Dark Troll 2022

  • Datum: 26.05.2022 - 28.05.2022
  • Ort: Burgruine Bornstedt
  • Tickets: 73€
  • Redakteur: Carsten Brand
Dark Troll 2022

Die letzten zwei Jahre waren für Festivals eine schwierige Zeit, denn viele sind wiederholt aufgeschoben worden und konnten somit teilweise zwei Jahre lang nicht stattfinden. Das Dark Troll Festival gehört zu diesen Festivals und die Besucher konnten nur sehnsüchtig auf ein nächstes Jahr warten. Jetzt hat das Warten aber ein Ende und das Dark Troll Festival kann 2022 stattfinden. Für mich ist dieses Dark Troll, auch gleichzeitig das erste Dark Troll in meinem Leben und ich habe die (recht spontane) Ehre, einen Bericht darüber zu verfassen zu dürfen.

bra 001 01 barbarossa pipes drums 5128Ich war dementsprechend auch etwas aufgeregt, wurde mir das Festival doch wiederholt wärmstens empfohlen und alle schwärmten von den Konzerten in einer echten Burgruine. Das klingt doch vielversprechend. Mein Kumpel und ich fuhren recht früh morgens los, um einen idealen Platz auf dem Campingplatz zu ergattern und in Ruhe aufbauen zu können. Die Fahrt in das beschauliche und recht übersichtliche Bornstedt und die Suche nach dem Campingplatz gestaltete sich, dank etwas rarer Beschilderung, als eine erste Herausforderung. Dank einer guten Beschreibung von der Festival-Crew haben wir unser neues Zuhause gefunden.

Die Campingplätze B und C liegen recht nahe beieinander und gerade Campinplatz B mit den sanitären Anlagen und dem Frühstückswaagen bekommt im Lauf des Festivals eine ganz besondere Bedeutung. Hier ein erstes Lob an das Festival. Die Versorgung der Gäste ist wirklich sehr gut, die Toiletten sind immer sauber und in der Dusche gibt es immer warmes Wasser. Die Crew bietet auch jeden Tag Frühstück an, bestehend aus belegten Brötchen, Rührei mit Würstchen und Gurken, frischem Kuchen und Kaffee (natürlich aus der schönen Bornstedt-Tasse). Das Essen ist immer gut und ich habe die Zeit auch ich genutzt, um mir sämtliche Campingplätze anzuschauen und einen ausgiebigen Spaziergang im Wald um die Burg zu unternehmen. Wenige Festivals sind so toll in die Natur eingebettet, ein weiterer Pluspunkt für das Dark Troll. Das macht schon einen ersten guten Eindruck.

Donnerstag:

Ich habe Donnerstag Freunde auf dem Campingplatz A besucht und hatte das Glück den ersten musikalischen Auftakt auf dem Festivl miterleben zu dürfen. Eine Handvoll Musiker von der Gruppe Barbarossa Pipes & Drums spielen auf dem Campingplatz ein kurzes Stück und ziehen dann runter zur Bühne. Zusammen mit dem Rest der Gruppe begeben sich die Musiker geschlossen in die Burg. Vor der Bühne stellt sich die Gruppe kurz vor und spielt dann mehrere Stücke als Opener des Festivals. Dabei spielen sie auf den Dudelsäcken althergebrachten Stücke, wie "Flower of Scottland", und moderne Stücke, wie "Smoke on the Water". Manche der modernen Stücke klappen nicht so ganz auf diesem Instrument, aber unterhaltsam ist es allemal und sie ernten eine Menge Applaus dafür. Für mich ein gelungener Auftakt für die nächsten drei Tage.

bra 029 02 crom 1917Die erste Band auf der Bühne ist CROM, die mich während ihres Auftritts mehrfach positiv überrascht haben. Musikalisch erinnert mich Crom an dunklen Powermetal mit Einflüssen von Bathory. Während des gesamten Auftritts habe ich das Bild von einem gewissen Hexer, der in dunklen Wäldern Monster jagt oder im Regen durch Ruinen schreitet. Abgerundet wird der Auftritt mit dem ikonischen Lied "Last Unicorn" von AMERICA, ein wirklich gelungenes Ende einer musikalischen Reise.

