Hobbs' Angel Of Death

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Hobbs' Angel Of Death

HOBBS’ ANGEL OF DEATH haben 1988 mit ihrem selbst betitelten Debüt nicht nur im heimischen Outback eine Menge Staub aufgewirbelt. Das Album genießt auch in Europa bei vielen Thrashern der ersten Stunde einen exzellenten Ruf. Da die Band im letzten Jahr auch in Europa wieder Lebenszeichen von sich gegeben hat, war es natürlich Pflicht bei einem Melbourne Aufenthalt Kontakt zu Bandleader Peter Hobbs aufzunehmen.

Der entpuppt sich dann als ein extrem netter und gastfreundlicher Mensch. Bei einem Barbecue und Bier schnacken wir im Hobbs’ Headquater und speisen zwischen Bühne, Guillotine und Muscle Cars. Peter ist ein absoluter Enthusiast und immer auch Fan geblieben. Irgendwie kommt mir während des folgenden Interviews immer wieder der Anvil Film in den Sinn. Den kennt Peter nicht, muss er auch nicht – erlebt er den Inhalt doch höchstpersönlich.

Dein Debüt kam 1988 raus. Das war die perfekte Zeit für schnellen, okkult angehauchten Thrash. Wie erklärst du es dir, dass ihr nie den großen Durchbruch geschafft habt?

Ich habe oft versucht, mir diese Frage zu beantworten. Ich glaube, dass ein wesentlicher Grund darin liegt, dass das Line Up auseinander gebrochen ist kurz nachdem wir das Album aufgenommen hatten. Wir hätten groß werden können. Das Album war fertig und wir hätten richtig loslegen können. Über die Zeit gab es bei Hobbs’ viele Wechsel in der Besetzung. In meinem Alter bin ich jetzt nicht nur Musiker, sondern auch ein Business Profi. Ich schaffe es, Vereinbarungen zu treffen, mit denen alle Seiten zufrieden sind. In den Anfangstagen war das nicht immer so. Das gehört dazu und ich hatte Schwierigkeiten damit, Leute zu finden, die dieselbe Einstellung haben.

Ich denke, dass es in einer Band eine Grundvoraussetzung ist, dieselben Einstellungen zu haben.

Auf jeden Fall. Du kannst ein großartiger Musiker sein, aber wenn du eine schlechte Einstellung hast, bringt das nichts. Du muss Respekt vor Promotern und allen die mit und für die Band arbeiten haben. Du kannst die beste Band der Welt haben, wenn du keinen Respekt deinen Fans und Menschen im Allgemeinen gegenüber hast, bedeutet das gar nichts. Ohne die Fans bist du nichts. Deshalb habe ich immer die Fans und die Menschen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, respektiert.

Wie bist du damals eigentlich zu dem Deal mit Steamhammer gekommen, das ist ja ein deutsches Label.

IMG 50501986 habe ich mein Haus in Australien verkauft. Ich war hungrig darauf, mit der Musik Erfolg zu haben. Es sollte was passieren, nachdem ich Tyrus verlassen hatte. Ich bin nach Europa gezogen und habe an jede einzelne Tür geklopft. Ich war bei den ganzen großen Labels in Deutschland, England und Frankreich. Ich habe geklopft und gesagt „Ich bin Peter Hobbs und habe eine Reise von 15000 Meilen gemacht. Dafür musst du dir das Tape anhören.“ Da gab es dann oft die typische Antwort wie „Im Moment suchen wir so eine Band nicht, sondern was anderes.“ Es gab aber auch einige, die sehr interessiert waren. Bei Steamhammer habe ich mich sofort wie zuhause gefühlt. Und ich wusste von Anfang an, dass sie die Richtigen waren. Andere gute Bands waren auch dort und die hatten sicher gute Gründe dafür.

Ja, Sodom waren damals für mich das Aushängeschild des Labels.

