Billy Bio – Feed The Fire

CD Reviews, Billy Bio – Feed The Fire

Nachhaltigkeit, Regionalität, ökologischer Fußabdruck, ökologisch-ökonomische Balance – alles Dinge die uns im Zusammenhang mit “Feel The Fire” kein Stück weiterhelfen. Auch wenn BILLY BIO nach einem neuen Superfood-Getränk aus der „Höhle der Löwen“ klingt, so verbirgt sich dahinter kein Geringerer als BIOHAZARDs Billy Graziadei.
Mit BIOHAZARD feierte Billy in den 90er Jahren riesige Erfolge und das Album „Urban Discipline“ gehört sicherlich zu den wegweisendsten Alben der frühen 90er. Das Spätwerk der Herren aus Brooklyn interessierte mich dann zunehmend weniger und da es anderen Fans offenbar auch so ging, entschied sich Bandkollege Evan Seinfeld irgendwann lieber mit seiner damaligen Frau Terra Patrick Erwachsenenfilme zu drehen. Hart und schmutzig klingt nun auch das erste Soloalbum von BILLY BIO, der in den dreizehn Songs schnurstracks mit dem Oldschool Bus in Richtung eigener musikalischer Vergangenheit brettert. Songs wie das eingängige „Generation Z“ haben auch heute noch das Zeug dazu die Herzen der Kids zu erobern. Und mit heftigen Riffs wie in „STFU“ oder „Rise and Slay“ fischt der Ami im Gewässer seiner Genrekollegen von MADBALL & Co. That’s Hardcore! Billy findet auf „Feel The Fire“ genau die richtige Mischung aus groovenden Riffs, punkigem Arschtritt und pulsierenden Hüpfrhythmen, um jedes Publikum in einen brodelnden Hexenkessel zu verwandeln. Während das erste Drittel der Scheibe  - allen voran „Generation Z“ - vielleicht die kommerziell erfolgversprechendsten Songs enthält, wird spätestens mit dem Rausschmeißer „Disaffected World“ deutlich, dass Billy hier nicht auf die Mode-Kiddies geschaut hat, sondern sich und seiner Biografie zu 100% treu geblieben ist.
BILLY BIO zeigt sich auf „Feel The Fire“ nicht nur auf dem Cover kämpferisch, sondern versprüht auch mit jedem Song Energie und Kampfgeist. Brooklyn, New York meldet sich mit diesem Release zurück auf den Plattentellern der 90er Jahre Hüppe-Metal Generation. Und die Songs sind zweifellos gut genug, um auch im 21. Jahrhundert begeisterte Anhänger zu finden!