Defy The Curse - Defy The Curse

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Vielleicht ist es so wie damals, nachdem Alexander der Große das Zeitliche gesegnet hatte und seine Generäle um die Nachfolge kämpften. Jetzt, wo VALLENFYRE Geschichte sind, schicken sich DYFY THE CURSE an, die Goldmedaille im crustcorigen, sludgigen Death Metal zurück in die Niederlande der HAIL OF BULLETS zu holen.

Die Mitglieder des neuen Quartetts sind keine Neulinge, sondern können schon auf umfangreiche Metal-Erfahrungen bei Bands wie LEGION OF THE DAMNED, COLLISION, SLAM SQUAD und INHUME AND ACID DEATHTRIP zurückblicken.

Auf ihrer nach der Band benannten Debüt-EP zelebrieren die Niederländer in erfrischender Weise den Todesmetal der alten Schule. Schon der Opener 'Disdain' strotzt nur so vor spielfreudiger Energie und urwüchsiger Kraft, düstere Infernalität trifft auf riffige Vielseitigkeit inklusive pittoresker kakophoner Elemente. In 'The Messiah Komplex' wird die groovige Dampfwalze mächtig in Bewegung gesetzt, immer wieder unterbrochen durch schwindelerregende Hochgeschwindigkeitspassagen. Hammer!

Crustcore in Reinform sowie Wut, Zorn und Ärger bekommt man in dem 47-Sekunden Track 'Oblivion' geboten, wohingegen 'Progress The Nonetheless' durch seine Angry-Mitreiß-Attitüde zu bestechen vermag. Der Rausschmeißer 'Obsolete' schließlich überzeugt durch seine monolithische Gewalt und durch seine tiefgründige infernale Atmosphäre. Weltklasse!

Fazit: Gerade in einer Zeit, in der es mehr auf den Schein als auf das Sein anzukommen scheint, ist es wichtiger denn je, dass es auch Menschen gibt, die sich auf die unverstellten Wurzeln besinnen und sich mit Leib und Seele dem old school Death Metal hingeben, hier in seiner von Crustcore und Sludge beeinflussten Spielart. Das machen auch DEFY THE CURSE, die mit ihrer Debüt-EP in überzeugender Weise beweisen, dass sie in der Tradition von VALLENFYRE stehen und den Todesmetal im Blut haben!

Line Up

Wouter - Vocals
Harold - Guitar/Vocals
Boris - Bass
Bjorn - Drums

Tracklist

01. Disdain
02. The Messiah Komplex
03. Oblivion
04. Progress The Nonetheless
05. Obsolete