Sodom sind super und auch Destruction waren ja zwischenzeitlich dort. Und es ist wichtig zu sagen, dass ich noch sehr europäisch bin. Ich mag es, wie dort Dinge geregelt werden. Ich war sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Steamhammer haben mich sehr unterstützt und sie haben auch viele Ideen beigesteuert. So haben sie mich gefragt, wer das Cover gestalten soll. Sie haben dann Sebastian Krüger ins Gespräch gebracht. Ich kannte seine Arbeiten und mochte sie. Inzwischen ist er einer der Besten seines Fachs. Auch dass sie die Zusammenarbeit mit Harris (Jones, Produzent des ersten Ablums und Inhaber des legendären Music Lab Studios in Berlin – Trille) organisiert haben, war ein Glückstreffer. Er wusste genau, was er tat. Er hat Ahnung von Sounds und ist ein exzellenter Techniker. Ich würde sagen, dass ich zu 99% Prozent für den Sound des Albums verantwortlich war, denn ich wusste genau, wie es klingen sollte. Harris hat aber immer Ideen geliefert und mich zum Experimentieren angeregt. Wir sind beispielsweise im Winter spazieren gegangen und haben uns über das Ende des Songs Marie Antoinette unterhalten. Da haben wir draußen eine alte Kette gefunden, die haben wir über ein Stück altes Holz gezogen, so hört es sich an, als würde die Guillotine hochgezogen. Dann haben wir noch ein Stück Metall gefunden, mit dem wir das Geräusch des fallenden Beils imitiert haben. Das war genau das, was gefehlt hat. Auf den Demos hatte der Song ein abruptes Ende und ich wollte gern etwas Episches haben. Daher habe ich Harris dann auch nach Keyboards gefragt und die aufgenommen. Die ganzen Aufnahmen haben auch nur 4 Tage gedauert und wir haben die Songs live eingespielt. Ich erinnere mich noch sehr gut an die letzte sehr stressige Nacht, ehe ich Berlin verlassen habe. Harris und ich haben die ganze Nacht durchgearbeitet und den gesamten Mix des Albums in dieser einen Nacht gemacht. Ich habe das Tape genommen und bin am nächsten Tag zurück nach Australien geflogen. Ich hatte das Album in dieser Nacht so oft gehört, dass ich es erstmal zur Seite gelegt habe. Ich konnte es nicht mehr hören. Ich habe es fast ein Jahr nicht gehört.

Viele Musiker berichten, dass sie nach dem Studio etwas Distanz zu den Aufnahmen brauchen, aber ein Jahr ist wirklich lange.

Ja, das war eine lange Zeit und ich habe damals ja auch schon positive Rückmeldungen von anderen bekommen. Da war mir klar, dass ich mit meiner Leidenschaft wirklich etwas geschaffen habe. Viele andere Bands sind ja inzwischen Geschichte.

Das klingt, als würdest du nur Sachen veröffentlichen, von denen du überzeugt bist.

Du spielst auf Inheratance an. Ich war in der Situation, dass ich etwas auf den Markt bringen musste. Ich hatte nach langer Zeit endlich die Rechte an den Songs von SPV zurückbekommen. Ich musste halt was rausbringen. Einige Songs sind auch wirklich gut, andere nicht. Aber ich habe das Material noch und wir haben ja auch einiges davon neu aufgenommen. Die Produktion war nicht gerade die beste. Ich wolle die Band am Laufen halten. Viele fragen mich, ob das Album begraben ist. Darauf antworte ich, dass es eher schläft. Wir proben diese Songs und ändern sie ein wenig. Sie klingen wirklich gut.

Wie bist du damals an die erste Scheibe herangegangen?

hobbs coverIch mache mehr als Lesen um meine Inspirationen zu bekommen. Ein Beispiel ist ´Jack The Ripper´. Ich bin nach England gefahren und bin die Route abgelaufen, auf der alle Tatorte der Morde lagen. Ich habe die Häuser berührt und konnte dadurch fast fühlen, was da geschehen war. Es geht darum, sich mit den wirklichen Dingen intensiv zu beschäftigen. Daraus ziehe ich meine Inspiration. Für Marie Antoinette bin ich nach Frankreich gefahren. Ich habe auch da die Schauplätze besucht, soweit sie noch stehen. Dann habe ich mich abends in ein Restaurant gesetzt und sozusagen mein letztes Mal zu mir genommen. Ich bin die ganze Nacht dort geblieben und habe überlegt, wie es jemandem geht, der seine Henkersmahlzeit zu sich genommen hat und nun die Nacht über auf die Hinrichtung wartet.

Das fasziniert dich sehr, wir sitzen hier ja neben einer Guillotine

Es ist eine faszinierende Maschine, meine funktioniert sogar. Einige sagen, damit starb man schnell, andere sagen es dauerte lange. Ich denke, dass es schrecklich für die Menschen war, in diese Maschine zu kommen, sicher schlimmer als mit dem Gewehr erschossen zu werden. Wenn sie die Leute richtig leiden lassen wollten, wurden sie auf den Rücken gelegt, sodass sie das Fallbeil auf sich zurasen sahen. Das ist es, was man Folter nennt. Im Lauf der Jahre sind natürlich viele Foltermethoden dazugekommen.

