Born From Pain - True Love

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Schon die alten Römer wussten: Militiae species amor est.“: Liebe ist eine Art Kriegsdienst. Dann kann es sich bei wahrer Liebe ja nur um eine Steigerung derselben handeln. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass BORN FROM PAIN ihr neues Opus „True Love“ genannt haben. 

Und wie Amors Pfeil direkt ins Herz geht und sofort seine Wirkung entfaltet, so durchflutet auch der Heavy Hardcore ohne Zögern den gesamten Körper des Zuhörers und bemächtigt sich seiner Sinne, ohne ihn je wieder loszulassen. Denn ein Mehr an Dynamik, Kraft, Power und Intensität ist kaum vorstellbar. So lässt die unverwechselbare Mischung aus thrashiger Energie, tiefgründer Grooviness und einer gehörigen Portion aus leidenschaftlichen, zornigen und wütenden Angepisstseins so einige Genregrößen aus New York oder Florida alt und runzelig aussehen.

Nicht unüberlegt ist zudem die Anordnung der Songs, denn sowohl der Opener 'Glück Auf' als auch der Rausschmeißer 'Marching To The Beat Of Death' entpuppen sich als intensive Thrashmonster, allerdings in instrumentaler Version, abgesehen von dem kurzen niederländischen Bericht am Ende des Erstgenannten. In 'Antitown' wird noch einmal eine Schippe in Puncto Brutalität draufgelegt, zudem wird die Piss-Of-Attitüde durch grölige chorale Passagen unterstrichen.

'New Beginnings' besticht durch seinen mitreißenden Crossover-Charakter, auch im Hinblick auf die Gesänge. Der Titeltrack 'True Love' überzeugt durch seine unentrinnbaren Riffs, 'End Of The Line' kommt musikalisch um einiges dichter daher, wohingegen 'Life Forever' eine überaus melodische Hymnik sein Eigen nennt. 'Bombs Away' ist nicht weniger eingängig, die Eingängigkeit liegt aber eher an der choralen Vielstimmigkeit. 'City Nights' ist ein wahres Grooveinferno, Ähnliches gilt auch für 'Suffocate' und 'Rebirth'. Bei 'Unstoppable' schließlich steht noch einmal fliehende Dynamik im Verein mit aggressiver Nachdenklichkeit im Mittelpunkt, ebenso wie musikalische Vielfältigkeit. Hammer!

Fazit: BORN FROM PAIN demonstrieren mit ihrem neuen Longplayer „True Love“ in eindrucksvoller Manier, dass Hardcore in seiner thrashigen und crossoverigen Variante nichts von seinem wirkungsmächtigen Zauber verloren hat und überaus authentisch, tiefgründig und frisch klingen kann. Also ein Fall für „wahre Liebe“!

Line Up

Vocals - Rob Franssen
Guitar - Dominik Stammen
Bass - Tommie Gawellek
Guitar - Stefan van Neerven
Drums - Max van Winkelhof

Tracklist

01. Glück Auf
02. Antitown
03. New Beginnings
04. True Love
05. End Of The Line
06. Life Forever
07. Bombs Away
08. City Nights
09. Suffocate
10. Rebirth
11. Unstoppable
12. Marching To The Beat Of Death