Kultalben – Scheiben die in keiner Sammlung fehlen dürfen – Teil 2

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Kultalben – Scheiben die in keiner Sammlung fehlen dürfen – Teil 2

Und schon gibt es den zweiten Blick in den Plattenschrank. Welche „Kultalben“ verstecken sich bei Leuten wie David DeFeis, Chris Boltandahl, Gerre & Co im Plattenschrank? Auf jeden Fall dürft ihr euch in diesem Teil auf einige sehr hingebungsvolle Ausführungen zu den jeweiligen „Kultalben“ freuen.

 

Ganze vierzehn Studioalben hat Energiebündel DAVID DEFEIS mit seiner Band VIRGIN STEELE mittlerweile aufgenommen. Im letzten Jahr kam „Nocturnes of Hellfire & Damnation“ auf den Markt und in diesem Jahr stellte Steamhammer die Wiederveröffentlichung des oppulenten „The House of Atreus Act I & II) vor. Bei der Vorgeschichte sei es Herrn DeFeis verziehen, dass er sich nicht ganz auf fünf Alben beschränken konnte. Immerhin ist er über die Jahre selber zur Szenenikone geworden. Doch woran erkennt man ein „Kultalbum“? Es beschreibt seine Zeit, hat aber gleichzeitig über seine Zeit hinaus Bedeutung. Es hat all die noblen Zutaten die das Leben wiederspiegeln, mit all den unverblümten Wahrheiten. Diese überstehen Zeit und Raum und alle Herausforderungen, die man an sie stellen mag.Da spielen das Genre oder der Stil keine Rolle. Die Musik ist in erster Linie Musik und verbreitet seine gesamte Bandbreite und Bildwirkung des menschlichen und des unmenschlichen…des Göttlichen, der Gosse…in allen Farben und ganzer Herrlichkeit. Aha, eine interessante Definition. Mal sehen, welche Alben in DeFeis Meinung diesen Ansprüchen gerecht werden. 

 

QUEEN – I, II, SHEER HEART ATTACK: Ich bin in einem haus aufgewachen in dem ich Rock Musik, Oper, klassicher Musik und Theater ausgesetzt war. Meine Familie war wohl mein erster Einfluss. Die Rockbands die meine Schwester Danae und mein Bruder Damon hatten waren sehr inspirierend für mich. Der Operngesang meiner älteren Schwester Doreen war auch sehr inspirierend, ebenso wie die Theateraufführungen meines Vaters. Auch wenn meine Mutter nicht auftrat, so hatte sie doch eine großartige, unglaublich hohe Stimme und sie sang ununterbrochen. In diesem Haus zu leben… meine Welt war sehr musikalisch. Ich habe all diese Elemente aufgesogen und sie in meinen Lebensstil und meine Musik destilliert. So weit, so gut, meine ersten Metalbands waren BLACK SABBATH und LED ZEPPELIN. Ich war auch ein Fan von MOUNTAIN und GRAND FUNK RAILROAD. Als dann QUEEN rauskam, drehte ich vollkommen durch. Ihre Kombination aus Metal, Oper und klassicher Musik hat mich total umgehauen. Der Song „The March of the black Queen“ vom Album „Queen II“ ist großartig. Für mich war dies eine Offenbarung wie Beethovens 9. für andere klassiche Komponisten. Ich war begeistert wie diese ausgesprochene Harmonie zusammengesetzt wurde und wie sie sich von der ersten zur letzten Note durchzieht. Es hat eine unglaubliche Dynamik. Dieser Track hat den Weg geebnet für „Bohemian Rhapsody“. Das gesamte zweite QUEEN Album ist ein Meisterwerk. Die Kompositionen sind unglaublich. Songs wie „March of the black Queen“, „Ogre Battle“, „White Queen“ und „Father to son“ sind hervorragende Beispiele des Genres. Sie sind kraftvoll, gut gearbeitete Diamanten gefüllt mit Komplexität und echter Weiterentwicklung. Dennoch sind sie immer zugänglich und niemals mit Technick um der Technick Willen blockiert. Sie sind immer melodisch und kommen von Herzen. Ich bin begeistert, wenn ich an die grandiose Produktions- und die Aufnahmefähigkeiten denke, die in diese grandiose Scheibe geflossen sind. Die Performances sind alle brilliant, gefüllt mit königlicher Kraft und Präzision weit jenseits der von Sterblichen. Noch bewundernswerter ist der brilliante kreative Kopf, der hinter all dem steckt. Das ist die wahre Meisterleistung: fähig zu sein, die Ideen zu erschaffen und dann umzusetzen. Ich glaube, dass es heute nicht viele Power Metal oder Symphonic Power Metal Gruppe gäbe, wenn es dieses Album nicht gegeben hätte. Als aich aufwuchs, hoffte ich, dass ich eines Tages in der Lage sein würde wie Freddie Mercury zu komponieren. Ich bewunderte jedoch auch Jimmy Page von LED ZEPPELIN. Seine Gitarrenarbeit hatte einen direkten Effekt auf meinen Gesang. Ich wollte so singen wie seine Gitarrensolos klangen. Ich wollte eine menschliche Gitarre sein. Ich benutze meine Stimme eher wie ein Instrument. Ich singe nicht nur Wörter, ich singe als wäre ich ein verlängertes Gitarrensolo und daher habe ich auch einen recht perkusiven Ansatz. Ich versuche auch eher wie ein Gitarrist Keyboard zu spielen. Ich sehe alle Dinge als eine Art Gitarre an.

