Death Cab For Cutie - Asphalt Meadows

CD Reviews, Death Cab For Cutie - Asphalt Meadows

Seit 1997 bereichern die US-Amerikaner von DEATH CAB FOR CUTIE den Alternative Rock mit ihrem melancholischen, nachdenklichen und sehnsuchtsvollen Sound. Auch ihr nunmehr zehntes Studioalbum „Asphalt Meadows“ geht diesen Weg konsequent weiter und nimmt uns mit auf eine Reise auf die steinigen Wiesen des Lebens.

Deswegen kann man auch nicht wirklich Shiny-Happy-People-Songs erwarten, wie nicht nur der titelgebende Track unter Beweis stellt. Hier geben sich Nachdenklichkeit und Melancholie die Klinke in die Hand, auch wenn sehnsuchtsvolle Momente das hoffnungsvolle Licht am Ende des Tunnels suchen. Der Opener 'I Don't Know How To Survive' dagegen baut gemächlich, pittoresk-behende eine Spannung auf, die sich dann immer wieder in schrammeligen, verzerrten Gitarren entlädt. Herrlich! Das kurze 'Roman Candles' besticht dann durch seine mitreißende Dynamik, die die leidenschaftliche Wehmut mit melodiöser Durchschlagskraft paart.

Das ganz besondere Etwas wird den Songs zudem durch die einzigartigen Vocals von Ben Gibbard verliehen, sehr schön auch in den ruhigeren, aber dadurch trotzdem nicht minder intensiven und tiefgründigen Songs zu hören ('Rand McNally').

Ein weiterer Höhepunkt ist 'Here To Forever', ein Track, der nicht nur mit einem herausragenden und witzigen Video aufwarten kann, sondern phasenweise an die angeloopten, in-between-days-mäßigen THE CURE erinnern, auch wenn die mitunter schwebende melancholische Leichtigkeit einen ganz eigenen Weg geht. Das episch-malerische 'Foxglove Through The Clearcut' erinnert mich mit den gesprochenen Anteilen sehr an die frühen YO LA TENGO. Fast schon schmachtend liebesliedlich kommt 'Pepper' daher, während 'I Miss Strangers' um einiges rauer und steiniger um die Ecke biegt. Sehr versöhnlich ist 'Wheat Like Waves', wohingegen die 'Fragments From The Decade' die Stimmung in Richtung Schwermut verschiebt, ehe das Joe-Jackson-ige 'I'll Never Give Up On You' die Atmosphäre trotz seinem Mehr an Brachialität nicht retten kann.

DEATH CAB FOR CUTIE haben mit „Asphalt Meadows“ ein überaus vielschichtiges Alternative-Album erschaffen, das nicht nur der Nachdenklichkeit, der Wehmut, der Sehnsucht und der Melancholie ein Denkmal errichtet, sondern das mit jedem neuen Durchlauf etwas Neues zu entdecken hat. Dafür muss man sich Zeit nehmen, aber es dauert ja auch, bis auf Asphalt wiesenhaftes Grün sprießt...


Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.