Fireforce – Rage of War

CD Reviews, Fireforce – Rage of War

Was hat das Alamo mit belgischem Heavy Metal zu tun? Nichts. Wäre da nicht das vierte Album der belgischen FIREFORCE, die die Location im texanischen San Antonio offenbar als Inspiration für ihr martialisches Artwork von „Rage of War“ genommen haben. Aber auch musikalisch lässt das Quartett es ordentlich krachen.
FIREFORCE sind zweifellos im traditionellen Heavy Metal verwurzelt und blicken dabei mal mehr nach England („Firepanzer“), mal mehr in die USA, z.B. bei „Forever In Time“. Dass der Song ein bisschen an ICED EARTH erinnert möchte man ja mittlerweile kaum noch sagen, stimmt musikalisch aber. Zwar tritt die Band auch ganz gerne mal aufs Gaspedal, ist aber doch vor allem um Ausgewogenheit und Abwechslung bemüht, so dass jeder Song etwas anders klingt und nicht nur Schema-F abgespult wird. Zwar finden sich hier keine aufgeplusterten Bubble Gum Chöre, aber insgesamt setzen FIREFORCE schon auf eingängige Hooks, die aber durch den Anspruch begrenzt werden, handfesten Heavy Metal abzuliefern und nicht zu sehr ins Seifenwasser weichgespülter Hardrocker zu gelangen.
Ob ich FIREFORCE in der Blindverkostung aus einem Pulk Mitbewerber heraushören könnte, wage ich zwar zu bezweifeln. Trotzdem gefällt der Heavy Metal im Stile von Bands wie MYSTIC PROPHECY, deren Frontmann R.D. Liapakis für die Produktion verantwortlich zeichnet, JUDAS PRIEST, GRAVE DIGGER, HOLY MOTHER & Co. Soundtechnisch kann man, für meinen Geschmack, auch die Landsmänner von IRON MASK ausstechen. Dass CD-Käufer gleich drei Bonus-Tracks bekommen, erinnert etwas an die Anfangstage der CD, als die Industrie die Vinyl-Käufer zum kleineren Silberling locken wollten. Immerhin bekommen Vinyl-Liebhaber aber auch einen Bonus-Track. Je nach Format bekommt ihr also mindestens 10 Songs für eure Euronen.
„Feuer frei“ ist das Motto von FIREFORCE auf Album Nummer Vier. Mit „Rage of War“ liefern die Belgier gefälligen Heavy Metal mit kantigen Riffs und guten Hooks ab und rangieren irgendwo zwischen JUDAS PRIEST und ICED EARTH. Gefällt!

Line Up

Matt “Hawk” Asselberghs - Vocals, Guitars
Erwin Suetens - Guitars
Serge Bastaens - Bass
Christophe De Combe – Drums

Tracklist

01. Rage Of War
02. March Or Die
03. Ram It
04. Firepanzer
05. Running
06. Forever In Time
07. 108-118
08. Army Of Ghosts
09. Rats In A Maze (CD exclusive)
10. A Price To Pay (CD exclusive)
11. From Scout To Liberator
12. Blood Judge  (CD exclusive)
13. Tale Of The Desert King (Vinyl exclusive)

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