Heaven Shall Burn - Deaf To Our Prayers

CD Reviews, Heaven Shall Burn - Deaf To Our Prayers

  • Heaven Shall Burn - Deaf To Our Prayers
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  • Erstellt am: Montag, 21 August 2006
  • Label: Century MEdia
  • V.Ö.: 28 August 2006
  • Bewertung: Heaven Shall Burn - Deaf To Our Prayers

Sommerloch, keine Spur. Besonders wenn mich eine so geniale CD in Entzückung versetzt wie diese. „Heaven Shall Burn“ bringen diesen August ihr viertes Album in die Läden und was die 5 Jungs abgeliefert haben lässt sich recht gut mit einem Wort beschreiben: „krass“.

„Antigone“ war schon ein Meilenstein des (deutschen) Metalcores. Intelligenter, klischeefreier Metalcore. Und auch „Deaf To Our Prayers“ ist ein absolut geniales Teil. Stimmige Riffs, intelligente Texte und vor allem kein alles verweichlichender Gesang in den höchsten Tonlagen. Doch ist „Deaf To Our Prayers“ auch keine stupide Knüppelorgie, den eine etwas ruhigere getragene Phase erwartet den geneigten Zuhörer mit „Of No Avail“ und „Armia“ in der Mitte des Albums. Markenzeichen von HSB sind die kritischeren Texte und auch diesmal wird der ein oder andere Misstand aufgegriffen. Ein Thematikpunkt ist unter anderem die Arbeitersituation im 19. Jahrhundert und Inspiration war ein Gedicht von Heinrich Heine. Heutiger Bezugspunkt ist unter anderem die Globalisierung. Aber auch ein Aussichtloser Kampf polnischer Partisanen im zweiten Weltkrieg wird ein musikalischen Denkmal gesetzt. Und selbst myspace.com bekommt sein Fett weg. Aber auch die musikalische Untermalung ist gigantisch. Riffs, die teilweise an ältere Alben wie „Whatever It May Come“ erinnern, kraftvolle Vocals und eine exzellente Arbeit von Drummer Matthias Voigt. „Deaf To Our Prayers“ fällt ihm Vergleich zum Vorgänger „Antigone“ noch ein wenig härter aus. Und mit dem Opener „Counterwight“ zeigen sie erstmal wo der Morgenstern hängt. Und ich muss einfach noch mal anmerken wie wohltuend ich es finde, dass keine weichen Gesänge die Kraft der Tracks rauben. Diesmal gibt’s auch kein komponiertes Intermezzo, wie noch auf „Antigone“ oder der zweiten Splitt mit den Kollegen von „Caliban“. An sich fast schade, da ich die Intermezzen bei „Antigone“, über alles geliebt habe, obwohl ich ein ziemlicher Feind dieser „Unterbrechungen“ bin. Sei’s drum. Was HSB anno 2006 abliefern ist ein wahres (Metalcore) Meisterwerk, ohne Ecken und Kanten. Politisch korrekt, hart, melodisch und vor allem kreativ, wie nichts was mir in letzter Zeit zu Ohren gekommen ist. Die Nacken werden brechen bei diesen Tönen, den HSB liefern das wohl beste Metalcore Album dieses Jahres ab. Da kann kommen was wolle aus Amerika oder Europa, der Thron ist HSB mit diesem Output erstmal für eine ganze Weile sicher. Wer nicht zugreift, der ist einfach nur strohblöd!

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