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Jungle Rot

Wer kann schon von sich behaupten, dass er sich nach den Schweißfüßen von Soldaten benannt hat? Tja, die Amis von JUNGLE ROT haben eben dies getan, denn ihr Bandname geht offenbar auf eine Fußinfektion der US-Soldaten in Vietnam zurück. Allerdings handelt es sich beim achten Album der Jungs keinesfalls um eine Kriegserklärung an den soldatischen Fußpilz, sondern vielmehr um eine beeindruckende Demonstration Death Metallischer Feuerkraft. Bandkopf Dave (Gitarre/Gesang) sprach direkt aus dem Schützengraben mit uns…

 

Wer kann schon von sich behaupten, dass er sich nach den Schweißfüßen von Soldaten benannt hat? Tja, die Amis von JUNGLE ROT haben eben dies getan, denn ihr Bandname geht offenbar auf eine Fußinfektion der US-Soldaten in Vietnam zurück. Allerdings handelt es sich beim achten Album der Jungs keinesfalls um eine Kriegserklärung an den soldatischen Fußpilz, sondern vielmehr um eine beeindruckende Demonstration Death Metallischer Feuerkraft. Bandkopf Dave (Gitarre/Gesang) sprach direkt aus dem Schützengraben mit uns…

Dave, erinnerst du dich noch daran als ihr die Band 1994 gegründet habt?

Ich habe die Jungs der ursprünglichen Besetzung 1994 getroffen. Wir haben uns bei verschiedenen Shows getroffen, auf denen wir entweder selber spielten oder die wir als Zuschauer besucht hatten. Sie hatten die Bands kurz zuvor ins Leben gerufen und ich bin dann eingestiegen. Ich war in verschiedenen Bands zu der Zeit und habe ein musikalisches Zuhause gesucht und gefunden. Ich hatte mit den vier Jungs wirklich eine gute Zeit, aber manchmal enden gute Zeiten eher als man denkt. Das war damals der Fall und seit dem trage ich die Fackel weiter.

Kannst du dich noch erinnern welche Erwartungen ihr damals an die Band hattet. Wo hättet ihr euch damals heute gesehen?

Ich wusste, dass dies etwas war, was ich wirklich tun wollte. Ich wollte spielen und auf der ganzen Welt touren. Meine ganze Karriere besteht daraus zu versuchen es zu schaffen und den Kampf zu kämpfen. Dabei habe ich eine „niemals aufgeben“ Einstellung und kann so meinen Traum leben. Ich wusste schon früh, dass es schwer werden würde mit Undergroundmusik den Lebensunterhalt zu bestreiten, aber so konnte ich an Plätze reisen, an die ich ohne die Band niemals gekommen wäre.

Als wir damals begonnen haben Demos aufzunehmen, haben wir nur so viele Kopien gemacht wie wir konnten und haben diese dann rausgehauen, um den Namen irgendwie bekannt zu machen. Wenn ich zurückschaue und überlege, wo ich mich damals heute gesehen hätte, würde ich sagen, dass alles so gekommen ist wie ich es gedacht hatte. Wir spielen noch immer in derselben Undergroundszene und haben Spaß daran.

„Skin the Living“, das erste Demo bzw. das erste Album“ wurde gerade über Victory Records wiederveröffentlicht. Kolleg Trillmich hat kritisiert, dass die Wiederveröffentlichung wenig Sinn mache, da es keine Bonustracks o.ä. gäbe und es ja ohnehin schon so viele Veröffentlichungen gäbe. Warum habt ihr das Teil denn wiederveröffentlicht?

Das war einfach etwas, was ich schon immer tun wollte. Ich wollte das Demo als richtiges Album veröffentlichen. Ich habe auch das Gefühl, dass dieses Demo den Test der Zeit überstanden hat. Es war ursprünglich als limitiertes Demo veröffentlicht und es hat nie den Weg in die Welt gefunden. Es ist unser erstes Vinyl und daher war es für uns die perfekte Wahl für eine Wiederveröffentlichung. Nacht für Nacht höre ich die Fans auf den Konzerten die Titel der Platte schreien und sie fragen ständigen wann sie endlich ein Exemplar davon bekommen können. Auf diese Weise können nun alle Fans hören wie wir angefangen haben und wie lange wir schon diese Art von Musik spielen.

Ihr habt ja auch tatsächlich nie wirklich euren Stil verändert. War das auch einer der Gründe weshalb ihr häufiger die Plattenfirma wechseln musstet? Der Geschmack der potentiellen Käufer ändert sich ja dann doch immer mal.

Ja und nein. Einige der Labels waren ohnehin nur an einer Platte interessiert, andere hingegen nicht. Wir haben unseren Stil nie verändert weil dies eben das ist, was wir machen. Ich schreibe was ich bin und was ich fühle. Ich versuche nicht irgendwelchen Scheiß zu machen der gerade angesagt ist und den morgen niemand mehr hören will. Bei der Unmenge an Undergroundbands ist es schwer jeden Fan zufrieden zu stellen. Echte Fans werden aber immer an deiner Seite stehen!

Was war denn JUNGLE ROTs größter kommerzieller Erfolg?

Ich würde sagen die Tatsache, dass wir bei Victory unterschrieben haben und endlich ein richtiges Label gefunden haben, welches auch an uns glaubt.

Und was würdest du als euren größten persönlichen Erfolg ansehen?

Auf Tour zu gehen und die Welt immer wieder zu sehen.

Könntest du einem Fremden in ein oder zwei Sätzen erklären, was JUNGLE ROT überhaupt ist?

JUNGLE ROT ist eine Erfahrung, die dir die Seele raubt und dich nach mehr betteln lässt.

Dann lass uns doch bitte mal zum neuen Album “Terror Regime” kommen. Worum geht es bei dem Album? Hattest ihr da jemanden bestimmtes im Auge als ihr den Titel gewählt habt?

Wir haben dabei an unsere Regierung gedacht. Sie kontrolliert alles und ist unser „Terror Regime“ und wir haben an all die Dinge gedacht, die diese Regierung in unserem Land tut. Sie versuchen uns vorzuschreiben was wir denken sollen. Sie versuchen uns durch die Medien und das Fernsehen ihre Lügen aufzuzwingen. Wir haben das Gefühl, dass es für jeden Amerikaner an der Zeit ist aufzustehen und die Stimme zu erheben bevor es zu spät ist.

Da ihr ja im Moment im Grunde zwei Alben auf dem Markt habt, das neue Album und die Wiederveröffentlichung, sag doch mal kurz, was deiner Meinung nach die wichtigsten Unterschiede und Entwicklungen sind.

Der größte Unterschied zum Demo ist, dass wir damals keine Ahnung hatten was wir im Studio taten. Mit jeder Aufnahme haben wir dazu gelernt und wir haben neue Tricks gelernt, um unserer Sound zu verbessern und bessere Songs zu schreiben. Die langen Jahre mit Aufnahmen und Songwriting haben uns dorthin gebracht wo wir heute stehen: zu unserem besten Album, „Terror Regime“. Es zeigt uns, dass man seinen Stil niemals aufgeben soll und sich bis zum Ende treu bleiben muss.

 

(c) Bilder - Taken from the band's facebook page!

 


Bild Copyright:

Infos

  • Erstellt am

    25. März 2013
  • Line Up

    Dave Matrise – Vocals, Guitars
    James Genenz – Bass, Vocals (backing)
    Geoff Bub – Guitars, Vocals (backing)
    Jesse Beahler – Drums

  • Redakteur

    Thorsten Zwingelberg
  • Tags

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