Cliteater - From Enslavement to Clitoration

CD Reviews, Cliteater - From Enslavement to Clitoration

Außer dieser Platte gibt es nichts Neues im Hause CLITEATER; das werden einige gut und viele schlecht finden.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wie selbst innerhalb der Szene um diese Band gestritten wird. Auf dem letzten Swamp Fest hat eine Band abgesagt, weil CLITEATER gespielt haben. Natürlich hat die Szenepolizei erst spät entdeckt, wie wenig PC die Porngrinder sind und dann auch noch versucht einen Shitstorm loszutreten – das ist für mich armselig. Man Leute, wie könnt ihr von einem Genre, das auf das Austesten von Grenzen und Extremen aus ist, Texte aus, der Emma als Lyrics erwarten? Ich ziehe Bands wie die auf dem Cover und im Titel zitierten NAPALM DEATH eindeutig vor, haben sie musikalisch und textlich doch mehr auf dem Kasten. Den Untergang des Abendlandes werden CLITEATER auch mit diesem Album nicht einleiten. Wer die Holländer live gesehen hat, weiß, dass die mit Spaß an die Sache herangehen und weit davon entfernt sind, sich und die Texte zu ernst zu nehmen. Es ist halt eine Show. Die nicht als satirisch überzogen zu erkennenden Darstellung von Frauen als dummes, williges, lediglich schmückende Beiwerk in vielen Bereichen des Metal finde ich da wesentlich sexistischer. Also bitte etwas mehr Entspannung in eh angespannten Zeiten.
Was ich schade finde, ist, dass der Witz in den Songtiteln nachlässt. Vielleicht ist das Thema doch schon ausgereizt. Meinen Vorschlag aus dem letzten Review die nächste Platte ´Blessed Are The Clits´ halte ich aufrecht, da können sicher viele mitgehen. Und die Szenepolizei kann es als Statement gegen die weibliche Beschneidung werten.

Eigentlich geht es bei einem Musik Mag ja um die Musik und da sind CLITEATER in ihrem Genre weiterhin ganz weit vorn. Die Niederländer haben auch auf ´From Enslavement to Clitoration´ neben allem Geballer ein sehr grooviges Roffing. Tracks wie ´Tripping Mania´ werden de Pits sicher in Wallung bringen.

CLITEATER bleiben weiterhin nichts für zartbesaitete Schöngeister, denen wollen sie auch nicht gefallen. Für die gibt es ja auch genug fragilen Postrock. Wer auf guten Grind steht und über mäßige Texte hinweg sehen kann, wird weiterhin seine Freude an der Band haben.

Line Up

Joost - Vocals
Vedran - Bass
Ivan - Guitars/vocals
Erno - Guitars
Marten - Drums

Tracklist

1. Loathe
2. Tranny McPee
3. Nuke Them All
4. Human Idiot
5. Ride With The Wicked
6. Repent
7. Tribbing Mania
8. Tramp Stamp Stomping
9. Yinon Plan
10. Afflicted
11. Heretic
12. Full Body Tourette
13. Freakopolis
14. Exit
15. Semen Route
16. Positive Aspects of Collective Chaos VI
17. Clitnado
18. CalipHate
19. Total Clitoration

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