Born From Pain - Dance With The Devil

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"Dance With The Devil". Das scheint mir zunehmend auch das Motto unserer Kollegiumsfeiern zu sein, zumindest vom Morgen danach aus betrachtet. Der ist dann oftmals auch ziemlich "Hardcore". Diesem Genre haben sich auch BORN FROM PAIN verschrieben und das schon seit dem Sommer des Jahres 1997.

Sozialisiert und beeinflusst vom Bay Area und dem deutschen Thrash Metal sowie dem New Yorker Hardcore der 80er Jahre, vom 90er Death Metal aus Florida und Birmingham sowie dem NYC Crossover und somit von Bands wie MERAUDER, BOLT THROWER, OBITUARY, TESTAMENT oder SLAYER waren BORN FROM PAIN eine der ersten europäischen Bands, die eine Mischung aus Crossover und Hardcore spielten. Über die Jahre sind die Jungs, trotz einiger Line-up-Wechsel, ihrem Stil in bewundernswerter Weise treu geblieben und haben allen süßen Verlockungen des modernen Metals widerstanden, da geht es BORN FROM PAIN ähnlich wie dem Kollegen Zwingelberg und mir.

Und so können die Harcore-Veteranen auch auf ihrem neuesten Longplayer mit ihren typischen Trademarks mehr als überzeugen. Brutale Grooves treffen auf dynamische Riffs und aggressive Breakdowns, und dieser Sound wird mit Texten voller Zorn, Frustration, Melancholie und sozialer Kritik garniert.

Da gibt es dann neben der "Pissed-off-Hymne" 'Roots', in der in bester OBITUARY-Manier vor dem Hintergrund hammermäßige Riffs der Ärger, der Zorn, die Aggressivität vocalmäßig richtig rausgekotzt wird, aufrüttelnde, mitreißende Powersongs mit einem Mehr an melodischer, refrainmäßiger Eingängigkeit wie dem titelgebendem Track 'Dance With The Devil', wahre breakdownige Groovemonster ('Nomad'), eher thrashig-angehauchte Tracks wie 'Cause And Effect' oder "Mitgröl-" und "Raise-your-fist"-Kracher ('Chokehold').

Allein diese kleine Auswahl an Songs macht schon deutlich, wie abwechslungsreich der Sound darüber hinaus auch noch daherkommt, ein überzeugender Beweis der These, dass man auch innerhalb ohne Innovationen und Experimente ein überaus vielseitiges, mitreißendes und zeitgemäß klingendes Album erschaffen kann. Da ist dann traditionell das neue revolutionär!

Kurz: Die Hardcore-Veteranen von BORN FROM PAIN stellen wieder einmal unter Beweis, dass sie unbestreitbar zu den Spitzen ihres Genres zählen und mit ihrem dynamischen Grooves, ihren brillianten Riffs und ihrer eingängigen Power für einen Sound stehen, der den neuen Longplayer in den Hardcore-Olymp katapultiert.

Line Up

Rob – Vocals
Dom – Guitar
Servee - Guitar
Max - Drums

Tracklist

01. As Above, So Below 
02. Cause And Effect
03. Eye In The Sky
04. Truth Of The Streets
05. Chokehold
06. Lone Wolf
07. Dance With The Devil
08. Roots
09. Bleed The Poison
10. Stand Free
11. Nomad
12. Hidden Track