Abyssthrone - Deathbringer

CD Reviews, Abyssthrone - Deathbringer

2015 sorgten die Harzer von ABYSSTHRONE mit “Necropolis Inferno”, einer morbiden Death Metal – Orgie, erstmals für Aufsehen. Es scheint, als sei das intensive und exzessive Schlachtfest nach seiner Fertigstellung ziemlich aus dem Ruder gelaufen zu sein. Denn der Keller des abgelegenen ABYSSTHRONE-Anwesens quoll zwischenzeitlich über vor menschlichen Überresten. Darunter wohl auch Drummer Oeft, und Gitarrist Sörensen, die vermutlich im übereifrigen Sound-Gemetzel zwischen die Folterinstrumente in der dunklen Keller-Kammer gekommen sind...
Während sich Hollstein mittlerweile sämtlicher Gitarren angenommen hat, ist mit Beutler ein neuer Schlagwerker ins äußerlich unauffällige musikalische Anwesen eingezogen. Und wer das Quartett heuer freiwillig oder unfreiwillig besucht, der wird gewahr, dass im Erdgeschoss der schein gewahrt wird. Die Tür zum Keller liegt versteckt und verbarrikadiert. Man gibt sich alle Mühe, den modrigen Geruch des Todes, der dann und wann durchs Haus zieht, zu kaschieren. Während die “Deathbringer”-WG ebenerdig ein unauffälliges Dasein fristet, stehen die Instrumente des Todes ein Stockwerk höher poliert, während die gefliesten Böden nur darauf warten, eine ähnlich menschenverachtende Sauerei wie einst zu “Necropolis Inferno”-Zeiten zu verhindern.

“Deathbringer” nimmt den verlorenen Gast des Hauses zunächst mit der blutroten Dismember-Träumerei “Paid By The Reaper” in Empfang. Die Melodien mögen betören, doch spätestens mit dem avantgardistischen Death Metal-Brückenschlag zur Debut-EP “Chapter ll – Necropolis Inferno” ist Schluss mit lustig. “Endless Stream Of Blood” startet als mörderischer Midtempo-Banger und steigert sich zu einem abwechslungsreichen Todesstahl-Massaker. Und “Engraved Into Iron Heights” macht deutlich, wie routiniert ABYSSTHRONE heuer das große Sezierbesteck des klassischen Death Metal beherschen: von mörderischen Double-Bass Attacken, geschickt verschleppten Tempi, dem Wildern in Doom-Gefilden mit technisch versierten Breaks, von harmonischen Melodien bis hin zu disharmonischen Leads.

Der transparente aber kraftvolle und knackige Sound sowie das abwechslungsreiche Songwriting markieren einen satten Schritt in der Entwicklung von ABYSSTHRONE. Einmal mehr liefert das Kollektiv eine Ode an das EP-Format und eine zeitlose Underground-Perle ab.


ABYSSTHRONE - Deathbringer-EP _ Youtube:




ABYSSTHRONE im Interview mit dem Twilight Magazin 2016 - Es muss nicht immer originell sein...

https://www.twilight-magazin.de/interviews/item/abyssthrone-es-muss-nicht-immer-originell-sein.html

Line Up

Beutler - Drums
Bergner - Bass Guitar
Hollstein - Guitar
Slotahr - Vocals

Tracklist

1. Paid By The Reaper
2. Chapter ll – Metropolis Inferno
3. Endless Stream Of Blood
4. Engraved Into Iron Heights

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