Aphonic Threnody - The Great Heatred

CD Reviews, Aphonic Threnody - The Great Heatred

Dieser Herbst scheint ein doomiger zu werden. Denn es steht die Veröffentlichung so einiger bemerkenswerter Doom-Metal-Alben an. Eines davon ist von APHONIC THRENODY, einer Band, hinter der sich Riccardo Veronese (TOWARDS ATLANTIS LIGHTS, DEA MARICA) und Juan Escobar C. (ARRANT SAUDADE) verbergen und die sich zum Ziel gesetzt hat, wehmütige Melodien, schwermütige Riffs und atmosphärische Intensität auf ein neues Level zu heben.

Besonderes Augenmerk sollte dabei immer auf den titelgebenden Track des Longplayers gelegt werden, der ja sozusagen dessen Aushängeschild ist. 'The Great Hatred' beginnt zunächst überaus düster und verbreitet eine unwirtliche, raue, fast schon hoffnungslose Stimmung, die in einem Auf- und Ab der Gefühle gekonnt variiert wird und gut dosiert auch etwas Platz für melodische Hoffnungsschimmer lässt. Fast schon eine eigene Symphonie im Kleinen. Hammer!

Trotz aller Melancholie verbreitet 'Drowning' eine fast schon frohgemute, feierliche Stimmung, auch wenn es hier natürlich die obligatorischen, entschleunigten, epischen und wehmütigen Passagen gibt. In 'The Rise Of The Phoenix' wird dem epischen Moment noch mehr Platz eingeräumt, gleiches gilt für die überaus grenzenlose Atmosphäre. Phasenweise lassen auch MAJESTIC DOWNFALL grüßen. Der Rausschmeißer besticht durch sein höheres Maß an Martialität, der Opener 'Locura' durch seine überaus gelungene Mischung aus doomiger Düsternis, aus brachialer Intensität und mitreißender Melodiosität. 'Interogation' schließlich vereint noch einmal in eindrucksvoller Art und Weise alle Essentials der Band, bisweilen schimmert auch die riffige Straightness von GHOST BRIGADE durch.

Fazit: Die atmosphärischen Doom-Metaller von APHONIC THRENODY legen mit „The Great Hatred“ einen überaus gelungenen Longplayer vor, der vor allem aufgrund seiner epischen Intensität, seiner düsteren Brachialität und seiner melodischen Wehmut zu überzeugen weiß. Fans von MAJESTIC DOWNFALL, MY DYING BRIDE oder OFFICIUM TRISTE sollten unbedingt einmal reinhören.

Line Up

Riccardo Veronese (Towards Atlantis Lights, Dea Marica) - Guitars
Juan Escobar C. (Arrant Saudade) - Vocals, Bass, Guitar & Keys

Tracklist

1. Locura
2. Interrogation
3. The Great Hatred
4. Drowning
5. The Rise of the Phoenix
6. The Fall

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