Green Carnation - Journey to the end of the world

CD Reviews, Green Carnation - Journey to the end of the world

  • Green Carnation - Journey to the end of the world
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  • Erstellt am: Mittwoch, 04 Juli 2007
  • Label: Prophecy Productions
  • V.Ö.: 11 November 2002
  • Bewertung: Green Carnation - Journey to the end of the world

So einzigartig Green Carnations Musik ist, so skurril mag ebenso ihre Bandgeschichte erscheinen. Nachdem Gründungsmitglied Tchort die Band anno 1990 ins Leben rief, erhielt er lediglich zwei Jahre später das Einstiegsangebot bei Emperor, welches er annahm.

Dennoch blieb die Formation bestehen, erlitt allerdings kurze Zeit später durch den Ausstieg ihres Sängers einen weiteren, herben Rückschlag. Überraschenderweise war jedoch mit Jan Transit für diesen Posten schnell Ersatz gefunden. Da seine Stimme aber nicht zur Musik passte, veränderte die Gruppierung ihren Stil und nannte sich von nun an In The Woods. Pünktlich zum zehnjährigen Bandjubiläum erscheint nun das Debütwerk der 1998 durch Tchort reformierten Formation, dessen Line-up wahre Bände spricht, gehören doch Chris Botteri, Christopher Botteri, Anders Kobro (alle drei von In The Woods) und Terje Refsnes (Blood Red Throne, Carpathian Forest, Ex-Emperor und Satyricon) alles andere als zu schleierhaften Namen. Zur weiteren Besetzungsliste fügten sich anschließend zehn weitere Leute an, darunter fünf Stimmen, die den Mitgliedern von Drawn, sowie Tristanias Vibeke Stene zuzuordnen sind. Wirkt "Journey to the end of the world" zunächst noch etwas sperrig und im Aufbau vorerst nur von psychedelischen Momenten angeführt, offenbart die anspruchsvolle, komplexe Platte im gesamten Verlauf des Werkes ein atemberaubend schönes Klanguniversum, stetig anreichender neuer, voller Gefühle und Gedanken steckender Facetten, die einfach gehört, gespürt, gesehen, aber vor allen Dingen in Verbundenheit gefühlt zu sein vermögen. Hin und wieder sogar an ältere Alben der aus Green Carnation nachfolgend entstandenen Band erinnernd, reichern die Norweger hier definitiv mehr Metal hinzu, was eventuell allein schon auf das behandelnde Thema, welches im Song "My Dark Reflections Of Life and Death" sein Hauptstatement erfährt, zurückzuführen ist, denn ausnahmslos alle Texte beschäftigen sich mit dem Tod von Tchorts Tochter und seiner furchtbaren, qualvollen Zeit danach. Die Reise bis ans Ende der Welt sollten sich Musikliebhaber der einzigartigen, intensiv- fesselnden, als auch berührenden und die Seele nahezu vereinnahmenden Klänge nicht entgehen lassen. Und wer weiß, vielleicht wird so manch eine Zeile heilsamer, sowie tröstender als zuvor noch angenommen...

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