Die nächste Band, Uprising, vollführt mit ihrem kräftigen Black Metal einen musikalischen Schnitt. Uprising, als Soloprojekt von Winterherz gegründet, verbindet technisch versierten Black Metal mit rasanten Riffs, mit der Stimmgewalt von Winterherz und gelegentlich eingestreuten melodischen Abschnitten zu einem sehr starken Klangteppich. Positiv anzumerken ist hierbei das sich Uprising zu keinem Augenblick wie das Hauptprojekt von Winterherz: Waldgeflüster, anhört. Das ist der erste Hammerschlag auf meine Ohren und er soll nicht der letzte werden.

Ich finde bei Festivals eine gewisse Abwechslung in den Stilen sehr spannend und eine solche Wendung findet mit der dritten Band wieder statt. Es wird etwas ruhiger, aber nicht weniger ausdrucksstark.

bra 084 04 can bardd 2920Die Band Can Bardd aus der Schweiz bietet mit ihrem atmosphärischen Black Metal eine bedächtige, aber auch abwechslungsreiche Musik und erschafft dabei eine ganz eigene Klangfarbe, die zum Träumen einllädt. Ich glaube, das Bild von der Turmruine im Sonnenschein, eingerahmt von saftigen Grün, beschreibt diesen Klang visuell sehr passend.

Nocte Obducta war vor ihren Auftritt für mich eine unbekannte Größe in in der Szene. Die Beschreibung im Heftchen klingt spannend, Black-/Death Metal mit Einflüssen Stoner, Rock und Punk. Ich bin zu diesem Augenblick schon echt gespannt. Live präsentieren sie auf diesem Festival einen schmiedeeisernen Black-/Death-Metal-Knüppel, der sich in das Gesicht drückt und mich direkt aus dem Traumreich von Can Bardd prügelt. Ich habe leider den Rock kaum erkennen können, dafür war der Metal zu dominant.

Ich mache erstmal eine längere Pause, um die ganzen Eindrücke zu verdauen und um mir ein frisches Bier zu holen. An dieser Stelle muss ich wirklich die hohe Anzahl an Bierwaagen loben, die Versorgung auf dem Infield ist einfach top. Während eines großen Schluckes  muss ich an den traurigen Grund für die Pause denken. Die Band Khors aus der Ukraine konnte das Land nicht verlassen. Ich war wirklich gespannt auf ihren Auftritt, aber nicht immer funktioniert alles, wie geplant. Aber das ist nicht das Ende vom Dark Troll und für mich und die Besucher geht es mit der nächsten Band weiter.

Als nächstes kommt Wolfchant und sie entfachen den Pagan Storm, der rauscht über das Dark Troll Festival und mit ihm bringen sie den Bloodwinter. Die erste Pagan Metal Band auf dem Dark Troll Festival und sie passt sich ideal in das Line-Up. Die Menge vor der Bühne hat wohl ebenfalls sehnsüchtig auf die Musiker gewartet und sie haben während des Auftritts ihre teutonische Wut in dem Mosh-Pit entladen. Die Band lässt aber auch keine Pause zu, denn mit jedem ihrer Lieder peitscht sie die Menge weiter an. Die Set-Liste von dem Abend besteht aus Titeln quer durch die eigene Discographie und konnte damit für eine angenehme Abwechslung sorgen.

Freitag:

Die Eröffnungsband für den Freitag sollte eigentlich die Band Nordic Raid sein, aber die musste frühzeitig absagen. Dafür ist recht spontan die norddeutsche Band Thjodrorir eingesprungen. Über eine gute Portion Pagan-Metal als Vorspeise beschwere ich mich nie und sie haben als erste Band einen guten Auftritt hingelegt. Musikalisch bieten sie ein solides, kräftiges Stück Musik und sie haben sich merkbar alle Mühe gegeben. So können sie bereits die ersten Zuschauer vor der Bühne mit Leichtigkeit in Bewegung setzen und mit ihnen interagieren, was die gute Bühnenpräsenz und Erfahrung des Frontmann beweist. Zu meinem Glück durfte ich den Drummer der Band vorzeitig kennen lernen und habe erfahren das dieser Auftritt auch sein erster Auftritt mit der Band ist. Er ist wirklich aufgeregt, aber dafür hat er seinen Einsatz mit Bravour erledigt. Das nenne ich einen schönen Anfang am Freitag.