Ich bin mal in Deutschland in einem Interview gefragt worden, was ich über den „Angel Of Death“ – „Todesengel“ wurde Josef Mengele, Lagerarzt im Vernichtungslager Auschwitz, genannt - denke. Der Name würde ja sicher viele verstören. Auf dem Reign In Blood Album von Slayer war ja der Song Angel Of Death. Das ist einer meiner Allzeit-Faves. Ich habe dem Interviewer gesagt, dass es ein Teil der Geschichte ist. Das alles ist passiert.

Und Slayer beschreiben in dem Song, ohne zu werten.

Ja genau.

Dann war der Slayer Song also entscheidend für die Namensgebung.

Ich habe Slayer seit 1983 gehört und saß zuhause und habe auf das Release von Reign In Blood gewartet. Als es dann endlich veröffentlicht wurde, bin ich sofort in den Plattenladen und dann zurück nach Hause und habe die Platte aufgelegt. Als ich die ersten Töne und den Schrei von Tom Araya hörte, war ich total begeistert und habe Gänsehaut bekommen. Da habe ich zu meiner Frau gesagt: Scheiße, wie soll ich mich mit so etwas vergleichen? Das ist unglaublich dieser Song ist over the top. Da hat sie dann gesagt, dass ich mich nicht vergleichen soll, sondern mein eigenes Ding machen. Da hatte sie Recht. Aber ich liebe diese Platte und habe bestimmt 10 verschiedene Pressungen davon. Ich werde die auf jeden Fall mit zu dem Festival nach Finnland nehmen, auf dem wir mit Slayer spielen und werde Tom und die anderen bitten, sie mir zu signieren. Ich warte seit 30 Jahren darauf, mit ihnen zu spielen und nun ist es soweit. Es bedeutet mir viel, die signierten Platten zu besitzen. Ich hoffe, dass Jeff auch da sein wird. Es ist schrecklich, was passiert ist (das Interview fand einige Monate vor dem Tod des Gitarristen statt – Trille).

Weißt du denn genaueres zu seinem Zustand nach dem Spinnenbiss.

Nein, leider nicht.

So, nun aber Butter bei die Fische: Hattest du den Namen schon vorher oder hast du die Band nach dem Song benannt?

Ich hatte den Namen schon vorher. Für mich war Angel Of Death ein Singular, es konnte eine Person sein. Ich hätte es sein können. Es ist ein gut klingender, kontroverser Name. Er repräsentiert das schnelle, aggressive Böse in der Musik. Schon bei Tyrus (der Band, in der er vorher gespielt hatte) hatte ich eine Henkersmaske und eine große Axt auf. Ich hab dann das Hobbs’ davor gesetzt, damit klar wurde, dass es meine Band, mein Baby ist, und es sich nicht um eine Slayer Coverband handelt. Ich habe immer alle Musiker mit offenen Armen empfangen und habe mich gefreut mit ihnen zu spielen. Aber ich weiß wie die Band klingen soll und so war und ist es ein Soloprojekt. Es ist mir natürlich klar, dass ich das nicht alleine realisieren kann. Ich brauche Musiker um live spielen zu können. Ich bringe ihnen viel Respekt entgegen, denn auch im Studio geht es nicht ohne sie. Es gab schon Leute, die gesagt haben: „Hey, du kannst das nicht ohne uns machen“. Da habe ich dann geantwortet: „Das stimmt, aber ich kann es mit anderen machen“.

Eure Platte ist ja nun wirklich ein Klassiker. Ich denke, dass man eigentlich erst 10 Jahre nach der Veröffentlichung sagen kann, ob eine Platte ein Klassiker ist. Das Wort wird mir zu oft gebraucht.

Ja, und ich bin stolz, dass das Album so gewertet wird. Da denke ich dann daran, dass ich zu meiner Frau gesagt habe, dass ich mich nie mit Slayer vergleichen kann und nun ist es ein Klassiker. Ich glaube, das hat geklappt, weil ich mich voll auf die Musik konzentriert und an mich selbst geglaubt habe. Und genau so ist es jetzt wieder. Ich bin bereit, erneut in die Schlacht zu ziehen, haha

IMG 5055Es wird ja deutlich, dass du selber ein großer Fan anderer Bands bist. Für wie wichtig hältst du es, dass Musiker selber Fans bleiben?

