Demonbreed - Where Gods Come To Die

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DEMONBREED sind nur dem Namen nach Newcomer. Denn dahinter verbergen sich fast vollständig ehemalige Mitglieder der Death-Metaller von LAY DOWN ROTTEN, und zwar Jost Kleinert (Vocals), Timo Claas (Drums), Johannes Pitz (Bass) und Daniel Jakobi (Guitars/Backing Vocals). Mit von der Partie ist zudem Fernando Thielmann (Guitars/Backing Vocals), der ebenso wie Jakobi bei MILKING THE GOATMACHINE spielt. Eine überaus illustre Runde also, die sich zum Ziel gesetzt hat, den todesmetallischen Untergrund so richtig aufzumischen.

Das erste Anzeichen dafür ist, dass das Album nach dem Intro benannt ist. Das zeugt schon von einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und Coolness. Dann wird aber so richtig losgebrettert. Denn 'Vultures In The Blood Red Sky' stellt eindrucksvoll unter Beweis, wieviel dynamische Energie und mitreißende Brutalität in der old-schooligen Spielart des Death Metal steckt. Dabei gehen DEMONBREED bewusst nicht den Weg des bis zur Beliebigkeit ausproduzierten Sounds, sondern den der rauen und authentischen Ursprünglichkeit. Als Vergleichsgröße kamen mir da sofort VALLENFYRE in den Sinn.

Etwas verhaltener im Tempo, dafür aber umso düsterer kommt dann 'A Thousand Suns Will Rise' daher, das durch seine hammermäßigen Riffs, durch seine Groovigkeit und durch seine Vielfältigkeit zu überzeugen weiß. Charakteristisch ist zudem die sich durch die Songs wie ein roter Faden ziehende melodische Infernalität, die gerade den Reiz des Schwedentod ausmacht. Sehr gut zu beobachten in dem Track 'Summon The Undead'. Ähnliches gilt für den Song 'Revenge In the Afterlife', bei dem sich phasenweise die infernale Melodiosität im Verein mit dem fast schon doomigen Tempo zu einer ungeahnten Intensität auswächst. Das passt schließlich auch zum Songtitel.

Ein beinahe frohgemuter Totentanz ist 'Empty Grave', ein Lied, das nur so vor energetischer Dynamik strotzt. Hammer! Bei 'Red Countess' ist es die Mischung aus crustcorigen Elementen mit der tiefen Düsternis, die zur Explosivität beiträgt. Ähnliches lässt sich auch bei 'Perish' beobachten. Mit gewaltiger Wucht, gewaltigem Druck und gewaltigen Riffs trifft 'Barren Wasteland' auf die Hörnerven, wohingegen bei 'Folded Hands' die Hölle zuzufrieren droht, so infernal sind hier die Growls. Etwas ganz Anderes ist dann das EDGE-OF-SANITY-Cover 'Blood Colored', schon aufgrund der phasenweisen klaren Vocals, die aber dem Song durchaus das gewisse Etwas verleihen. Im Rausschmeißer 'Seed Of Ferocity' stellen DEMONBREED noch einmal ihr ganzes musikalisches Können unter Beweis und zeigen, welche Hingabe und Spielfreude sich mit jedem Ton Bahn bricht.

Fazit: Mit "Where Gods Come To Die" haben DEMONBREED ein mehr als überzeugendes Death-Metal-Album vorgelegt, das den Geist von Bands wie VALLENFYRE, BLOODBATH und ENTOMBED atmet, aber vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Bandmitglieder bei LAY DOWN ROTTEN und MILKING THE GOATMACHINE einen genuin eigenen Sound hat, der durch seine old-schoolige Attitüde, seine düstere Infernalität, seine riffige Dynamik und seine melodische Brutalität zu bestechen vermag. Hingabe und Spielfreude gibt es dann noch obendrauf. Also: Kaufen!

Line Up

Jost Kleinert - Vokills
Daniel Jakobi - Guitars/Backing Vocals
Fernando Thielmann - Guitars/Backing Vocals
Johannes Pitz - Bass
Timo Claas - Drums

Tracklist

01. Where Gods Come To Die
02. Vultures In The Blood Red Sky
03. A Thousand Suns Will Rise
04. Summon The Undead
05. Revenge In The Afterlife
06. Empty Grave
07. Red Countess
08. Perish
09. Barren Wasteland
10. Folded Hands
11. Blood Colored (Edge Of Sanity - Cover)
12. Seed Of Ferocity
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