Death Dealer – Conquered Lands

CD Reviews, Death Dealer – Conquered Lands

In einem großen deutschen Printmagazin löste der dritte Streich der All-Star True Metaller nicht gerade Begeisterungsstürme aus und „Conquered Lands“ muss sich im Soundcheck mit einem Platz in der unteren Hälfte zufriedengeben. Kollege Kupfer sucht vergeblich nach einem „Hit“ und attestiert dem Album schließlich „biederes Mittelmaß“. Klingt ja nicht so vielversprechend.
Dabei geht das Album mit „Sorcerer Supreme“ doch gar nicht übel los, auch wenn mir Songaufbau und Melodien irgendwoher bekannt vorkommen. Aber auch gut geklaut kann ja unterhaltsam sein. Das flotte „Every Nation“ bietet ebenfalls alles was die Bewohner Trveheims für gewöhnlich schätzen: hohe Vocals im Stile von HELSTAR, CAGE & Co, druckvolle Drums und gute Riffs. „Beauty and the Blood“ steigt etwas getragener ein, schlägt dann aber mit ordentlichem Druck zu. Auch nicht übel. Und spätestens mit „Running With the Wolves“ kann ich auf der Suche nach einem „Hit“ einen Erfolg vermelden. Der treibende Midtempo Song besticht durch eine tolle, eingängige Strophe und einen guten Refrain. Der Song lässt aufhorchen. Der Kontrast von flottem und getragenen Tempo in „The Heretic Has Returned“ und dem titelgebenden „Conquered Lands“ sorgen in der Mitte des Albums für ausreichend musikalische Abwechslung. „Hail To The King“ liefert dann eine Art MANOWAR-Song im JUDAS PRIEST Gewand. Die Ballade „22 Gone“ bildet schließlich einen tollen Kontrast und eine kurze Auszeit nach den schnellen „Slay or be Slain“ und „Faith under Fire“. „22 Gone“ erinnert zwar auch an jede Menge älterer Stücke aus dem Dunstkreis solcher Bands wie JAG PANZER, ICED EARTH & Co, aber gut ist er trotzdem. Mit "Born To Bear The Crown" gibt es dann zum Abschluss noch einen amtlichen Tritt in den Hintern - und der eingängige Refrain hat durchaus auch Hitpotential.
Kurzum: Fünf Jahre nach ihrem letzten Album liefern Ross The Boss und seine prominenten Mitstreiter auf „Conquered Lands“ sicherlich keinen Geniestreich ab, aber doch ein gelungenes Power Metal Album mit ordentlichem Trueness-Faktor und einer ganzen Reihe hörenswerter Songs. Anspieltipps sind auf jeden Fall „Running With The Wolves“ und „22 Gone“.

Line Up

ROSS THE BOSS: guitar (ex-MANOWAR)
Sean Peck: vocals (CAGE, THE THREE TREMORS, DENNER/SHERMANN)
Stu Marshall: guitar (DUNGEON, NIGHT LEGION)
Steve Bolognese: drums (ROSS THE BOSS BAND, INTO ETERNITY)
Mike Lepond: Bass (SYMPHONY-X, ROSS THE BOSS BAND)

Tracklist

1. Sorcerer Supreme
2. Every Nation
3. Beauty and the Blood
4. Running with the Wolves
5. The Heretic Has Returned
6. Conquered Lands
7. Hail to the King
8. Slay or Be Slain
9. Faith Under Fire
10.22 Gone
11.Born to Bear the Crown

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.