Chez Kane – Powerzone

CD Reviews, Chez Kane – Powerzone

Wer bei dem Albumtitel „Powerzone“ eher an POWERWOLF als an LEE AARON denkt, und bei wem das Coverartwork keine Erinnerungen an LITA FORD wachruft, der muss hier eigentlich nicht mehr weiterlesen. CHEZ KANE ist die Wiedergeburt des 80er Jahre Hardrock, wobei Mastermind Danny Rexon dieses Mal die Vintageschraube bis an die Grenze der Belastbarkeit angezogen hat.
Mit gleich drei Singles/Videos wurde die Hörerschaft dieses Mal im Vorfeld der Veröffentlichung getriggert: „I Just Want You“, „(The Things We Do) When We’re Young In Love“ und „Love Gone Wild“. Während man sich bei dem krachenden „I Just Want You“ optisch noch an CHER oder ALANNAH MYLES erinnert fühlte, war spätestens bei der zweiten Videoauskopplung klar, dass KANE und Rexon dieses Mal die 80er Karte bis an die Grenze der Belastbarkeit ausspielen würden: Strapse, Glitzer, Stiefel und Jane Fonda-Gedächtnis Aerobic Outfits. Da fragt man sich etwas, wieviel davon auf KANEs eigenen Mist gewachsen ist und wieviel ihr aus dem Hintergrund eingeflüstert wurde. Na ja, aber auch das wäre ja irgendwie typisch 80er…
Doch zur Musik. Wie gesagt hat mich die erste Single „I Just Want You“ total geflasht, zumal man sich bei der Akzentuierung des Chorus gegen die offensichtliche Betonung entschlossen hat. Gefällt. Auch „Love Gone Wild“ schließt an den Stil des Debüts an. Der titelgebende Track ist ein flotter Uptempo-Rocker mit gutem Refrain und auch „I‘m Ready (For Your Love)“ kann mit treibenden Gitarren und druckvollen Drums überzeugen. „Nationwide“ ist die Reinkarnation des 80er Jahre Stadionrocks. Und mit „Streets of Gold“ gibt es natürlich auch die obligatorische Power-Ballade, bevor das fast 9minütige „Guilty of Love“ den Logplayer abschließt.
Mit dem Einsatz vom Saxophon („love Gone Wild“, wird der 80er Jahre Touch nochmal unterstrichen. Stimmlich gefällt mir CHEZ KANE am besten, wenn sie rockig losröhrt. Stellenweise erinnert die Britin auch etwas an die junge BRINTEY SPEARS und quiekt mir zu sehr rum (z. B. in der Strophe von „I Just Want You“) – wohl ein Zugeständnis an die Rockradios.
Mit „Powerzone“ liefert CHEZ KANE einen starken Nachfolger zu ihrem Debüt ab. Jedoch fehlt dem Zweitwerk etwas die Unbekümmertheit des Debüts, da manches Arrangement, manche stilistische Entscheidung doch etwas zu zwanghaft 80s wirkt. Etwas weniger wäre vielleicht an diesen Stellen doch mehr gewesen. Nichtsdestotrotz ist „Powerzone“ natürlich eine Kaufempfehlung für alle Fans von LEE AARON, VIXEN, HEART und ROBIN BECK – aber auch von ROXETTE, HUEY LEWIS und sogar JENNIFER RUSH oder TINA TURNER. Frauenpower im grellen Aerobic-Anzug.

Line Up

Chez Kane - Vocals
Danny Rexon - All Instrumentation

Additional Musicians:
Jesse Molloy - Saxophone

Tracklist

I Just Want You
(The Things We Do) When We’re Young In Love
Rock You Up
Love Gone Wild
Children Of Tomorrow Gone
Powerzone
I’m Ready (For Your Love)
Nationwide
Streets Of Gold
Guilty Of Love
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.