bra 164 08 bootes void 6591Danach wird es richtig, richtig finster mit Boötes Viod. Die Band habe ich im vorigen Jahr auf dem Wolfszeit Festival kennengelernt und dort habe ihren kalten, fast klinischen Black Metal schätzen gelernt. Letztes Jahr hat mir ihr Bühnen-Outfit, schwarz in schwarz vermummt, echt gefallen und dieses Jahr gab es ein kleines Upgrade in Form von weißen Aplikationen. Der Frontmann hingegen darf Knochen auf dem Kopf und um seinen Hals tragen. Modisch sind die Jungs von Boötes Void und da vergisst man gerne mal, welchen Effekt das Äußere einer Band auf den Gesamteindruck hat. Musikalisch waren sie wiedermal sehr gut undich  empfehle sie gerne weiter.

Dark Seal

bra 183 09 dark Seal 6761Nach der heutigen Pagan-Keule wird es jetzt wieder etwas ruhiger und geerdeter mit Äera. Die Band holt die Zuhörer mit ihrer Musik zurück auf den Boden der Tatsache und direkt in den dichten Wald, der rund um die Burg wuchert. Ähnlich wie Can Bardd bietet Äera eine Musik mit Tiefgang, nur finde ich, die Musik hat ein paar harte Black Metal-Kanten mehr im Klang. Das tut der Musik auch sehr gut und gibt ihr eine gute Abwechslung, auch innerhalb der überlangen Stücke. Ein guter Auftakt für das eher ruhigere Mittelfeld am Freitag.

Mit dem nächsten Act wird es mystisch. Vermilia ist ein Soloprojekt einer finnischen Künstlerin, die rauen, harten Pagan-Metal mit gefühlvollem, teilweise melancholischem Gesang kombiniert. Diese Kombination finde ich sehr spannend und die Stimme von Vermilia hat mich sofort in den Bann gezogen. Ihre Stimme ist nicht nur ein Kontrast zu der eigenen Musik, sondern auch ein starker Kontrast zu dem Gesang der vorigen Bands. Mit ihrem Bühnenoutfit, den Blumen am Mikrofon und der Gesichtsbemalung hatte ich immer den Eindruck von einer Hexe, die nur für uns aus den finnischen Wäldern emporgiestegen ist.

Und von Finnland ziehen wir weiter nach Schottland. Ruadh aus Schottland ist die letzte Band im atmosphärischen Mittelfeld vom Freitag. Der Künstler Tom Perret führt uns raus aus den Wald und rein die rauen Highlands. Es ist erstaunlich, wie gut Musik von der eigenen Herkunft geprägt werden kann und wie sehr die Musik ihre Herkunft präsentieren kann. Der atmosphärische Black Metal von Ruadh hat eine ganz eigene Stärke, die sehr abwechslungsreich mit einigen ruhigen Passagen mich immer und immer wieder beeindruckt  hat. Auch muss man hier anmerken, das sowohl Vermilia als auch Ruadh an diesem Tag ihren ersten Auftritt in Deutschland absolviert haben und die deutschen Fans haben sie beide mit Begeisterung willkommen geheißen.

The Spirit

bra 261 12 the spirit 4666Ebenfalls aus dem hohen Norden, genauer aus Schweden, reisen die Vikinger von Manegarn zum Dark Troll Festival. Im Gepäck haben sie ihre neuste Scheibe, die für mich zu den besten Alben dieses Jahres gehört. Dementsprechend bin ich schon den ganzen Tag gespannt auf ihren Auftritt. Als Vorbereitung gibt es einen warmen Met und dann ab direkt vor die Bühne. Die Fans scharren schon ungeduldig mit den Hufen und eine Spannung liegt in der Luft, welche sich mit Erscheinen der Band schlagartig entladen hat. Der Auftritt beginnt mit ihrem neuen Song Stridsgalten und die Crowd explodiert vor Bewegung. Der Moshpit zündet und ich selbst kann es mir nicht nehmen lassen, einige Runden mit zu machen. Ich durfte bei der Band auch meine erste Runde Crowdsurfing auf diesem Festival betreiben, was zwar eine kurzes, aber schönes Erlebnis war. Ein gelungener Headliner für den zweiten Tag, aber nicht die letzte Band.

