Deathswarm - Shadowlands Of Darkness

CD Reviews, Deathswarm - Shadowlands Of Darkness

Wenn sich in Schweden drei Metaller von zwei unterschiedlichen Bands treffen, um beim BOLT THROWER Hören Bier zu trinken, tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass daraus ein neues musikalisches Projekt erwächst, gegen 99 Prozent. 

So geschah es 2017, als der Gitarrist Anders Eriksson, der Sänger Heval Bozarslan (SARCASM) und der Gitarrist und Songwriter Johan Haag im Sommer zusammensaßen. Der mächtig gewaltige Plan, der bei dem Zusammentreffen Gestalt annahm, sah vor, dem Todesmetal der alten Schule und der alten Zeiten, als das Genre vor jugendlicher, ungestümer Kraft nur so strotzte, ein eigenes Denkmal zu errichten. Es ging zwar noch etwas Zeit ins Land, aber jetzt ist das Opus „Shadowlands Of Darkness“ zu haben.

Man höre nur den Track 'Their Weapon Pierced Deep', um zu hören, zu welcher unbändiger Frische, Kraft und Brutalität die fünf Schweden fähig sind. Hochgeschwindigkeitsbrachialität wechselt sich mit entschleunigteren Passagen ab, natürlich gepaart mit düsterer Infernalität, hammermäßigen Grooves und genialen Soli. Etwas gemächlicher, dafür aber nicht minder infernal und intensiv kommt 'When Young Souls Are Dragged To Hell', zumal die besungene Hölle durch die Growls und die Martialität tatsächlich zu einem Ort des Schreckens zu werden scheint. 'The Great Execution In Emerald City' besticht dann durch die gekonnte Mischung aus unterweltlicher Melodie, brutaler Riffigkeit und energetischer Dynamik. Ähnliches gilt für 'No More Life Six Feet Above', auch wenn hier in Puncto Tempo zumeist noch eine Schippe draufgelegt wird.

Ein weiteres Highlight ist 'Tomb Of The Universe' aufgrund seines Spannungsfeldes aus monolithischer Härte und intensiver Düsternis. In 'Perished In The Chambers Of Repentance' möchte man aufgrund der Schwerstarbeit auf keinen Fall hinter den Drums sitzen, darüber hinaus wird auch hier die Abrissbirne ordentlich zum Schwingen gebracht, aber immer wieder unterbrochen von eingängiger, langsamer Morbidität. Hammer! Der Rausschmeißer 'We Fade Away At Dawn' kommt, wie es sich für einen Death Metal Album gehört, schön schaurig und doomig daher. Weltklasse!

Fazit: Die schwedischen Todesmetaller von DEATHSWARM legen mit „Shadowlands Of Darkness“ ein überaus gelungenes Opus vor, das vor allem aufgrund seiner düsteren Infernalität zu überzeugen vermag und einen Sound zelebriert, der, inspiriert von Genregrößen wie BOLT THROWER, AUTOPSY, MASTER, DEATH und REPULSION, überaus frisch, dynamisch und brachial daherkommt. Entdecken und kaufen!

Tracklist

01. Let The Flames Devour
02. Their Weapon Pierced Deep
03. When Young Souls Are Dragged To Hell
04. Throne Of A Morbid God
05. The Great Execution In Emerald City
06. No More Life Six Feet Above
07. Tomb Of The Universe
08. Perished In The Chambers Of Repentance
09. We Fade Away At Dawn