Dysemblem - Autonomy

CD Reviews, Dysemblem - Autonomy

Am Ende des Jahres schaut man ja gerne einmal zurück und stellt dann mitunter erschreckend fest, dass einem die ein oder andere Platte fast unbemerkt durch die Lappen gegangen wäre. „Autonomy“ von DYSEMBLEM ist solch ein Album, das Potenzial besitzt, den Zuhörer in ganz andere Gefilde mitzunehmen und somit von der traurigen Gegenwart abzulenken. 
Denn das Duo, das in Griechenland und dem Vereinigten Königreich beheimatet ist, macht seit 2012 gemeinsam Musik, damals noch, um Death Metal mit dem Black Metal der frühen 90er Jahre zu verfeinern. Das Schwarzmetallische hört man bisweilen auch immer noch heraus, insgesamt geht der Todesmetal jedoch eher den Weg ins doomig Düstere trotz der durchaus vorhandenen dynamischen Stücke. Und so entstehen einzigartige, infernale, schwermütige Klanglandschaften, einer Achterbahn der Gefühle und Emotionen gleich.

Man höre nur den Track 'Lava Prayer', der in seiner monolithischen Art nahezu hypnotisch wirkt, sich dann aber auch in seiner Martialität eingroovt und schließlich eine ungeahnte musikalische Entwicklung hinlegt. Hammer! Hinzu kommen die überaus tiefen Growls, die der Infernalität das besondere Etwas verleiht. 'Shining Torment' ist aufgrund seiner Dynamik und seines Tempos im Verein mit den kreischenden Gitarren etwas völlig Anderes.

'Death Sabbath' besticht wieder durch seine doomige Intensität und Tiefgründigkeit. Ähnliches gilt für den Opener 'Funerary Sceptre', wohingegen 'New Moon Fields' bisweilen vom Tempo fast schon in crustcorigen Gewässern fischt. In 'Horns' wird dann die Dampflokomotive so richtig angeheizt, vor allem im Hinblick auf die Riffs. 'Unquiet Piece' ist dann ein wirklich doomiges Kleinod, das mit einem gekonnten furiosen Finale aufwarten kann. Weltklasse.

Fazit: DYSEMBLEM legen mit „Autonomy“ ein wirklich von allen Fesseln befreites und somit im wahrsten Sinne des Albumtitels autonomes Death Metal Album ab, das mit black-metallischen Anleihen und einer gehörigen Portion Doomigkeit ungemein infernale, düstere und intensive Klanglandschaften zu erzeugen vermag, und zwar im Spannungsfeld von entschleunigter Tiefgründigkeit und beschleunigter Dynamik. Entdecken und kaufen!

Line Up

Aees (Strings and Screams)
Nuctemeron (Skins and Steel)

Tracklist

01. Funerary Sceptre
02. New Moon Fields
03. Horns
04. Unquiet Piece
05. Charge
06. Lava Prayer
07. Vultures
08. Shing Torment
09. Death Sabbath
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