Man muss doch Fan der Bands bleiben, die man schon immer geliebt hat. Die Dinge können sich ändern, das ist eine Weiterentwicklung. Bands können ein Killeralbum rausbringen und wenn du das nächste Album hörst, hast du nur ein Fragezeichen im Kopf.

Das kann ja sogar eine Enttäuschung sein.

Für mich ist das keine Enttäuschung. Ich verstehe, dass sie versuchen, sich weiter zu entwickeln. Keine Band kann nur Killeralben schreiben. Wie eine Platte klingt, hängt ja auch immer mit dem aktuellen Befinden zusammen. Es ist ein Unterschied, ob du depressiv bist oder gerade eine gute Zeit hast. Ich verurteile Platten nicht. Wenn ich meine Meinung zu Dingen sage, ist es mir wichtig, konstruktive Kritik zu äußern. Es geht nicht darum, jemanden persönlich anzugreifen. Es ist ja nur meine Meinung. Was mir nicht gefällt, kann ja jemand anderer mögen.

OK, weg von der Vergangenheit, wie läuft es denn aktuell für HOBB´S ANGEL OF DEATH?

IMG 50602012 war ein fantastisches Jahr für uns. Wir sind zurück in der Musikindustrie und 2013 wird es noch weiter voran gehen. Ich hoffe, dass wir dann 2014 den Status haben, den HOBBS’ ANGEL OF DEATH verdient.

Es ist gerade auch eine gute Zeit um zurückzukommen, der Thrash der alten Schule erlebt ja seit einiger Zeit ein großes Revival.

Es ist halt der typische 20-Jahre-Rythmus. Alles verändert sich. Wir hatten sozusagen Ebbe, aber nun ist wieder Flut. Es ist unglaublich, dass auch die jüngere Generation diesen alten Thrash so mag. Es ist schon so, dass mir Musiker von großen Europäischen Thrash Bands gesagt haben, dass ich sie beeinflusst habe. Es ist eine große Ehre für mich, wenn ich diese Leute treffe und sie mir das sagen. Es ist toll zu hören, andere beeinflusst zu haben. Das motiviert mich auch weiter, Songs zu schreiben. Es gibt sicher auch Leute, die HOBBS’ ANGEL OF DEATH nicht mögen, aber man kann es nicht allen recht machen.

Das kann ja auch nicht das Ziel sein. Ich mag Bands, die polarisieren. Eine Platte, die alle mögen, hat oft einfach zu viele Kompromisse. Nun aber zu den neuen Aufnahmen.

Als ich dich im K17 gesehen habe, hattest du einen Drummer dabei. Im Studio hat aber Marc Reign (Ex Destrucktion, Morgoth) die Songs eingespielt. Der andere Drummer hat aber auch einen soliden Job abgeliefert. Warum hat er die Drums nicht eingespielt? Und warum hat Marc einen Song live gespielt.

Ja, er hat einen Song live gespielt.

Das war einer der neuen Tracks.

Ich wollte damit Marcus meinen Respekt ausdrücken. So konnte er in seiner Heimatstadt mit HOBBS’ ANGEL OF DEATH spielen. Er hat im Studio fantastische Arbeit abgeliefert. Er hat fünf Songs an einem Tag eingespielt.

War der andere Schlagzeuger nicht angepisst, dass er nicht bei den Aufnahmen dabei war?

IMG 5059Es war klar, dass der andere Drummer kein Interesse daran hatte, das neue Material einzuspielen. Es gab also keine Unstimmigkeiten und ich bin froh, dass wir Marc dabei hatten. Wir werden die Songs allerdings noch einmal aufnehmen und dann wird der aktuelle Drummer die Sachen einspielen. Er ist ein guter Musiker und ein fantastischer Typ. So jemanden wünscht man sich in der Familie zu haben. Ich habe das Gefühl, dass wir wieder einen Klassiker einspielen können. Die Songs werden frisch klingen und trotzdem wird das alte HOBBS’-Feeling da sein. Die Stimmung in mir und in der Band erinnert mich sehr an die Anfangstage. Wir sind hungrig, verrückt und aggressiv. Ich hoffe, dass ich in 25 Jahren mit der Platte so zufrieden bin wie es heute mit dem Debüt der Fall ist. Ich werde die Tracks mit Marc an den Drums aber aufheben, die kann man super als Bonusmaterial verwenden. Ich kenne Marcus schon lange. Als er mit Destruction in Australien war, haben wir uns kennen gelernt. Ich würde gern ein paar Gigs mit seiner aktuellen Band Morgoth spielen, mal sehen, vielleicht klappt das ja.

