Black Stone Cherry - Black To Blues Vol. 2

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"Black Stone Cherry" haben wiedermal den Blues. Nach der ersten Blues-EP "Black To Blues" aus dem Jahr 2017 wird im November 2019 nun die "Black To Blues Vol. 2" veröffentlicht.

"Black Stone Cherry" kommen aus Kentucky, USA, was man geographisch weitestgehend den Südstaaten zuordnen kann. Ich bin kein "BSC" Fan, jedoch kenne ich den Sänger und Gitarristen der Band Chris Robertson durch seine Aktivität im Markenprofil des Gitarrenherstellers auf Facebook, dessen Gitarren er spielt. Zudem er auch ein eigenes Signature-Modell bekommen hat. Da ich selber zwei Gitarren dieses Herstellers besitze, jenes Chris Robertson Modell mal auf einer Messe in Ibbenbüren antestete, habe ich aber schon Berührungspunkte mit "BSC". Chris Robertson nimmt sich Zeit für Interaktion mit anderen Gruppenmitgliedern dieser Facebook-Gruppe oder "BSC"-Fans, die ihre persönliche Chris Robertson Signature-Gitarre zu Konzerten schleppen, um sie mit seinem Autogramm verzieren zu lassen. 
Ich habe zwar ein paar Alben von "BSC". Für mich sind sie vom Sound und Stil her sowas wie Nickelback für Rednecks, die mit Latzhosenjeans, Karohemden oder weißem Feinripphemd, Cowboyhut, Tattoos in ihren Jeeps durch die Landschaft gurken. Insgesamt sehr massenkompatible harte Musik im Drop D Tuning. Da birgt es natürlich einige Gefahr, wenn man Dinge veröffentlicht, die abseits vom gewohnten Klangbild sind. Bietet in meinen Ohren die EP von 2017 Bluescover im deutlich hörbaren "BSC"-Gewand, hat die Band - mit Gastmusiker Yates McKendree an der Orgel, der der Sohn des bekannten US-Keyboarders Kevin McKendree ist, welcher für Brian Setzer und Delbert McClinton die Tasten bedient - ihren typischen Sound ausgedünnt und klingen damit puristischer nach Blues und nicht bombastisch.
Ausgesucht für Coverversionen hat man sich Lieder von Otis Rush, Freddie King, Son House, Chester Arthur Burnett, Elmore James und Robert Johnson. Sehr gefällig arrangiert ist das alles, im Vergleich zu 2017 hat man die Zerre an den Gitarren weiter reduziert, so dass man weiter weg kommt vom eigenen "normalen" Sound. 
Yates McKendrees Spiel dient der Gesamtstimmung, da zum guten Blues eine Hammond Orgel nicht fehl am Platze ist. 
Was mir gut gefällt ist Chris Robertsons Stimme, die mir zum Blues-Genre besser passt, als es bei anderen gegenwärtigen Blues-Vertretern der Fall ist, weil deren Stimme zu weich oder/und zu klar ist (z. B. Joe Bonamassa, Aynsley Lister). 
Fazit: Ob richtige Blueser den Ausflug "BSC"s gut finden, will ich nicht abschätzen, ich finde ihn allemal hörenswert, auch - weil der Blues irgendwie auch die Wurzel des Hardrock und Metal ist und eine Verneigung vor der Vergangenheit daher nicht falsch ist.  
 

 

 

 

 

 

Line Up

Chris Robertson - Gitarre & Gesang
Ben Wells - Gitarre & Gesang
Jon Lawhon - Bass
John Fred Young - Schlagzeug
Yates McKendree - Orgel (als Gastmusiker)

 

Tracklist

1. Big Legged Woman [by Freddie King]
2. Me & The Devil Blues [by Robert Johnson]
3. All Your Love (I Miss Loving) [by Otis Rush]
4. Down In The Bottom [by Chester Arthur Burnett]
5. Early One Morning [by Elmore James]
6. Death Letter Blues [by Son House]
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