Led Zepellin – I & II: Zusätzlich zu allem was ich über QUEEN gesagt habe, ist LED ZEPPELIN für mich ein weiter Meilenstein. Soweit ich weiß, war Freddy Mercury auch ein großer Fan der Arbeit von Jimmy Page und seinem fetten Sound, den er sowohl live als auch im Studio kreierte. „Zeppelin I“ steckt voller roher Kraft, Hunger, Virtuosität und nordischer Wut. Sie haben es geschafft, den wahren Sound der Band in voller Aktion einzufangen. Plants Stimme ist das Klagen des Nordwindes. Sie kann plündern oder verführen. Bonhams Drums sind die unerbittlichenNaturgewalten, John Pauls Bass und seine Keyboards sind die Sehnen und Lebenskräfte, die wachsen und alles verweben. Pages Gitarre sind die Blitze von Zeus und die Kraft von Odin.Es war ein sexuelles und auch mystisches Album und ein kriegerisches Unterfangen. Die Leidenschaft dringt aus jedem Groove. Die Arrangements waren gut durchdacht und haben eine große Dynamik. Licht und Schatten durchdringen die Arbeit. Ein anderer großartiger Aspekt des Albums ist seine Spontanität. Sie haben nicht 100 Jahre für die Aufnahmen gebraucht. Sie haben ein wenig geprobt… diskutiert und dann sind sie einfach drauf losgegangen und haben es aufgenommen. Und heute, so viele Jahre später, ist das Album immer noch frisch und lebendig. Auch heute versuchen viele noch zu erreichen, was sie in diesen 30 Stunden Studiozeit erreicht haben. Für mich kristalisierten die QUEEN und ZEPPELIN Alben und die Bands im Allgemeinen heraus wie Metal in meinem Kopf sein sollte. Zu allererst, unabhängig davon wie technisch oder abenteuerlustig man musikalisch ist, sollte man immer die rohe Hitze und Sinnlichkeit beibehalten von der Rock Musik ursprünglich abstammt: der Blues. Behalte immer diese Hitze und den Schweiß. Zweitens: Jedes Bandmitglied muss eine echte Macht sein. Der Drummer muss ein Erdbeben sein, der Lärm der Hölle, aber immer kontrolliert, wie ein Vulkan beim Ausbruch. Der Gitarrist muss eine Gitarrenarmee sein und ein Meister in allem was mit Saiten zu tun hat. Er ist die Geige, das Chello und die Bratsche des Orchesters. Der Bassist muss eine erderschütternde Kraftmaschine sein, ein zentnerschwerer Anker und der Grundstein. Der Sänger muss ein gesamter Chor sein und ein Banshee und ein Shaman. Und der Keyboarder muss der Rest des Orchesters sein und ein Meister der Harmonien. Jedes Mitgleid muss ein Fels des Sounds sein. All das zusammen und sie können das Universum beherrschen.

