Corners of Sanctuary – The Galloping Hordes

CD Reviews, Corners of Sanctuary – The Galloping Hordes

In einem großen Printmagazin wird von Zeit zu Zeit gegen die Verbrechen gegen den Metal vorgegangen. In dieser Hinsicht müssen CORNERS OF SANCTUARY keine Sorge vor einer offiziellen Überprüfung haben. Auch auf Langeisen Fünf liefert die Truppe reinen US-Power Metal mit britischem Einschlag ab.
Wenn man den Lyrics glauben darf, spielen die Amis, um zu gewinnen. Um sich gegen die heutige massenhafte Konkurrenz durchsetzen zu können, muss man sich da mächtig anstrengen. Mit eingängigen Metalsongs wie „A Soldier’s Last“ oder „Hail, Hail“ sind die Herren jedenfalls auf einem guten Weg. Ihre Mixtur haben die Ostküsten-Metaller bei Bands wie TITAN FORCE oder TWISTED TOWER DIRE entliehen, gesanglich balanciert Frontmann Frankie Cross zwischen TNT’s Tony Harnell, Eduard Hovinga (ex-ELEGY, ex-PRIME TIME) und King Diamond (zumindest im Background). Allerdings sorgt die etwas brave Produktion von Mick Michaels dafür, dass einige Riffs auf CD rockiger ausfallen als sie wahrscheinlich im Proberaum klingen (z.B. „The Galloping Hordes“). Das ist nicht unbedingt störend, lässt die Band aber zahmer wirken als sie eigentlich ist. Anspieltipps sind sicherlich das rauhere „If You Dare“ sowie das zunächst überraschende und dann recht gefällige „A Soldier’s Last“.
CORNERS OF SANCTUARY halten auf „The Galloping Hordes“ die Fahne des Heavy Metal hoch, könnten sie stellenweise aber noch etwas heftiger schwingen! Die Jungs werden wohl nicht die nächsten HAMMERFALL, haben aber doch einige stärkere Tracks im Gepäck als die schwedischen Werkzeugmacher.