CYHRA - No Halos in Hell

CD Reviews, CYHRA - No Halos in Hell

Hier kommmt Album Nr.2 der Super-Group aus Schweden. Kann "No Halos in Hell" das Debut "Letters to myself" toppen?
Manchmal ist es schon seltsam...da ist man als Freizeit-Schreiberling eigentlich immer up to date wenn es um neue Bands und neue Alben geht. Cyhra sind aus nicht erklärbaren Gründen mit ihrem Debut "Letters to myself" komplett an mir vorbeigegangen. Asche über mein Haupt! Denn wenn ich die Scheibe zur Veröffentlichung hätte besprechen dürfen, wäre es für mich Album des Monats mit 15 Punkten geworden und später dann Album des Jahres.
Und wem es wie mir ergangen ist, hier nochmal ein paar Kurz-Infos zur Entstehnung:
Jesper Strömblad (Ex-IN FLAMES) und Jake E. Lundberg (Ex- Amaranthe) haben beim Kaffee (!) über ihre möglichen Solo-Alben gesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es doch viel geiler wäre zusammen ein Album zu machen. Gesagt, getan! Da zu dem Zeitpunkt Basser Peter Iwers (Ex-IN FLAMES) zur Verfügung stand und auch der Saarländer Alex Landenburg nicht mehr bei Luca Turilli´s Rhapsody die Felle verdreschen musste (oder wollte), war die neue Band geboren und Jesper und Jake E. schrieben fleißig Songs. Hinzu kam dann noch an der zweiten Klampfe der Finne Euge Valovirta (Ex-Shining) und so stand auch die Gitarren-Wand bei Live Shows. Wie schon  viele anderen Bands aus Schweden oder Finnland starteten Cyhra mit ihrem Debut bei Spinefarm Records als Label. Durch den Erfolg und die Qualität der Songs, die sich nicht einfach in eine Schublade stecken lassen, war es fast klar, dass ein großes Label wie Nuclear Blast übernehmen würde.
Leider hat der sehr sympathische Peter Iwers nach nur einem Jahr die Band wieder verlassen. Der Posten des Bassisten wurde und wird nicht neu besetzt, sodass die Band in Zukunft als Quartett auftreten wird.
Für das neue Album "No Halos in Hell" hat Euge Valovirta die Bass-Spuren eingespielt.

"No Halos in Hell" knüpft nahtlos an "Letters to myself" an. Mit der Single-Vorabauskopplung (inkl. Video) vom Album-Opener "Out of my life" wird die Marschrichtung vorgegeben: eingängige Melodien, catchy Refrains, geile Riffs und der prägnante Gesang von Jake E, der sich dieses Mal auch als Hauptsongwriter regelrecht ausgetobt hat. Ein logischer Schritt, da er bei Amaranthe immer mehr in den Hintergrund gedrückt wurde und deshalb die Band verlassen hatte.
Mit dem Titelsong "No Halos in Hell" und dem textlich sehr emotionalen "Battle from within" (behandelt den Selbstmord von Jake E.´s Bruder Frederik) haben Cyhra zwei weitere Hammersongs am Start, die vom Kaliber eines Songs wie "Heartrage" oder "Here to save you" sind. "I am the one" und "Bye Bye Forever" können sich ebenfalls gleich anschließen. Schwachstellen? ...keine! Mit der Klavier-Ballade "Lost in Time", bei der Jake E. mit dem amerikanischen Songwriter / Keyboarder Mark Mangold (Michael Bolton, Cher) zusammengearbeitet hat, hat sich Jake himself in neue Gefilde begeben und vermutlich alles aus seiner Stimme rausgeholt. "Kings Tonight" ist für mich songwriting-technisch ein Ausnahme, da man hier doch sehr in die Power Metal Ecke geht. Sicherlich Geschmackssache. Mir persönlich gefällt der eigentiche "Cyhra-Stil" besser, was auch gleich bei "I had your back" wieder zum Ausdruck kommt. Da merkt man am Riffing mal wieder wer früher bei IN FLAMES die Riffs gezaubert hat. Einfach ein Hochgenuss dieser Gitarrenarbeit von Jesper Strömblatt zuzuhören. Natürlich müssen auch die Soli von Euge Valovirta in höchstem Maße gewürdigt werden! Der folkoristische Einschlag bei "Blood Brothers" passt perfekt zum Gesamtbild des Songs. Auch hier wieder ein Hammer Refrain. Jake E. hat im Pressfolder verlauten lassen: "Während dem Schreibprozess habe ich mich hingesetzt und überlegt, was auf dem ersten Album gut funktioniert hat und was nicht. Auf was ich mich bei »No Halos In Hell« am meisten konzentriert habe, war, die Songs so anzupassen, dass sie sich für Live-Shows eignen, denn das erhöht auch die Eingängigkeit erheblich. Ich habe die ganze Zeit an Hook Lines gedacht, die einem im Kopf hängen bleiben"...was ihm auch gelungen ist. Ein Wahnsinns Album, was erst bei mehreren Hördurchgängen komplett zündet. Ob es das Debut "Letters to myself" toppen kann, überlasse ich daher dem Hörer.
Parallel zum Veröffentlichungsdatum beginnt auch die Tour, bei der leider nicht Jesper Strömblatt an der Gitarre stehen wird. Dazu das offizielle Statement der Band auf ihrer Website: "As many of you already know, Jesper is taking some time away from touring, and our good friend Marcus Sunesson has been joining us on guitar. Some of you have seen Marcus perform with us, and you already know what an absolutely incredible player, and performer he is."






Line Up

Jake E | lead vocals

Euge Valovirta | lead guitar

Jesper Strömblad | rhythm guitar

Alex Landenburg | drums

Tracklist

01. Out Of My Life
02. No Halos In Hell
03. Battle From Within
04. I Am The One
05. Bye Bye Forever
06. Dreams Gone Wrong
07. Lost In Time
08. Kings Tonight
09. I Had Your Back
10. Blood Brothers
11. Hit Me
12. Man Of Eternal Rain
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.