Black Sabbath – Black Sabbath: Ich bin mit den frühen Alben aufgewachsen und BLACK SABBATH standen immer für Ehrlichkeit und Reinheit ihrer Intentionen, ein unverschmutzes Herangehen, das majestätisch war und dunkle Schönheit beinhaltete und ein Gefühl von Dringlichkeit und Drama, das mich einschloss und umarmte. Es lies mich wissen, dass ich okay war… egal wie verrückt ich eigentlich war. Ihre Musik sprach zu mir und sie ließ mich wissen, dass ich in ihrer Welt willkommen war, und dass es andere gab wie mich, die tiefe Gefühle hatte, leidenschaftlich waren und die Antworten wollten auf all die Fragen die in uns wohnen. Ja…all dass und mehr…eingepackt in donnernde Elleganze. Sie waren Rockkönige für uns und als wir sie schließlich trafen, fanden wir heraus, dass sie tatsächlich genauso cool waren wie wir sie uns vorgestellt hatten. Und was so schön ist, ist die Tatsache, dass sie noch immer hier sind… sind sie noch immer eine Inspiration und performen ihre dunkle Magie so schön wie nur sie es können. Immer noch ehrlich, rein, kraftvoll und, ja…. noch immer so nobel wie immer.

 

BLACK SABBATH hatten definitiv auch einen großen Einfluss auf die härtesten Bands des Genres. Vermutlich hat auch DANIEL OLAISEN, seines Zeichens Gitarrist der Norwegen BLOOD RED THRONE, die ein oder andere Scheibe in seiner Sammlung. Er stellt uns heute jedoch die seiner Meinung nach wichtigsten Scheiben der härteren Genres vor.

Death – Human: Dies ist das beste Metalalbum der Welt und aller Zeiten. Es hat einfach alles und war seiner Zeit weit voraus.

Gorguts – Considered Dead: Viele Leute denken bei GORGUTS vor allem an ihren kranken Stil. Ich habe ihn nie gemocht, aber das Debüt dieser Kanadier war einfach geil. Ein geiler Gitarrensound und verdammt grooviger Death Metal.

Darkthrone – Soulside Journey: Es gibt auf der ganzen Welt keinen Death Metal der so klingt. Er ist so düster und die Songs haben eine ungewöhnliche Struktur und ein ungewöhnliches Songwriting.

Cannibal Corpse – Tomb of the Mutilated: Alle CANNIBAL CORPSE Alben sind großartig, aber dieses ist speziell. Eine sehr eigenständige Produktion, Killersongs und ein Klassiker!

Deicide – Once Upon A Cross: Ich liebe die Produktion des Albums, sie ist so heavy und druckvoll. Glen Benton hat außerdem eine der besten Death Metal Stimmen überhaupt.

 

 

Die Italiener FOGALORD haben 2012 ein hörenswertes Epic Metal Album namens „A Legend To Believe In“ über Limb Music auf den Markt gebracht. Frontmann DANY ALL (bürgerlicher Name Daniele Bisi) schickte mir seine Liste der Must-Have Metal Alben.

Blind Guardian – Nightfall: Weil die Musik von Tolkien gemacht wurde…

Wintersun – Time I: Ich glaube, dass dies zu den intensivsten und ausdrucksstärksten Metalalben gehört die jemals geschrieben wurden. Es ist eine zeitlose Musik.

Manowar – Hail To England: Wenn ich nur ein MANOWAR Album aussuchen darf, dann ist es dieses. Ich kann es nicht erklären, aber die epische Kraft ist jenseits aller Dinge…

Burzum – Belus: Natürlich hat dieses Album nicht die geschichtliche Bedeutung von „Aske“ oder „Hvis Lyset Tar Oss“, aber ich finde, dass „Belus“ die tatsächliche Bedeutung von europäischen Pagantraditionen und von Mythologie musikalisch umsetzt. Dies ist Musik aus der Welt unserer Vorfahren.

