegen von CHAPEL OF DISEASE die Mixtur von Death und Black Metal besser hin.

Am besten gefällt mir ´Engrained´, wenn WOUND wie bei ´ Carrion´ oder ´The Plague´ in der Art des Debüts wüten.

Mich kann ´Engrained´nur bedingt überzeugen, abgesehen davon glaube ich aber, dass es mehr potentielle Käufer anspricht als das Debüt Auch wenn ich den Jungs Gesundheit wünsche, würde ich mich freuen auf der nächsten Scheibe wieder eine Wunde und keinen Kratzer zu hören.