Nach Manegarm brauche ich dringend einen starken Kaffee, so sehr hat mich die Band ausgelaugt. Doch dafür ist jetzt keine Zeit, denn Ellende wartet schon auf mich. Die Band durfte ich bei den Frostfeuernächten 2020 schonmal live erleben und fand ihren schroffen, wahnsinnig düsteren Sound vom ersten Moment an sehr stark und auch diesmal sind sie  für mich überragend. Der einzige Wehmutstropfen ist die Position im Line-Up. Ich finde Ellende hat zu spät und leider nach Manegarm gespielt. Das Adrenalin war futsch und damit auch die notwendige Konzentration für die Musik. Es hat einiges an Cola benötigt, damit ich in der zweiten Hälfte die volle Schönheit von Ellende wahrnehmen kann, aber ich habe keinen Moment bereut. Mit diesen schwarzen Wiegenliedern endet der zweite Tag. Auf zum Finale.

Samstag:

Also an die Routine mit Frühstück und Dusche auf Campingplatz B habe ich mich langsam gewöhnt und werde Sonntag wehleidig an das gute Rührei mit Würstchen denken. Dafür erwartet mich noch eine weitere Runde Live-Musik auf der Burg.

bra 323 15 baumbart 5161Der Auftakt liefert diesmal die Band Baumbart und auch diese Band ist für mich nicht unbekannt. Ich habe sie als Auftakt für das Wolfszeit Festival 2019 erlebt. Damals fand ich die Idee, diese Band mit ihrem Fanatsy-Folk alsWarm-Up schon echt unterhaltsam, deshalb begrüße ich die Entscheidung vom Dark Troll am Samstag mit Baumbart zu beginnen. Die Tänzer und Tänzerinnen unter den Zuschauern haben sich vor der Bühne versammelt und zusammen mit der verspielten Musik ergibt das ein echtes Erlebnis, was man so selten auf einem Black- und Pagan Metal-Festival erlebt. Später tobt wirklich ein Kampf auf und vor der Bühne, aber zuerst erleben wir Seefahrerromantik mit Akkustikinstrumente.

Die nächste Band ist mir bis dato unbekannt. Syn Ze Sase Tri aus Rumänien bringen eine symphonische Note aufs Festival. Ich bin vom ersten Moment überrascht von dem Keyboard und der Geige, welche einen Kontrast zu  Bass und Gitarre bilden sollen. Mir hat der Auftritt viel Spaß gemacht, aber leider gingen Keyboard und Geige unter. Dadurch fehlte der erhoffte Ah-Moment, welcher den Auftritt zu etwas Besonderem gemacht hätte. Aber das ist nur ein Abzug in der B-Note.

Als gebürtiger Thüringer schwillt mir beim Klang von Mosaic und ihrer Supreme Thuringian Folklore ein wenig die Brust an. Ein wenig Heimat in Black Metal gekleidet und schon kann für mich ein gutes Konzert beginnen. Einen kleinen Pluspunkt haben sie sich wegen der Herkunft verdient, aber den großen Pluspunkt gebe ich ihnen für ihre Bühnendarstellung und die Grundidee hinter der Band. Mit graugefärbten Haaren steht der Gründer von Mosaic, Martin von Falkenstein, dort und präsentiert Black Metal mit traditionellen Folk-Elementen und bietet eine romantisierte Darstellung vom Thüringen der Großeltern und Ur-Großeltern und ist mit diesem Thema ein seltenes Gut im deutschen Black Metal.

Jetzt wird es wieder mal International im Line-Up mit Belore. Ich hatte das Glück diese Band kurz nach dem Release ihres zweiten Album kennenzulernen und seitdem läuft die Scheibe mindestens einmal die Woche im Player. Dementsprechend bin ich gespannt, wie sich die Band live schlägt. Wo sich bei Crom mir der Vergleich mit den Werken Andrzej Sapkowski kam, so würde ich diese Musik gern als ein düsteres Highfantasy betrachten, wo der einsame Held sich durch düstere, spinnenverseuchte Wälder kämpfen muss. Dabei fühlt es sich zwar erwachsen an, aber nicht unnötig brutal oder grausam. Eine tolle Musik für meine bisherige Heldenreise durch das Festival und am Ende kann mich Belore live überzeugen.