Moonsorrow – Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa: Hier gibt es keinen bestimmte Grund,,,ich kann einfach nicht aufhören dieses Album zu hören und es hat irgendetwas, dass mich berührt. Ein echtes Meisterwerk.

 

Über GRAVE DIGGER muss man nicht mehr v

iele Worte verlieren. Sie haben sich längst in den Olymp der deutsche Metal Kultbands gespielt. Und ohne Zweifel könnte man mehr als nur eine Scheibe als Pflichtbestand jeder Metal Sammlung bezeichnen. Frontröhre CHRIS BOLTENDAHL öffnete für uns mal seinen Plattenschrank und da finden sich folgende Kultalben:

Judas Priest – Unleashed in the East

Van Halen – 1

Ozzy Osbourne – Diary of a mad man

Tom Waits – Blue Valentine

Rainbow – Live on Stage

Das schöne North Caroline hat bereits viele namenhafte Musiker hervorgebracht. Allerdings spielten diese meist eher eine Rolle für die Blue Grass und Country Szene. TWISTED TOWER DIRE hingegen spielen sicherlich keine Country Musik, sondern lupenreinen Heavy Metal. Der bisherige Höhepunkt der Bandgeschichte „Make it Dark“ liegt mittlerweile 5 Jahre zurück. Gitarrist und Gründungsmitglied SCOTT WALDROP beschrieb für uns was ein „Kultalbum“ ausmacht. Es gibt nur eine Handvoll Alben auf denen ich wirklich jeden Song von Anfang bis Ende liebe. Das war zu einer Zeit als Alben gemacht wurden, um sie zu genießen – als man die Scheibe tatsächlich vorsichtig aus der Hülle gezogen hat und jede Seite bewusst in seinem Zimmer angehört hat, ohne irgendwelche Ablenkungen. Als Kind saß ich in meinem Zimmer und zeichnete, während ich mir diese Alben anhörte. Oder ich saß mit meinen Kumpels Anfang der 90er auf einem Ghettoblaster im Wald und hörte mir die Scheiben an. Es waren klangliche Landschaften. Sie waren eine Stimmung und eine Wel, die du in dein Leben gelassen hast und die du zu einem Teil deiner menschlichen Erfahrung gemacht hast. Meine Top 5? Ich bin froh, dass du fragst. Hier kommen sie:

Mötley Crüe – Shout at the Devil: Nicht alle Alben bestehen den Test der Zeit. Etwas was dir mit 15 Jahren gefällt, kann fremd, lsutig oder abstoßend sein, wenn du 40 bist. Wenn du wie ich 2016 40 bist, dann hör dir mal „Beer Bong“ von ATROPHY an. Wenn es dir immer noch lieb und teuer ist, dann… nun, ich sollte das nicht wirklich beurteilen, aber die meisten Leute können dieses Beispiel wohl nachvollziehen. 1983 sah ich MÖTLEY CRÜEs „Too Young Too Fall In Love“ Video auf MTV und war gefesselt. Ich habe KISS verpasst und ich schätze, dass die Jungs bedeuteten das selben für die damaligen Kids. Die Band sah aus wie gruselige Mad Max-ähnliche dürre Irre, die irgendwie nur beängstigend und geil zugleich waren. Meine Schwester kaufte mir die Platte zu Weihnachten (was meine Eltern hassten) und ich saß in meinem Zimmer und war besessen von dem Ding. Schau dir die Bilder an: Die Kerle haben die Bilder in der Hölle gemacht… jedenfalls sah es so aus. Es sah zu der Zeit richtig extrem aus. Dann begann ich die Texte zu lesen. Ich verstand nicht was sie meinten, aber sie waren mein Zugang zu makabrer Literatur, die mich schließlich zu Lovecraft und Poe gebracht hat. Sixx, Lovecraft, Poe ist die logische Entwicklung für den aufstrebenden Horrorschüler. Dann die Songs… jeder sagt, dass MICK MARDS schrecklich sei. Quatsch. Ich liebe diese Riffs und seinen Gitarrensound. Klar, es ist nicht elegant, es klingt steif. Der Rücken von dem Kerl ist steif. VENOM und die MISFITS haben diesen „was immer raus kommt, kommt mit rücksichtloser Hingabe“ Ansatz bei ihrer Gitarrentechnik. Mars war eher so, dass er sein Bestes versuchte und es war eben so wie es war. Die Songs hatten unglaublich knappe Popstrukturen mit wirklich seltsam umgekehrten Gitarrengriffen und verrückten Gedanken hinter den Riffs (daher der Name des Täters: Mars). Außerdem war der Ton schaurig und gut strukturiert. Ich realisierte damals nicht, dass es diese Details waren, die das Album von anderen Scheiben abhob Ich war, zum Beispiel, nicht so eifrig wenn es um QUIET RIOT ging. „Shout at the Devil“ war ein perfekter Sturm. Die Platte hatte das besondere Etwas. Sie hatte Magie, ein Ziel und eine Vision. Es war das beste Satan Gimmick, das jemals in der Musik rausgezaubert wurde.

