Korn – The Family Values Tour 2007

  • Datum: Mittwoch, 27 Juni 2007
  • Ort: Berlin - Zitadelle
  • Redakteur: Tobias Trillmich

Am 27.06.2007 war es soweit, das Korn Konzert in der Spandauer Zitadelle in Berlin stand kurz bevor. Da schon um 18:00 Uhr der Einlass begann, schnappten Marc und ich unsere Räder und fuhren geradewegs zur Zitadelle. Außer Korn standen noch Maintain und Maroon als Supporter auf dem Plan. Obwohl das Wetter nicht all zuviel versprach, da ständig neue Regenwolken im Anmarsch waren, ließen wir uns unsere Laune nicht verderben und gingen auf das recht große Gelände der Zitadelle. Umgeben von mehreren Buden wo man die Merchandise Produkte, Getränke und Essen kaufen konnte, hörte man auch schon die ersten Soundchecks der 1. Band. Wir waren doch eher erstaunt das es anscheinend so wenige Fans auf dieses Konzert getrieben hatte, obwohl ja bekannt war das Korn nur zwei Konzerte dieses Jahr in Deutschland hatte. Gegen 18:30 Uhr kamen Maintain die das Konzert dann eröffneten auf die Bühne und versuchten ihr bestes um die noch kleine Menge Fans in die richtige Stimmung zu bringen. Maintain gaben sich die größte Mühe, dennoch gelang es Ihnen erst mit den letzten drei Songs die Menge zu bewegen. Da weder Marc noch ich vorher etwas von dieser Band gehört hatten, waren wir gespannt was diese uns bieten würde. Die Metalcore Band bestehend aus fünf Niedersächsischen Bandmitgliedern konnte Anfangs nicht ganz überzeugen, dennoch legten sie eine saubere Show ab und gaben nach ungefähr 60 Minuten Spielzeit die Bühne an Maroon ab. Danach gab es bis ca. 19:15 Uhr fand dann ein kleiner Umbau auf der Bühne statt, was uns erst einmal die Gelegenheit gab uns noch einmal auf dem Gelände umzuschauen. Schnell bemerkten wir das doch noch einige Fans mehr den Weg in die Zitadelle gefunden hatten und wir dachten uns das es noch einmal mehr werden würden, sobald die Hauptband Korn ihren Einsatz hat. Dann um 19:20 Uhr nach einigen Soundchecks war es soweit und die ebenfalls fünf Bandmitglieder der aus Nordhausen (Thüringen) stammenden Metalcore Band Maroon betrat die Bühne und wurde auch erfrischender Empfangen als Ihre Vorgänger. Maroon waren Marc und mir bereits bekannt, von einem früheren Konzert wo sie mit Samael und Obituary auftraten. Maroon schafften es die Menge der Fans mit ihrem Metalcore zu bewegen und zu animieren. So ziemlich zum Ende der ca. 30 Minuten Spielzeit wurde die Menge auf Korn vorbereitet, indem man doch von Maroon aufgefordert wurde einige kleinere Korn Parolen zu rufen. Als sich Maroon dann von der Bühne verabschiedet hatten begann eine schier endlos scheinende Umbauphase. Man sollte meinen dass nach dem Umbau und den Soundchecks dann doch endlich mal die Hauptband auf die Bretter kommen würde, aber diese ließen sich Zeit und schienen die Geduld ihrer Fans zu testen. Inzwischen waren wirklich noch einige weitere Fans angekommen, dennoch mussten wir feststellen, dass es recht wenige waren (ca. 2500 – 3000). Dann endlich gegen 20:30 Uhr tat sich etwas. Die Menge wurde lauter und nach einigen Pfeiffkonzerten kam doch Jubel auf als 2 erst einmal unbekannte Leute die Bühne betraten. Später war dann klar dass diese 2 die Unterstützung für Korn waren. Es handelte sich dabei um einen Backgroundsänger und einen DJ für sämtliche Elektrobeats. Dann endlich kamen auch Jonathan Davis, Munky, Fieldy und der Joey Jordison auf die Bühne. Joey Jordison (der Schlagzeuger von Slipknot) sprang für den eigentlichen Korn Drummer David Silveria der eine momentan künstlerische Pause hat, man kann es wohl auch Urlaub nennen, ein. Schon bei den ersten Tönen des ersten Songs tobte die Menge, was sich auch über die anderen noch folgenden 16 Tracks, die hauptsächlich aus den älteren Werken stammten, nicht änderte. Zwischenzeitlich regnete es ab und an doch einmal, besonders auffällig war da irgendwie das es jedes Mal kurz anfing wenn ein neuer Titel angespielt wurde, es dann aber auch gleich wieder aufhörte. Korn spielten fast durchgängig ihr Best Of Album durch, bis auf einen Song der wohl laut Aussage von Jonathan Davis vom neuen Album „Untitled“ war. So ziemlich zur Mitte des Konzerts geschah dann das doch wohl doch für Korn typische. Jonathan Davis verließ kurz die Bühne und kam nach 2 Minuten mit einem Dudelsack zurück. Kaum auf der Bühne jubelte die Menge und ein kurzer Einsatz des Dudelsacks kam uns zu Ohren. Da weder Marc noch ich Korn je Live erlebt hatten, waren wir doch sehr erstaunt, was man allerdings positiv werten kann. Die Band verabschiedete sich nach knapp 90 Minuten von den Fans und schmiss noch ein paar Wasserflaschen, Flyer, die Drumsticks und das Schweißband des Sängers von der Bühne. Kaum waren die Jungs verschwunden und die Menge fing an sich aufzulösen begann es dann richtig zu regnen, so als wenn darauf gewartet wurde das alles vorbei ist. Auch wenn Maintain mich nicht ganz so überzeugen konnten, Maroon nur eine halbe Stunde spielten und Korn leicht den eindruckt machten als wenn sie keine richtige Lust haben, war es dennoch ein super Konzert und die doch 42 € haben sich für jeden gelohnt.

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