Ashes You Leave - Desperate Existence

CD Reviews, Ashes You Leave - Desperate Existence

  • Ashes You Leave - Desperate Existence
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  • Erstellt am: Montag, 18 November 2002
  • Label: Morbid Records / SPV
  • V.Ö.: 18 November 2002
  • Bewertung: Ashes You Leave - Desperate Existence
  • Redakteur: Marc Stoffregen

Soso, Kroatien hat also nicht nur die bessere Nationalmannschaft als Deutschland, sondern auch die fähigeren Gothic-Acts. Das habe ich mir jedenfalls beim Durchblättern unserer letzten Ausgabe gedacht, wo der gute Hübi von dem Vorgänger dieses Albums geschwärmt hat.

Mir bleibt ja dieser angebliche Genuß bis heute vergönnt. Doch kommen wir zur Band. Ashes You Leave sind, wie zu Beginn angedeutet, Kroaten, was schon mal ziemlich ungewöhnlich ist, war ich doch bis jetzt noch nicht über eine derartige Musik-Szene dort informiert. Die Sieben-Mann-Kapelle zelebriert auf ihrem fast einstündigen Werk „Desperate Existence“ zauberhaufte Musik, die geradezu zum Entspannen einlädt. Das Hauptohrenmerk gilt es hier, der Flöte und der Violine zu schenken, sowie der Sängerin Dunja, die zwar ihre gesanglichen Qualitäten hat, mein Nervenkostüm jedoch bei Lied 5 durch ihr Gejaule, fast zum Zerplatzen bringt. (Damit könnte sie Gläser zum Zerspringen bringen.) Dieses Album ist sicherlich nichts für Leute, die immer gut drauf sind, so wie z.B. Kollege Zwingelberg, dem die Bedeutung des Wortes Melancholie fremder ist als mir das Weltall. Meiner Meinung nach habe ich es hiermit einem sehr positiven Album zu tun. Man sollte es am bestem vor´m Einschlafen hören, da es seine Wirkung (Damit ist nicht gemeint, daß ich nach 5 Minuten wegratze!) hierbei voll entfalten kann. Fast alle 8 Stücke, die teils ziemlich lang geraten sind, mich deshalb auch ein wenig an My Dying Bride erinnern, haben weder Ecken noch Kanten. Die Songs sind gut durchstrukturiert, so das auch beim zehnten Durchlauf neue Details zum Vorschein kommen. Durch Dunja´s supernerviges Gequieke bei oben erwähntem Lied, gibt´s allerdings 1,5 Punkte Abzug. Deshalb zum Schluß noch ein kleiner Tip an Euch: Spult die Gesangsparts einfach vor oder überspringt das Lied. Es ist ohnehin das schwächste (das einzig schwache) der CD. Ansonsten dürfen alle manisch Depressiven einen Testdurchlauf wagen; auch Fans der Band Elend sollten dies riskieren. Ach ja, vielleicht noch ein allerletzter Hinweis: Das Album sollte mehrmals hintereinandergehört werden, da es nämlich beim oberflächlichen Anspielen (einfacher Durchlauf) oder Nebenbeihören sein könnte, daß ihr „Desperate Existence“ nicht so viel abgewinnt; ging mir anfangs schließlich genauso.

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