Iron Maiden – Powerslave: IRON MAIDEN habe ich durch meine Punk/Metal-schwarz-gefärbtes-Haar-coole Cousine Cindi kennengelernt. Als sie meine MÖTLEY CRÜE Scheiben sah, hat sie mir pflicgtbewusst die ersten beiden IRON MAIDEN Scheiben dagelassen und mir aufgetragen sie sich reinzuziehen und unzerstört wieder zurückzugeben wenn ich meine eigenen gekauft hätte. Holy Shit. Game changer. Mötley Who? Nun, ich schweife ab, aber dies führte zum noch tieferen Wandel in meinem Leben, als ich das “Powerslave” Tape kaufte und es in meinen Walkman stopfte. Das machte die tägliche Fahrt zur Schule in Washington D.C. zu einer gesegneten Katharsis. Der „Powerslave“ hörte einfach nicht auf. Die Kassette war mein treuer Gefährte und sie folgte mir als nächstes in meinen Chrysler LeBaron und sie donnerte bei heruntergelassenem Verdeck. Das Album ist eine Obsession und eine Vorlage für Gitarrenstil. Es läuft wie ein gut trainierter Athlet. Die Musik klingt so, wie rennen sich anfühlt. Ich könnte ein Buch schreiben über den Mikrokosmos, die Eigenarten, Feinheiten und labyrinthartigen Verschachtlungen des Albums. Ich glaube, dass das Bedürfnis nach einem solchen Buch existiert und ich wäre bereit meine Karriere zu opfern und es zu schreiben, wenn ich die finanzielle Unterstützung einer Uni bekäme. Das Album ist mein Heavy Metal Universum, das mir freundlicherweise von den Helden aller Helden überreicht wurde. Ich bin so verliebt, dass der Versuch seine Anziehungskraft in einem Absatz niederzuschreiben mich wie einen Vollidioten ausehen lässt. So aufregend ist es für mich.

Blue Öyster Cult – Spectres: Anfangs habe ich diese Scheibe nicht verstanden, aber aus irgendeinem Grund kehrte ich immer wieder zu ihr zurück und habe sie gehört, bis ich alle Details kannte. Jede Schicht. Jeden seltsamen Text. Ich stellate fest, dass ich die Platte in vollkommener Ruhe hörte, während ich tief in der Nacht an Artworks arbeitete. Es ist ein schlafloses Delirium über Drogen, Nachtgänger, Monster und Geister. Es ist alles was Nacht ist. Oft klingt es allerdings so, als wäre es einfach nur Kaugummi-Mucke. Es ist ein Gegensatz von Fröhlichkeit und einem dunklenen Ort in der Seele.