Das Heft kündigt Grimner gern mit den Satz "Jetzt wird es folkig!" und ich könnte es nicht besser beschreiben. Die Band nutzt eine Bandbreite von Folkinstrumenten für ihre Lieder, wobei die Flöte am häufigsten vorkommt und ein markantes Erkennungszeichen der Band ist. Dementsprechend habe ich ganz fest an die Metal-Götter gebetet, dass die Flöte bitte nicht untergehen möge und teilweise haben sie mich erhört. An einigen wenigen Stellen war die Flöte leider nicht oder nur schwer zu hören. Ein kleiner Wehmutstropfen bei einem sonst gelungenen Auftritt. Nach dieser ganzen Bewegung ein kühles Bier und dann ab in die Tiefen des Abgrunds.

Mit dem Post Black Metal von Agrypnie wird es schnell, schneidend und tiefgründig zugleich. Der Einsatz von Klargesang in einigen Stücken, kombiniert mit blutgefrierenden Schreien, hat mir beim Live-Auftritt imponiert. Die Zuschauer verwandeln sich schnell in ein Meer von wippenden Haarzöpfen, als sie immer tiefer in die Dunkelheit gezogen wurden. Musikalisch, im Vergleich zu Grimner, eine 180 Grad Wendung, die sich tief in mein Gedächtnis geschnitten hat. Zusätzlich haben sie das Tempo auf der Bühne wiederholt gebremst und wieder hochgefahren, ohne aber die Stimmung brutal zu brechen. Das Erlebnis sollte sich jeder Freund von Post Black Metal mindestens einmal geben.

bra 457 21 obscurity 1632Jetzt kommen wir zum großen Finale für mich. Ich habe mich schon sehr lange auf Obscurity aus dem bergischen Land gefreut, habe die Lieder auswendig gelernt und sogar eine Extrarunde auf der Rudermaschine dafür gedreht. Diese ganzen Vorbereitungen für diesen einen Auftritt und Obscurity lieferte ab! Mit einem Repetoir an Klassikern, wie Nagelfar oder Bergischer Hammer, starten sie eine große Party. Der Frontmann Agalaz beweist wiedermal seine beeindruckende Bühnenpresenz und springt im Lauf des Auftritts mitten in die Crowd und marschiert singend mitten durch die Leute. Auch die Fans drehen auf, wenn sie moshen, circeln oder gleich mehrere Drachenboote auf einmal über den Burghof rudern. Ach war ich nach diesem Auftritt ausgelaugt, aber auch glücklich. Darauf ein Bier und dann wieder vor die Bühne, die nächste Band wartet schon auf mich.

bra 522 22 empyrium 2525Empyrium dürfen ihren ersten Auftritt auf einem Open Air in Deutschland auf dem Dark Troll Festival geben und das gleich als Headliner. Diese Entscheidung ist aber verständlich bei der klanglichen Stärke ihrer Musik. Die Band Empyrium hat auf der Bühne ein instrumentales Repertoire aufgeboten, an die keine andere Band auf diesem Festival heranreichen konnte. Demensprechend wirkt die mystische, an manchen Stellen fast zart klingende Musik so ausgewogen, gesättigt und erreicht eine unerwartete Qualität. Im Vergleich zu anderen Bands, wie Can Bardd oder Belore, fehlt der Musik dafür eine gewisse Härte und Kante, und kompensiert dieses mit ihren ausdrucksstarken Melodien. Für mich ein schöner Abschluss von dem Festival, aber auch hier ist Kaffee-Warnung angesagt. Ähnlich wie bei Ellende fährt die Musik den Zuhörer merkbar runter und macht die Isomatte etwas schmackhafter. Vielleicht wäre es eine bessere Entscheidung gewesen mit Obscurity die Plätze zu tauschen. Dann muss die nächste Band die müden Metalheads munter machen.

 

Fazit:

Dark Troll Festival, wir sehen uns wieder! Ich möchte dieses Festival sehr gerne wieder besuchen. Die familiäre Stimmung, die tolle Versorgung rund um die Uhr, die tolle tolle Location, das grandiose Line-Up und so weiter. Ich könnte ewig weitermachen, aber kurzgefasst empfehle ich das Festival gerne weiter und vielleicht darf ich dann nochmal über das Festival berichten.

 

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