Centinex - Death Into Pieces

CD Reviews, Centinex - Death Into Pieces

Vier lange Jahre musste man auf den Nachfolger des phänomenalen „Doomsday Rituals“ warten und in dieser Zeit ist auch einiges passiert. Denn von der 2016er-Besetzung ist einzig und allein Martin Schulman geblieben, der allerdings nicht nur aufgrund seines Wirkens bei DEMONICAL ein Garant dafür ist, dass der von CENTINEX eingeschlagene Weg nicht in die Irre führt.

Gespannt durfte man allerdings darauf sein, wie stark der Verlust von Alexander Högbom (OCTOBER TIDE) hinter dem Mikro ausfallen würde. Aber wider Erwarten konnte mit Henrik Andersson adäquater Ersatz gefunden werden. Kein Wunder, kann er doch ebenso wie die beiden anderen neuen Mannen Jörgen Kristensen und Florian Rehn auf einschlägige musikalische Erfahrungen in der Szene zurückgreifen.

Und so steht „Death Into Pieces“ seinem Vorgänger in nichts nach, vielleicht spürt man sogar noch einen Funken mehr an Spielfreude. Hammermäßige Riffs walzen in in 'Beyond The Dark' alles nieder, die sich mitunter überschlagenden Vocals tun dann noch ihr Übriges, um diese genuin eigene Death-Metal-Atmosphäre zu erschaffen. Richtig groovig wird es dann in 'Sacrifice'. Herrlich, denn trotz des mittleren Tempos verrichtet hier die metallende Dampfwalze kompromiss- und erbarmungslos ihr infernales Werk. Weltklasse!

In 'Skin Turning Grey' schnauft phasenweise auch die gute alte Rifflokomotive, während der Opener in puncto Tempo und Brutalität noch eine Schippe drauflegt. Fast schon todesmetallisch eingängig ist 'Derilict Souls', wohingegen 'Gods Ends Here' durch seine dynamische Martialität besticht. Ähnliches gilt für 'Tomb Of The Dead' und 'Human Torch'. Dass CENTINEX wirklich in den Riff-Olymp gehören, stellen sie dann noch einmal in dem instrumentalen 'Pieces' und dem darauf folgenden 'Cauterized' eindrucksvoll unter Beweis. Hammer!

Kurz: Die schwedischen Todesmetaller von CENTINEX zeigen in eindrucksvoller Manier, dass ein Line-up-Wechsel zu einem Mehr an wahrnehmbarer Spielfreude führen kann und nicht zu einem Weniger an bekannter Qualität führen muss. Denn die Schweden zelebrieren in erfrischender Art und Weise ihren genuin eigenen Death Metal der alten Schule, der durch seine infernalen Riffs und seine mitreißende Groovigkeit eine ungeahnte, unentrinnbare Anziehungskraft entfaltet.

Tracklist

01. Only Death Remains
02. Derelict Souls
03. God Ends Here
04. Tomb Of The Dead
05. Human Torch
06. Pieces
07. Cauterized
08. Beyond The Dark
09. Sacrifice
10. Skin Turning Grey

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