Deathwhite - Grey Everlasting

CD Reviews, Deathwhite - Grey Everlasting

Die Sonne scheint, die Leute treffen sich frohgemut lärmend an der frischen Luft und ein Hauch von Unbeschwertheit und guter Laune macht sich breit. Wer sich jetzt ernsthaft in der Gefahr befindet, von der von innen kommenden Fröhlichkeit angesteckt zu werden, der sollte sich unbedingt den neuen Longplayer der leicht doom-metal-angehauchten Düster-Rocker von DEATHWHITE besorgen.

Denn das auf den Namen „Grey Everlasting“ hörende Opus zieht einen in angenehmer Weise wieder runter und sorgt sofort für ein sich schnell und wärmend ausbreitendes Gefühl von hypnotischer Schwermut. Darin haben es die US-Amerikaner zu wahrer Meisterschaft gebracht und deshalb darf bei jedem neuen Review auch nicht der Hinweis darauf fehlen, dass DEATHWHITE für das hiesige M'era Luna eine Bereicherung wäre.

Das liegt daran, dass man bisweilen den Eindruck hat, es mit einem doomigen Wiedergänger von DEPECHE MODE zu tun zu haben, was meines Erachtens nicht nur an den durchdringenden Vocals liegt, sondern bisweilen auch an der Art des Songwriting, wie das erstklassige 'Immemorial' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Warum mir da 'Stripped' in den Sinn kommt, wird wahrscheinlich ein ungeklärtes Rätsel bleiben. Bisweilen können aber auch die unfröhlichen KATATONIA als Referenz herangezogen werden ('Formless'). Eines der vielen Highlights ist auf jeden Fall 'White Sleep', ein Song, dem man sich mit jedem neuen Durchlauf immer weniger zu entziehen vermag.

Im Bemühen, den Tracks noch mehr Infernalität zu verleihen, gibt es zarte Versuche, die Klargesänge zu verlassen, und doomige Martialität wechselt sich mit brachialer Dynamik und melancholischer Wehmut ab. Mitunter wird in den Songs auch langsam eine immer stärker werdende und kaum auszuhaltende Spannung erzeugt, die sich dann eruptiv und furios entlädt ('Blood and Ruin'). Ähnliches gilt auch für den Rausschmeißer 'Asunder'.

Fazit: Die doomigen Dark Rocker von DEATHWHITE versöhnen uns auch auf ihrem neuen Longplayer „Grey Everlasting“ mit dem Gedanken, dass man auch einfach einmal „nein“ sagen kann und nicht jede gute Laune und von innen kommende Fröhlichkeit mitmachen muss. Denn ihr überaus sehnsuchtsvoller und melancholischer Sound mit bisweilen KATATONIAesken und DEPECHE-MODEartigen Elementen sorgt sofort für ein angenehm hypnotisches Gefühl der leidenschaftlichen Weh- und der leidvollen Schwermut. Herrlich!






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Tracklist

 
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