Pink Floyd – Animals: Dieses Album ist eher eine epische Reise als Musik. Es wurde erschaffen, um in der althergebrachten Weise als ein Album gehört zu werden, vom Anfang bis zum Ende. Am Besten wenn man in einen chemischen Cocktail eingerieben ist, der das Selbst an die Klippe einer dunklen Kluft platziert. Das Hinabsteigen dorthin wäre ein ewiger Fall in ein unvorstellbares Taumeln zwischen Verzückung und endloser matchfarbener Pest. Ich verbrachte viele Nächte vor einem leuchtenden Amaturenbrett, verstreck in einem Auto, versteckt im Wald und habe die Frequenzen aufgesogen wie eine nicht greifbare Muttermilch des Nervensystems. Es ist eine Vorlage dafür wie man Melodie mit Erzählung vereinen kann und sprichwörtlich musikalische Glut zu einem Inferno anheizen kann, dass in einer triumphalen Exlposion von Luftgitarrenharmonien gipfelt, die den Geist sprudeln lässt mit unbeschreiblichen, tiefgehenden, und lange vorbereitenden Auswürfen von Dankbarkeit und all dem Schmerz den du immer gefühlt hast, als in einem kosmischen, reinigenden Moment in dem äußere Stimuli mit dem Körper zusammenstoßen, den deine Seele zeitweilig heimsucht. Man zittert und wird niedergeworfen oder könnte im selben Moment Bäume ausreißen. Egal wie tief du es überprüfst, du weist, dass das Album glorreich und Teil deines Lebens ist.

Slayer – Show No Mercy: ARGGGGGHHHHH!!!! SLAAAAYYYERRR!!!! 15 Jahre alt sein, betrunken und begeisterungsfähig!!! "Blasting our way through boundaries of Hell! No one Can Stop us tonight!...Surviving the slaughters and killing with lust....then (FUCK IT)...We return from the DEAD!!!" Fuck yea, we return from the dead! Das ist bad as shit. Ich weiß nicht, wie etwas so verdammt lächerliches wie diese Textzeilen so großartig sein können, gespielt von diesen Typen die sie so spielen wie sie e stun mit ihren wiehernden Pferdegitarren, aber Holy Fuck! Ich kann mir die Scheibe jederzeit anhören und bin wieder jung. Das gesamte Album ist ein perfektes Beispeil dafür, wie man eine traditionelle Radiosongstruktur nimmt und sie mit einer bösen, dissonanten und aggressiven Mauer akustischer Waffen als Grundlage ausstaffiert, mit Worten die unseren schlimsten Engeln frönen und das ist… DAS ist wie man HEAVY METAL spielt!

 

Unsere amerikanischen Freunde David und Scott scheinen ja ihre legalen Ersatzdrogen gefunden zu haben. Eine Dosis LED ZEPPELIN oder PINK FLOYD und ab geht die Reise… mal sehen, was das musikalische Genie DAN SWANÖ (u.a. EDGE OF SANITY, WITHERSCAPE, BLOODBATH, NIGHTINGALE) so im Plattenschrank stehen hat.

Marillion - Seasons End (1997 Edition): Für mich ist dies das beste Album aller Zeiten. Es ist in dieser Edition noch besser, da es die superben B-Seiten „The Bell in the Sea“ und „The Release“ enthält. Es ist Post-Prog at it’s very best!

Death – Leprosy: Es klingt einfach so roh und unprofessionell. Die Songs sind ziemlich kurz und auf den Punkt und doch enthalten sie viele Tempiwechsel und ziehen immer deine Aufmerksamkeit auf sich. Es gibt keine „Extras“ wie z.B. Keyboards, Sound FX, Intros/Outros usw. Es ist einfach reiner Metal des Todes von Anfang bis Ende.

Kansas – Leftoverture: Seitdem ich ein Kind war habe ich dieses Album geliebt. Kerry Livgren ist einfach genial als Songwriter auf dieser Scheibe. Sei ehrlich, diese Scheibe enthält die besten A-Seiten Songs von allen Platten!

Rush-Hold Your Fire: Dies ist hart, da ich auch “Power Windows“ und „Grace under Pressure“ liebe und die ultimativen TOP 5 wären meine persönlichen RUSH Best-Of. Aber nicht einmal RUSHs eigene Best Ofs enthalten alle meine Favoriten, also nenne ich hier das Album mit den meisten meiner Favoriten. Ich weiß, dass sich viele Leute zu dieser Zeit von RUSH abgewandt haben, aber für mich wurden sie zu dieser Zeit erst interessant (ja, ich bin ein A.O.R. Nerd, entschuldigung). „Prime Mover“, „Mission“, „Time Stands Still“ – zeitlose Klassiker!

