Freedom Call – M.E.T.A.L.

CD Reviews, Freedom Call – M.E.T.A.L.

Na, da saß dem Chris Bay wohl der Schalk im Nacken, als er sich den Titel für das neunte FREEDOM CALL Album ausgedacht hat. Während Wikipedia den Stil der Band als „keyboardlastigen Power Metal mit eingängigen, oft hymnischen Melodien“ definiert, werden die Kritiker nicht müde sich über den zuckersüßen Bubble Gum Metal der Band zu beschweren. Tja, „In Your Face“, liebe Meckergemeinde.
In einem Interview mit den Kollegen vom „Crossfire-metal.de“ versprach Bandboss Chris dem Metal treu zu bleiben. Daher lag die Wahl des Albumtitels vielleicht auch nah – und für mich gab es, trotz der dicken Keyboardteppiche bei FREEDOM CALL, auch nie einen Zweifel daran, dass die Band unter Metal einzusortieren ist.
Letztlich dürfte der kleine Titel-Aufreger auch die größte Sensation bzgl. des neuen Albums sein. Denn die Fans der Band werden auch mit „M.E.T.A.L.“ vollauf zufrieden sein, während sich die Hater ein weiteres Mal angewidert abwenden werden. Die Band hat an ihrem bisherigen Erfolgsrezept nichts verändert und setzt voll auf eingängige Melodie und leicht verdaulichen Schlager-Metal, der dem Kollegen Lison den ein oder anderen Schauer über den Rücken jagen dürfte.
Mit „111“ hauen die Jungs gleich zu Beginn einen typischen FREEDOM CALL Gassenhauer raus. Mit Songs wie „Sail Away“ nimmt man allerdings auch durchaus Elemente grooviger HAMMERFALL Songs auf. Dass es auch mal schneller gehen darf, beweist man mit „Days of Glory“. Und am Ende steht mit „Sole Survivor“ noch ein bandtypischer Ohrwurm.
FREEDOM CALL bleiben sich mit „M.E.T.A.L.“ zu 100% treu und liefern 11 grundsolide, zuckersüße, leicht klebrige Zuckerwatte-Metal-Hymnen mit großen Melodien ab. Dafür lieben die Fans die Band und ich sehe keinen Grund weshalb man dieses Erfolgsrezept plötzlich ändern sollte. Einzigerm Kritikpunkt wäre, dass solche Superhits wie „Land of Light“ oder „Flame in the Night“ auch im FREEDOM CALL Lager nicht jeden Tag geschrieben werden.




Line Up

Chris Bay Vocals & Guitars
Lars Rettkowitz Guitars, Backing Vocals
Francessco Ferraro Bass
Timi Breideband Drums

Tracklist

1) 111 3:56
2) Spirit Of Daedalus 3:45
3) M.E.T.A.L. 4:20
4) Ace Of The Unicorn 3:21
5) Sail Away 3:57
6) Fly With Us 4:17
7) One Step Into Wonderland 3:26
8) Days Of Glory 3:28
9) Wheel Of Time 4:30
10) Ronin 3:47
11) Sole Survivor 4:22