H.E.A.T. - Force Majeure

CD Reviews, H.E.A.T. - Force Majeure

Das schwedische Hitze-Gewitter startet in die nächste Runde.
Force Majeure wird nach Album "II" allen Melodic-Rock-Fans ein weiteres Mal einheizen.
Alles neu macht ja normalerweise der Mai...Das neue Album erscheint nun aber erst im August, dafür aber mit neuem Sänger.
Bzw. mit neuem/alten Sänger. Denn Kenny Leckremo war bis 2010 bereits bei den Schweden und wurde dann von Eric Grönwall ersetzt, mit dessen Stimme ich diese Band kennengelernt habe. Nun ist Kenny zurück, hat seinen alten Mitstreitern sicherlich wieder neue Impulse gegeben und wahrscheinlich auch das alte "Ur-Band-Gefühl" zurückgegeben.
Aber bei genauer Betrachtung ist es nach Album "II" garnicht so einfach einen adäquaten Nachfolger abzuliefern. Denn auf "II" war das Niveau schon extrem hoch.
Hinzu kommt noch, dass H.E.A.T gefühlt im ständigen Konkurrenzkampf mit ihren Landsleuten von ECLIPSE stehen, die auch einen Hochkaräter nach dem anderen abliefern.

Bei meinem Review zu H.E.A.T. II im Februar 2020 hatte ich volle Punktzahl gegeben, da das Album komplett überzeugt hat. Wie steht es nun mit "Force Majeure"?

Mit "Back To The Rythm" und "Nationwide" startet "Force Majeure" schonmal sehr ordentlich und knüpft stilistisch an den Vorgänger an. Der Stampfer "Tainted Blood" lässt durch sein markantes Gitarrenriffing und die Akzentuierungen die 80er Jahre so richtig schön Revue passieren.
"Hollywood" ist für mich der erst Höhepunkt des Albums. Tempo, Drumming und der Mitgröhl-Refrain können diesen Song zu einem Highlight bei Liveshows werden lassen. Ebenso "Not For Sale". Wobei hier die Melodie im Refrain sehr stark im "Eclipse-Stil" rüberkommt. Auf jeden Fall ein prädestinierter Live-Song.
Und was wäre ein Melodic-Rock-Album ohne eine Rockballade. "One Of Us" verkörpert diese Klischees nahezu perfekt.
Auch hier bleibt wieder einmal festzuhalten, dass nur Rockbands im Stande sind, solche Songs zu schreiben. Auch wenn die Stilmerkmale dazu von H.E.A.T. nicht neu erfunden wurden, setzen sie diese dennoch perfekt um.
Ein weiterer Stampfer mit einem catchy Refrain: "Hold Your Fire".
Über "Paramount" streitet sich die schreibende Zunft. "zu kitschig", "zu viel Zuckerwatte", etc.
Da Musik immer Geschmackssache ist (...ich wiederhole mich zum wiederholten Male...) darf darüber auch gerne gestritten werden. Fakt ist, dass der Song eingängig ist und einen schönen Mitsing-Refrain hat.
Einen Power-Metal-Song hat das neue Album auch noch zu bieten: "Demon Eyes". Inklusive einem Soloteil, den man so ähnlich auch schon bei Bands wie Stratovarius hören konnte. Coole Nummer!
Den Abschluss macht "Wings Of An Aeroplane". Wieder so ein typischer Midtempo-Stampfer im Stile der alten 80er Jahre-Helden.

Fazit: H.E.A.T. liefern mit "Force Majeure" wieder ein hochkarätiges Album ab, das (wie schon sein Vorgänger) einige der damaligen Top-Bands ins Schwitzen gebracht hätte. Dennoch hatten die Songs auf "II" noch etwas mehr Wumms.
Für Fans und Liebhaber der guten alten Hard-Rock-Zeiten ist "Force Majeure" aber definitv Pflicht!


Line Up

Kenny Leckremo: Lead Vocals
Dave Dalone: Guitars
Jona Tee: Keyboard, Organ
Jimmy Jay: Bass
Don Crash: Drums

Tracklist

  1. Back To The Rythm
  2. Nationwide
  3. Tainted Blood
  4. Hollywood
  5. Harder To Breathe
  6. Not For Sale
  7. One Of us
  8. Hold Your Fire
  9. Paramount
  10. Demon Eyes
  11. Wings Of An Aeroplane

Tags

HEAT
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.