David Readman – Medusa

CD Reviews, David Readman – Medusa

Der „Neue“ bei PINK CREAM 69: David Readman: Mittlerweile hat der Brite fast 10 Alben mit den Karlsruher Hardrockern eingespielt. Nach „Headstrong“ wurde es 2017 jedoch ruhig um die Truppe und Basser Dennis wanderte frustriert zu MAGNUM ab. Der richtige Moment für Readman, sein zweites Soloalbum an den Start zu bringen.
Mit dem titelgebenden Opener liefert Readman gleich einen richtigen Ohrwurm in bester PC 69 Manier ab. Jedoch wird auch schnell klar, dass hier nicht einfach kopiert wird, denn das Duett mit Jessica Conte weist jede Menge Eigenständigkeit auf. Das gilt auch für das flotte „The Fallen“, in dem Readman ebenfalls bekannte PC 69 Riffs mit einer eigenen Note mischt. Toller Einstieg.
Danach wird es groovig und das treibende Arrangement von „Generation Dead“ erinnert in der Strophe an eine härtere Version von WARRANTs „Uncle Tom’s Cabin“ und gipfelt schließlich in einem tollen Refrain – Generationskonflikt eingeschlossen.
„Turned to Black“ feuert nicht nur schwere Riffs ab, sondern zeigt auch, dass Readman im 21. Jahrhundert angekommen ist. Erinnert etwas an jüngere PRETTY MAIDS, nur besser.
Dass sich in den letzten fünf Jahren offenbar viele tolle Melodien im Kopf und Archiv von Readman angesammelt haben, zeigt auch „Shelter From The Storm". Schön, dass sie nun ans Licht kommen. „Change the World“ hat dann einen deutlich stärkeren 80er Vibe und kommt entsprechend mit etwas polierteren Riffs daher als etwa „“Turned to Black“. „Mary Jane“ sorgt dann mit ausgefallenem Groove für Abwechslung, bevor mit „Children of Thunder“ wieder ein gradliniger Rocker auf dem Programm steht. Dann täuscht Readman zunächst die obligatorische Ballade an, doch „Summer Wine“ nimmt schnell Fahrt auf. Doch keine Angst, denn am Ende ist mit „King Who Lost His Throne“ doch noch Platz für eine (Power) Ballade, die jedoch nicht an die ganz großen emotionalen PC 60 Tracks a la „Gone Again“ heranreicht.
DAVID READMAN liefert mit „Medusa“ ein tolles Album ab, welches die Hörer trotz des Titels nicht in Stein verwandeln, sondern eher zum abrocken animieren dürfte. Und anders als die göttliche Vorlage, trägt „Medusa“, die in der Sage ja eine sterbliche Natur hat, hier wohl eher dazu bei, dass DAVID READMAN ein Stück mehr unsterblich wird. Ein Album, das man haben sollte.

Line Up

Vocals: David READMAN (PINK CREAM 69, VOODOO CIRCLE)
Guest vocals: Jessica Conte (Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry )
Guitar : ZIBBY KREBS/ Roland Grapow / Simone Mularoni
Drums: MICHAEL KOLAR (Horseman, X ALMANAC). Bodo Schopf
Keys: JULIEN SPREUTELS (Ethernity, IMMUNITY FOR THE MASSES)
Bass: Roxana Herrera

Mitwirkende:
Roland Grapow, Micheal Kolar, Simone Mularoni, Julien Spreutels, Stef Van Gelderen, Alex Jansen
Tom Pijnenburg, Bram Engelen, Armin Alic, Laki Ragazas, Bodo Schopf, John Clelland, Raul Walton, Randy Van der Elsen, Raimund Burke, Aldo Lonobile, Eric Ragno, Walter Monsanto, Zibby Krebs, Roxana Herrera, Jessica Conte, Glenn Williams, Andy Nijmeijer.

Tracklist

Madame Medusa
The Fallen
Generation Dead
Turned To Black
Shelter From the Storm
Change the World
Mary Jane
Children of Thunder
Summer Wine
King who lost his Throne
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