ACCEPT – Too Mean To Die

CD Reviews, ACCEPT – Too Mean To Die

Sind einfach nicht totzukriegen: ACCEPT. Corona bedingt musste der Release von „Too Mean To Die” vom 15.1. auf den 29.1. verschoben werden, so dass der geneigte Fan bereits mehr als genug Gelegenheit hatte, um alles Wissenswerte über Album Nummer 15 nachzulesen, da vom Metal Hammer, über Rock Hard und Deaf Forever bis hin zur Ostseezeitung jede Gazette mit nahezu identischen Fragen auf Galionsfigur Wolf eininterviewte.
Insofern müssen wir hier nicht mehr klären, dass „Zombie Apocalypse“ und „Ovenright Sensation“ in Anlehnung an „Analog Man“ mit modernen Medien und deren Auswirkungen ins Gericht gehen. Wir wissen, dass irgendjemand „The Undertaker“ mit „Der Unternehmer“ übersetzt hat, es sich aber um einen eher düsteren Song handelt. Wen Mark bei „Sucks To be You“ im Sinn hat, erfahren wir hingegen nicht, und dass Hoffmann hier und da seine Vorliebe für Klassik würde einfließen lassen, war ja ohnehin absehbar.
Doch zur Musik: Nachdem ich „The Rise of Chaos“ als erste Scheibe der Tornillo-Ära gekauft hatte, habe ich mich nun auch zum Pre-Order von „Too Mean To Die“ hinreißen lassen. Dabei war ich nicht ganz sicher, ob sich diese Investition auch lohnen würde.
Mit „Zombie Apocalypse“ hatte es ja einen ersten Vorgeschmack gegeben und nach wie vor bin ich nicht überzeugt, dass das Einstiegsriff ein echter Türöffner für das Album ist. Das etwas gewollt opulente Riff ginge zwar bei einer Dorfband als passender Einstieg für die Show im Jugendzentrum durch, bei ACCEPT klingt es jedoch etwas uninspiriert. Gott sei Dank entwickelt sich der Song im weiteren Verlauf aber positiv und die Gitarren-Licks im letzten Drittel entschädigen dann für den lahmen Einstieg.
Das titelgebende „Too Mean To Die“ ist ein gutklassiger Powertrack á la ACCEPT, doch das erste wirkliche Highlight kommt sicherlich mit „Overnight Sensation“, einem eingängigen Stampfer mit Mitgrölpotential. Auch das schnelle „No Ones Master“ gefällt, bevor „The Undertaker“ doch eher an GRAVE DIGGER erinnert, als an ACCEPT. Aber das ist ja auch nicht die schlechteste Referenz. „Sucks To Be You“ könnte auch aus der DIRKSCHNEIDER-Ära stammen. „The Best Is Yet To Come“ wurde im Vorfeld bereits von der Musikpresse in den Himmel gelobt. Tatsächlich gefällt die kraftvolle Ballade und Tornillo überzeugt hier auch gesanglich mit warmen Tönen. Den Vergleich mit dem gleichnamigen SCORPIONS Song will ich hier allerdings nicht vertiefen. „How Do We  Sleep“ ist so etwas wie ACCEPTs „Beds Are Burning”, wobei der MIDNIGHT OIL Klassiker den Test der Zeit bereits problemlos überstanden hat und „How Do We Sleep“ in dieser Hinsicht vielleicht den Kürzeren ziehen könnte. „Not My Problem“ klingt hingegen ebenso dreckig wie es der Songtitel erfordert.
Viele von uns kennen Samson vielleicht eher als haarigen Partner von Tiffy, Hoffmann hingegen hat sich „Samson and Delilah“ als metal-klassischen Rausschmeißer ausgesucht. Geht in Ordnung.
Mit „Too Mean To Die” liefern ACCEPT ein weiteres gelungenes Album ab, welches auch eine Reihe von potenziellen Band-Klassikern enthält. Echte Ausfälle gibt es eigentlich nicht, die Rangliste der Songs dürfte wie immer vom Geschmack des einzelnen Fans abhängen. Für mich stehen „Overnight Sensation“ und „No Ones Master“ ganz oben.





Line Up

Bass - Martin Motnik
Gesang - Mark Tornillo
Gitarre - Wolf Hoffmann
Gitarre - Philip Shouse
Gitarre - Uwe Lulis
Schlagzeug - Christopher Williams

Tracklist

1. Zombie Apocalypse 5:35
2. Too Mean To Die 4:21
3. Overnight Sensation 4:24
4. No Ones Master 4:10
5. The Undertaker 5:37
6. Sucks To Be You 4:05
7. Symphony Of Pain 4:39
8. The Best Is Yet To Come 4:47
9. How Do We Sleep 5:41
10. Not My Problem 4:21
11. Samson And Delilah 4:31

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