Firewind - Firewind

CD Reviews, Firewind - Firewind

Die Stunde des Herbie Langhans...
oder wie es Tausend-Sassa Gus.G mal wieder schafft, ein top Album trotz neuer Stimme am Mikrofon abzuliefern.
Irgendwie hat es immer ein Geschmäckle, wenn sich bei einer Band die Sänger die Klinke in die Hand geben. Bei den meisten Bands ist das ja zum Glück nicht der Fall und würde auch garnicht funktionieren. 
Nach dem 2017er Album Immortals, wo noch Hennig Basse (Ex-Metallium) am Mikrofon stand, hat nun Herbie Langhans diesen Posten übernommen. in diesem Fall ist das nicht zum Nachteil, da Herbie´s Stimme ebenfalls perfekt zu den neuen Songs passt und der Mann (Avantasia, Radiant, Sinbreed, Seventh Avenue) ja auch kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Laut Gus G. ein Glücksgriff, da Herbie eine sehr ähnliche Stimme hat wie Stephen Fredrick, der allererste Firewind Sänger. Herbie Langhans wurde von Gus G. auch mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt: ‚Hi Herbie, here are ten new songs, can you help us? Deadline is mid of January.‘ Herbie war zum Glück sofort einverstanden und hatte sich in Windeseile eingearbeitet.“
Der Posten hinter Schießbude wurde dann auch noch durch Jo Nunez neu besetzt, der bis vor kurzem noch das letzte Kamelot-Album "The Shadow Theorie" mit eingetütet hatte und dort offensichtlich durch Alex Landenburg (Cyhra) ersetzt wurde. Das Karussel dreht sich also in Windeseile und trotzdem leiden die jeweiligen Bands und das Songmaterial nicht darunter. Aber dafür sind die Herrschaften auch alles Profis.

Der Opener "Welcome to the Empire" und "Rising Sun" bieten auch gleich das typische Firewind-Kraftfutter. "Break Away" ist so ein typischer Double-Bass-Power-Metal-Song, bei dem Gus mit einigen kleinen aber feinen Soli mal wieder zeigt, wer der Chef im Ring ist. Ein absoluter Livesong. "Obitual Sunrise" grooved nach alter Hard Rock-Manier wie Sau in der Strophe und geht dann in einen Hymnen-Refrain über. Das obligatorische Gitarrensolo darf natürlich nicht fehlen. Allein schon der Titel läßt erahnen, dass "Longing to know you" eine Ballade ist. Mit Akkustik-Gitarre und dezenten Orchester-Arrangements gespickt ein gelungener Song, der nicht kitschig klingt und bei dem Herbie auch seine sanfte Stimm-Seite zeigen kann. Mit dem Stampfer "Overdrive" bewegt sich Gus G. auf neues Terrain. Rythmus und Gesang erinnern komplett an DIO/Black Sabbath. Für Fans aus "Holy Diver"-Zeiten sicherlich ein Hörgenuß, zumal die Rauhheit der Stimme von Herbie perfekt zum Material passt. Das Intro von "Space Cowboy" könnte auch von den Scorpions stammen. Ein Hard Rock Song nach alter Tradition.
Insgesamt ist das neue Album rauher ausgefallen als sein Vorgänger. Aber warum auch immer das Gleiche machen!?



Line Up

Gus G. - guitars
Herbie Langhans - vocals
Petros Christo - bass 
Jo Nunez - drums

Tracklist

1.  Welcome to the Empire
2.  Devour
3.  Rising Fire
4.  Beak Away
5.  Orbitual Sunrise
6.  Longing to know you
7.  Perfekt Stranger
8   Overdrive
9.  All my Life
10. Space Cowboy
11. Kill the Pain

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.