Behemoth - I loved you at your darkest

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Auf kaum ein anderes Album hat die Metal-Welt im Jahr 2018 wohl mit mehr Spannung gewartet, als auf den neuen BEHEMOTH-Output. Würde die Band das Niveau des fulminanten und schon vier Jahre alten Vorgängers „The Satanist“ halten können?
  • Behemoth - I loved you at your darkest
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  • Erstellt am: Freitag, 05 Oktober 2018
  • Label: Nuclear Blast
  • V.Ö.: 05 Oktober 2018
  • Bewertung: Behemoth - I loved you at your darkest
  • Redakteur: Martin Storf
  • Spielzeit: 46:41 min
Die Band und Nuclear Blast legten sich im Vorfeld mächtig ins Zeug, um die Vorfreude zu steigern. So wurden diverse Teaser-Videos und Songschnipsel veröffentlicht und BEHEMOTH spielten auch schon den einen oder anderen Song live auf ihrer Festivaltour. Etwas gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall schon mal der Name „I loved you at your darkest“, der eher zu HIM passt, als zu knallhartem Black Metal. Doch wer nun schwülstige Liebeslieder mit Gothic-Touch erwartet, liegt zum Glück falsch.

Nach dem Intro werden dem Hörer die schon bekannten zwei Songs „Wolves Ov Siberia“ und „God = Dog“ präsentiert. Was dabei gleich auffällt, ist der noch einmal angezogene Härtegrad gegenüber dem Vorgänger. Der Synthie- und Akustikpart wurde zurückgefahren, ohne jedoch die Komplexität zu reduzieren.

Natürlich bekommt auch die Kirche wieder ihr Fett weg, am offensichtlichsten wohl bei „Ecclesia Diabolica Catholica“, das themenbezogen die großen Mönchschöre wieder mit an Bord hat. Trotzdem zündet es nicht so wie beispielsweise „O Father O Satan O Sun“ vom Vorgänger. Das gilt auch für experimentellere Stücke wie „Havohej Pantocrator”, die eine neue BEHEMOTH-Seite zeigen. Auf anderen Stücken, ganz besonders bei "Bartzabel", hat Frontmann Nergal sich wohl auch von seinem Nebenprojekt ME AND THAT MAN inspirieren lassen und schlägt eine rockigere Seite an.

Auf jeden Fall haben die Polen hier ein sehr abwechslungsreiches Album in gewohnt hoher Qualität gestaltet, das ein paar mehr Umläufe brauch. Das Hitpotential ist dadurch jedoch auch gesunken und kommt nicht an „The Satanist“ heran, die Speerspitze des satanischen Black/Death Metals bleiben sie jedoch unangefochten.

Line Up

Nergal - Gitarre, Gesang
Inferno - Schlagzeug
Orion - Bass

Tracklist

1. Solve    
2. Wolves ov Siberia   
3. God = Dog   
4. Ecclesia Diabolica Catholica   
5. Bartzabel
6. If Crucifixion Was Not Enough...   
7. Angelvs XIII   
8. Sabbath Mater
9. Havohej Pantocrator    
10. Rom 5:8
11. We Are the Next 1000 Years    
12. Coagvla