FM-Indiscreet (Remaster): Ich hatte mal eine OP mit lokaler Anästesie und der Arzt sagte zu mir, dass ich Musik hören solle, die eine beruhigende Wirkung auf mich habe. Dieses Album war meine erste Wahl. Ich weiß auch nicht, was Songs wie „That Girl“, „Other Side Of Midnight“, “Love Lies Dying", "Captured" und "Love Lasts Forever" haben. "Frozen Heart" ergreift mich auch nach 30 Jahren noch jedes Mal wenn ich es höre. Für mich ist dies das ultimative A.O.R. Album!

Wenn von deutschen Thrash Metal Kultalben gesprochen wird, dann nennen viele Fans zunächst rumplige Frühwerke von KREATOR, DESTRUCTION oder SODOM. Für mich gehörten TANKARD immer zu den kultigsten deutschen Thrash Metal Kapellen. Neben genialen Alben wie „The Meaning of Life“ sind die Frühwerke wie „Zombie Attack“, „Chemical Invasion“ oder „Alien“ noch immer mehr als hörenswert! Außerdem werden die Frankfurter Bierthrasher nicht müde, gute Alben zu veröffentlichen, und dass sie auch Live noch eine Macht sind, stellten sie jüngst auf dem ROCKHARZ 2016 mal wieder unter Beweis. Da versteht es sich von selbst, dass wir auch bei TANKARD Frontmann GERRE mal in den Plattenschrank schauen wollen.

Exciter – Heavy Metal Maniac: Eines der ersten Speedmetal-Alben überhaupt, wenn nicht DAS! Kompromisslose, sehr raue, aber dennoch ungeheuer eingängige Tracks, die einem den Schädel zerspalten. Der Titelsong ist einer der größten Meilensteine der Metalgeschichte! Nach der Reunion in Originalbesetzung bin ich sehr auf die nächste Veröffentlichung gespannt!

Exodus – Bonded by Blood: Die Thrash-Scheibe schlechthin. Ein Urknall, der bis heute nachwirkt! Eine unglaubliche Gitarrenarbeit, die seines gleichen sucht! Habe neulich EXODUS live in Aschaffenburg  gesehen, was ein Hammerbrett! Sie spielten viele Songs von dieser Kultscheibe und ich habe mich mindestens 30 Jahre jünger gefühlt und konnte fast jede Textzeile mitgröhlen!
OZ – Fire in the brain: Kristallklare Produktion, oberkultiges Cover und  großartige Metal-Songs, die Dir sofort im Ohr hängenbleiben. Trotz geringer Spieldauer ein absolutes Muss für jeden Heavy Metal Fan, der auf 80er Mucke steht! Dieses Teil wird auf keinen Fall meine Top Five verlassen, ein Meisterwerk für die Ewigkeit!

Anvil – Forged in Fire: ANVIL zählen seit „Metal on Metal“ zu meinen absoluten Favebands, „Forged in Fire“ ist der zweite Brecher, den die Power-Metaller aus Kanada vom Stapel ließen (Das Debut „Hard & Heavy“ ist ok, aber kein Meilenstein!). Geiler Power Metal mit Speedeinschlägen und trotzdem teilweise sehr gefühlvoll. Hört euch einfach nur den Übersong „Free as the wind“ an! Leider haben es ANVILnie in den Metal-Olymp geschafft, verdient hätten sie es allemal!
Riot – Fire Down Under: Äußerst griffige Songs, spielerische Weltklasse und einen der genialsten Sänger, die ich je gehört habe! Wahrscheinlich das erste Power Metal Album überhaupt aus dem Jahr 1981! Mein absoluter Fave auf dieser Scheibe ist „Outlaw“, was für eine Heavy Metal-Hymne! 1982 sollten RIOTim Vorprogramm von OZZY spielen, ich hatte mich gefreut wie Bolle, doch dann spielte eine Band namens REVOLVER! Wer hat Filmmaterial aus dieser Zeit von RIOT? SOFORT her damit!

Line Up

Hier geht es zum ersten Teil: http://www.twilight-magazin.de/interviews/item/kultalben-%E2%80%93-scheiben-die-in-keiner-sammlung-fehlen-d%C3%BCrfen-%E2%80%93-teil-1.html

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