Pothead

  • Datum: Freitag, 19 Oktober 2007
  • Ort: Musikzentrum Hannover
  • Redakteur: Eric Ossowski

Eine der wenigen Bands, die verlässlich auf jeder Tour in Deutschlands Hardrock-Hauptstadt Hannover vorbeischauen, sind die in Berlin ansässigen Pothead. Nachdem sie dem kommerziellen Musikbusiness den Rücken gekehrt haben, Platten nur noch durch ihre eigene Firma veröffentlichen und Konzerte eigentlich nur noch an Wochenenden spielen, haben sie ihre völlig eigene Nische in der Rocklandschaft gefunden. Fernab jeglicher Trends macht das sympathische Trio einfach nur das, was es am besten kann: Rocken. Und so war das Musikzentrum an diesem Freitag auch sehr ansehnlich gefüllt, um der aufs Wesentliche reduzierten Musik Potheads zu lauschen. Die Band macht dabei auf der Bühne eigentlich wenig her. Wie immer im feinen Zwirn gewandet (akkurater Anzug mit Krawatte), ist Brad durch die Doppelbelastung Gitarre und Gesang zwangsläufig an den Mikroständer gefesselt und auch Bassist Jeff steht seitlich zum Publikum, als ob ihn das alles nichts anginge. Ansagen gibt es auch nach wie vor keine, ein lächelndes „Danke“ in den Pausen muss genügen. Dennoch schaffen es die Jungs wieder mal, eine tolle, entspannte Stimmung zu erzeugen (trotz Rauchverbots kreisten einige Reihen vor uns die aufgemotzten Kräuterzigaretten). Dem Charme von tollen Songs wie dem Opener „Rock Child“, „Satisfied“, „Stadium“, „Y-Road“ oder „Indian Song“ kann sich sowieso kaum jemand entziehen. Daher ist es eigentlich schade, dass Pothead an diesem Abend mit der für ihre Verhältnisse kurzen Spielzeit von insgesamt knapp zwei Stunden auskommen (nicht selten dauern ihre Gigs ja drei und mehr Stunden). Ob es daran lag, dass Brad zum Ende hin scheinbar einige stimmliche Probleme bekam und die durchdringenden Schreie nicht mehr ganz so kraftvoll klangen, vermag ich nicht zu beurteilen. Das Fazit kann dennoch einmal mehr nur positiv ausfallen, da es auch dieses Mal wieder Spaß gemacht hat, die Band live zu erleben.

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