Endseeker - The Harvest

CD Reviews, Endseeker - The Harvest

  • Endseeker -  The Harvest
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  • Erstellt am: Donnerstag, 12 September 2019
  • Label: Metal Blade
  • V.Ö.: 13 September 2019
  • Bewertung: Endseeker -  The Harvest
  • Redakteur: Eric Ossowski
  • Spielzeit: 41:10

Gerade einmal eine EP ("Corrosive Revelation") und ein Album ("Flesh Hammer Prophecy") hat es gebraucht, um ENDSEEKER in die erste Liga der heimischen Death Metal Bands empor steigen zu lassen.

Und neben (den wieder aktiven) Fleshcrawl und Entrails ist es an den fünf Hanseaten, das Erbe von Entombed würdig zu verwalten. Doch auf "The Harvest" wird die Flamme des klassischen Schwedentods nicht nur am Lodern gehalten, vielmehr brennt die Fackel lichterloh.

Einmal kurz den Schießprügel durchgeladen und schon fegt der Opener "Parasite" mit tödlicher Präzision über den Hörer hinweg. In dieselbe Kerbe schlägt das folgende "Pulse". Doch dass man nicht nur den Vorbildern nacheifert, sondern auch neue Ideen hat, zeigt beispielsweise "Cure": Grooviges Death'n'Roll-Feeling trifft auf modernere Elemente mit cleanen Sprechparts. Es ist also möglich, einem bestimmten Sound zu huldigen und trotzdem frisch zu klingen. Im Laufe der Spielzeit folgende todesmetallische Semi-Hits wie "Spiritual Euphoria" oder "Immortalized" oder auch der rabiate Titeltrack, um nur einige Highlights zu nennen. Die herrlich sägenden Riffs, die kraftvollen Growls und die klasse Produktion sorgen bei "The Harvest" für einen Hörgenuss von der ersten bis zur letzten Minute. Einzig bei der Megadeth Coverversion "Symphony Of Destruction" bin ich mir noch nicht ganz klar, ob ich sie cool finden soll oder ob sie mich eher an Mist wie Six Feet Under erinnert. Da hatte man beim Vorgänger mit "Powder Burns" von Bolt Thrower irgendwie ein besseres Händchen. Ist "The Harvest" nun besser als "Flesh Hammer Prophecy"? Schwer zu sagen: Während der Vorgäger vielleicht etwas mehr auf totale Old-School-Hardliner zugeschnitten war, besticht "The Harvest" mit mehr Abwechslung, ohne den eingeschlagenen Weg aus den Augen zu verlieren.

Das sind aber nur Marginalien, denn wer auf diesen Sound steht, der muss ohnehin zugreifen – und sich natürlich auf der Tour auch ein Bild von den Livequalitäten von ENDSEEKER machen.

Line Up

Lenny – Vocals
Jury – Guitars
Ben – Guitars
Eggert – Bass
Kummer – Drums

Tracklist

01. Parasite
02. Pulse
03. Cure
04. Spiritual Euphoria
05. Whores of War
06. The Harvest
07. Epitome of Decadence
08. Immortalized
09. Vicious Devourer
10. Symphony of Destruction (Bonus)

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