Dragonforce - Extreme Power Metal

CD Reviews, Dragonforce - Extreme Power Metal

Madonna hat ein Album das "Pop" heißt, Dismmber haben ihr "Death Metal" Album und DragonForce nun auch endlich ihr "Extreme Power Metal".
...so steht es im Band-Promo und regt auch gleich zum Schmunzeln an. Und wenn man das Album dann 2-3 Mal gehört hat, wird klar wie man diese "Überschrift" interpretieren kann.

Dass Dragonforce eigentlich schon immer extremen Power Metal gespielt haben, sollte jedem bekannt sein, der die Band kennt. Nicht umsonst werden die Londoner um Flitzefinger Herman Li als schnellste Band der Welt gehandelt. Aber die Jungs können auch langsam.
Laut Herman Li soll "Extreme Power Metal" erneut das Beste von Dragonforce kombinieren, aber dieses mal auf eine noch größere, epische und spektakuläre Weise. Schaun mer ma ob das so stimmt....

Mit "Highway to Oblivion" wird auf jeden Fall schon mal in Highspeed-Manier losgezockt, inkl der wunderbaren Tritratrullala Gesangsmelodien, so wie man diese Band liebt! Dazu gibt es ein passendes Video, dass stellenweise an Scenen aus "Thron - Legacy" erinnert. Aber dass die Jungs Spiele lieben und zum Teil entsprechende Sounds in ihren Songs verarbeiten ist ebenfalls bekannt. "Cosmic Power of Infinite Shred Machine" reiht sich nahtlos an den Opener an. Bei "The last Dragonborn" geht es dann epischer und ruhiger zur Sache. Bei der Fülle an Bands die irgendwo Melodic Power Metal und dessen Variationen spielen, lassen sich gewisse Überschneidungen und Wiederholungen von Meldodien und Sounds einfach nicht vermeiden. So könnte besagter Song auch locker von Sonata Arctica stammen. Bei "Heart Demolition" lassen die Pretty Maids grüßen. Sich nicht selber zu kopieren wird auf jeden Fall immer schwerer. So ballern Songs wie "Troopers of the Stars" oder "Razorblade Meltdown" zwar in technisch perfekter Ausführung, aber doch immer nach gleichen Schemen daher. Wobei der nicht enden wollende Soloteil mit dem typischen zweistimmigen Gitarrengefrickel in "Troopers of the Stars" der absolute Hammer ist. "Strangers" ist der einzige Song, der vom Stil heraussticht. Mit seinem galoppierenden Rythmus im Refrain und seiner Hookline hat er durchaus Hit-Charakter. Das etwas kitschige "Remembrance Day" könnte als "halb-Ballade" mit durchgehen und könnte gut als letzter Song für ein mögliches Live-Set genutzt werden. Das Ende des Songs ist jedenfalls schon mal vorsichtshalber so eingespielt worden. Aber einer kommt noch:
Ausgerechnet Celine Dions´ "My heart will go on" wurde hier als Cover-Song verwurstet und bleibt extreme Geschmackssache.
Fazit: Der Name ist Programm. Extreme Power Metal! Da ist alles drin, was ein Power Metal Album ausmacht. Nichts Neues, dafür alt Bewährtes plus ein paar Übertreibungen, aber alles neu verpackt. Fans von Dragonforce werden ihre wahre Freude haben.
Die Tour zum Album kommt!



Line Up

Herman Li - Guitars
Sam Totman - Guitars
Marc Hudson - Vocals
Gee Anzalone - Drums

Tracklist

1. Highway to Oblivion
2. Cosmic Power of the Infinite Shred Machine
3. The Last Dragonborn
4. Heart Demolition
5. Troopers of the Stars
6. Razorblade Meltdown
7. Strangers
8. In a Skyforged Dream
9. Remembrance Day
10. My Heart Will Go On