Blaze

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  • Erstellt am: Dienstag, 05 November 2002
Blaze

Mit „Tenth Dimension“ liegt nun der zweite Beweis dafür vor, dass es nicht an ihm gelegen haben kann, wenn Maiden für die beiden Alben mit ihm nicht gerade die besten Kritiken erhalten haben. Leider hat gerade zu dem Zeitpunkt als Blaze anrief der Speaker von meinem Telefon den Geist aufgegeben, sodass ich gezwungen war, die Antworten aufzuschreiben. Das Interview und insbesondere die Antworten wären ansonsten wesentlich umfangreicher gewesen. Aber das lässt sich ja beim nächsten Mal nachholen.

Hi Blaze, nach „Silicon ...“ ward ihr auf Tour. Danach wurde es nur kurze Zeit still um euch und nun liegt „Tenth Dimension“ auf dem Tisch ... Nach dem Ende der geilen Tour mit Helloween haben wir sofort mit den Proben zu „Tenth ...“ begonnen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt als Band zusammengewachsen und daher sehr tight, hatten noch die Energie von den Liveshows und die Erinnerungen an die Tour im Kopf. Insbesondere die positiven Gefühle, die uns die Fans entgegen brachten, haben uns richtig beflügelt. Nachdem wir eine Woche etwas relaxt und unsere Wäsche gewaschen haben, gings direkt in den Proberaum um an dem neuen Album zu arbeiten.

Ich frage mich immer noch, sind Blaze eine richtige Band mit demokratischem Teamwork oder ist es ein Projekt des ehemaligen Maiden-Sängers? Nach dem Split mit Maiden hatte ich die Gelegenheit meine eigene Band zu formen. Dabei war es mir wichtig auch Dinge aus der Zeit mit Wolfsbane einzubringen. D. h. ich wollte Leute, die das gleiche Verständnis von Musik haben wie ich. Mir geht es nur darum, heavy Musik zu machen und zwar ohne Schnörkel. Also mussten die Leute, die ich mir aussuchte, dazu passen. Es ist dabei nicht wichtig, wer die Songs schreibt, sondern nur das Ergebnis zählt. Blaze stellen meine Vorstellung von Musik und einer Band dar. Trotzdem ist es eine richtige Band. Schließlich haben wir „Silicon ...“ gemacht und danach eine Tour absolviert ohne das es Probleme innerhalb der Band gab. Die Songs schreiben wir zumeist gemeinsam bei den Proben oder auf Tour.

„Tenth Dimension“ setzt die Linie von „Silicon Messiah“ konsequent fort, wobei meines Erachtens die Anleihen bei Maiden geringer geworden sind. Wo siehst du die Hauptunterschiede beider Platten? Beim letzten Mal waren wir eine junge Band, die gleich nach ihrer Gründung ins Studio ging um ein Album zu aufzunehmen. Nun haben wir eine Tour hinter uns und kennen uns besser. Insgesamt haben wir wieder versucht die traditionellen Metaleinflüsse mit modernen Einflüssen zu verbinden, was uns diesmal noch besser gelungen ist. Ich bin auf die neue Scheibe sehr stolz. Es ist das beste Album, dass ich je gemacht habe. „Tenth Dimension“ beginnt dort, wo „Silicon Messiah“ aufhörte.

Die Texte von „Silicon Messiah“ hatten ein gewisses Konzept. Gibt es das bei „Tenth Dimension“ auch? „Silicon ...“ handelte von der Zukunft der Maschinen, dass war ein gewisser roter Faden, kein Konzept. „Tenth Dimension“ dagegen ist ein richtiges Konzeptalbum. Aber auch ohne etwas von dem Zusammenhang der Songs zu wissen, entfaltet es seine Wirkung. Die Story hat dabei verschiedene Levels. Am Anfang geht es um einen Wissenschaftler, der für die Regierung Waffen herstellt. Als er bemerkt, dass diese für nichts Gutes verwendet werden, will er aufhören. Bei dem Song „Forgotten Future“ träumt der Wissenschaftler was in der Zukunft geschehen wird. Den Rest des Albums geht es um seine Bemühungen den Lauf der Dinge zu stoppen. Die Songs spiegeln seine verschiedenen Gefühle und Empfindungen während der Entwicklung vom regierungshörigen Wissenschaftler zum Kriegsgegner wider.

Wie vergleichst du deine heutige Situation mit der Zeit bei Maiden? Ich bin auf meine Arbeit mit Maiden sehr stolz. Ich habe dabei viel gelernt. Maiden haben mich mit sehr viel Vertrauen begleitet, auch jetzt mit der neuen Band. Dafür bin ich dankbar. Das gilt auch für die Fans, die mich bei Maiden sehr gut aufnahmen. Es war ein Traum für eine Band zu singen, die ich vergötterte. Heute ist für mich nur noch die Musik wichtig und meine eigene Band. Wenn mir die Musik nichts mehr geben sollte, dann werde ich es auch sein lassen. Dadurch dass wir die Songs gemeinsam schreiben kommen meine Stärken besser zur Geltung als bei Maiden.

Gibt es jemanden, der dich musikalisch beeinflusste? Dio war schon immer mein absoluter Held als Sänger. Die Arbeit die er mit Elf, Rainbow, Black Sabbath und seiner Band gemacht hat ist einzigartig. Dio besitz eine unvergleichlich powervolle Stimme. Er war ein großer Einfluss. Bon Scott hat mich begeistert, da er so viel Persönlichkeit in seiner Stimme hatte. Dabei wollte sich nie so klingen wie die beiden, aber es ist mein Ziel genauso viel Charakter wie Bon oder Dio rüberzubringen. Aktuell höre ich sehr viel Klassik und klassischen Metal wie Blind Guardian, Savatage, Iced Earth, Black Sabbath oder eben Dio. Darüber hinaus meine eigenen Alben, insbesondere auf Tour.

Werden wir auch nach diesem Album wieder in den Genuss einer Tour kommen? Ja, die Daten sind auf unserer homepage (www.planetblaze.com) veröffentlicht. Die Tour startet am 17.01.2002 in Schweden als Specialguest von Savatage. Danach gibt es einige Headlinergigs und eine Südamerika- und Australien-Tour. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf.

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