Wie sieht es denn sonst mit Live Gigs in 2013 aus?

Wir werden auf dem Graspop Festival auftreten. Ich möchte auf möglichst vielen Festivals spielen, gern auch auf der Barge To Hell Kreuzfahrt. Hobbs ist ein Gladiator, dass will ich den Leuten zeigen. Ich weiß, dass es Millionen Bands gibt, die dort spielen wollen, aber ich fühle mich wie 26 und spiele besser als je zuvor.

Du hast ja vor einigen Jahren in Wacken gespielt, welche Erinnerungen hast du daran?

Das war 2004, es war unglaublich. Wir haben im Zelt gespielt. Für HOBB’S ANGEL OF DATH ist es egal, ob wir vor einem, sechs, sechzig oder sechzig tausend Leuten spielen. Ich persönlich gebe immer alles und bin mit Leidenschaft dabei. Es war für uns damals eine gute Sache, uns mal wieder zeigen zu können. Wir haben auch jüngere Fans erreicht. Wacken war auch super, auch weil wir da viele andere Bands getroffen und gesehen haben. Ich habe dort viele gute Rückmeldungen von anderen bekommen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Leute wie Fenriz oder Frost (Dark Throne – Trille) dir sagen, dass du sie beeinflusst hast. Angela Gassow (Arch Enemy Sängerin - Trille) wurde mal in einem Interview gefragt, wie sie zum Metal gekommen ist und sie hat gesagt: HOBBS’ ANGEL OF DEATH. Ein Freund von mir hat mal ein Interview mit Phil Anselmo (Pantera, Down) gemacht. Auch er ist ein Fan von Hobbs. Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie weite Kreise wir gezogen haben. Durch diese Rückmeldungen fühle ich mich sehr geehrt. Es ist unglaublich, wenn Musiker, die du selbst verehrst, zu dir kommen und sagen, dass sie deine Platte lieben.

Wo wir gerade über Wacken sprechen. Ich habe da Ronny James Dio getroffen. Er war der Held meiner Jugend, den ich schon immer treffen wollte. Ich habe ihm dann 20 Minuten Honig ums Maul geschmiert und ihm gesagt, was ihm seine Musik von Rainbow, Black Sabbath und den anderen Projekten bedeutet. Er hat mich sehr inspiriert. Da hat er dann gesagt: „Ich hab mir jetzt 20 Minuten dein Gerede angehört, ich kenne dich auch“. Er hat gesagt, dass Leute wie ich für ihn der Antrieb sind, weiter zumachen. Da habe ich nur gedacht: Heilige Scheiße! Das von Dio zu hören hat mich geplättet und ich wusste nichts mehr zu sagen. Er hat sich sogar unsere Show angesehen.

Ich war lange nicht in Wacken und habe mich 2011 etwas erschrocken, dass es zum Heavy Metal Disneyland geworden ist.

Ja, das habe ich gehört, vielleicht ist es einfach zu groß geworden. Aber ich würde auf jeden Fall gerne wieder in Wacken spielen. Es ist doch so, dass man Träume braucht. Die kann man auch erreichen, wenn man nicht zu egoistisch wird. Mit Egoismus klappt das nicht, aber ohne einen Traum bewegst du dich nicht.

Ich würde auch gern mal in Japan spielen, dort waren wir noch nicht. Es gab kürzlich eine Einladung, aber der neue Bassist hatte noch keinen Pass und so konnten wir nicht fliegen. Es würde sich anbieten dort eine Show zu spielen, wenn wir nach Europa fliegen. Es gibt auch eine Anfrage aus Indien. Da gibt es einige Plätze, an denen der Metal viele Anhänger hat. Auch in Südamerika würde ich gern wieder spielen. Ich habe beim Headbangers Open Air da einige Veranstalter kennen gelernt und hoffe, dass sich da etwas Konkretes ergibt.

Soweit der mitgeschnittene Teil. Im Anschluss gab es noch eine Hörprobe der neuen Songs, allerdings ohne Vocals. Neben typischen old school Hobbs’ Thrashern gibt es bei dem neuen Material auch eine deutliche Black Metal Kante, die wohl darauf zurückzuführen ist, dass Peter in letzter Zeit viel Schwarzmetall gehört hat, während er an seinen Wagen geschraubt hat. Ich freue mich auf die nächste Stippvisite dieses im besten Sinne unverbesserlichen Metal Freaks.

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