Imagika – Only Dark Hearts Survive

CD Reviews, Imagika – Only Dark Hearts Survive

Inwiefern der Albumtitel autobiografisch zu verstehen ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall dürfte IMAGIKA Klampfer Steve ein sehr düsteres Herz haben, denn es scheint die neun Jahre seit dem vermeintlichen Ende der kalifornischen Schwermetaller vollkommen unbeschadet überstanden zu haben.
„Where our demons dwell“ zeigt die Amis von der blitzblanken Power Metal Seite, denn das Einstiegsriff versprüht eine grandiose NWoBHM/US-Metal Atmosphäre á la PRIEST und FIFTH ANGEL. In „Cast in Damnation“ geht es dann ein paar Nummern härter zu und ICED EARTH lassen grüßen. Norman Skinner macht dabei eine ausgesprochen gute Figur und setzt seine Stimme sehr variantenreich ein. „Prisoner Of Fate“ erinnert nicht nur vom Titel an die Bay Area Legende HEATHEN, sondern auch stilistisch lassen sich Ähnlichkeiten finden. „Suffocate On Hate“ wiederum dürfte aufgrund seiner vertrackten Arrangements eher Fans der letzten FORBIDDEN Alben entzücken, bevor es zum Einstieg von „The Spiteful One“ wieder ein typisches PRIEST Riff um die Ohren gibt, welches sich schnell zur straighten Metalabrissbirne entwickelt. Während der Großteil des Albums vor allem die Bay Area Wurzeln der Truppe betont, meint man in „The Faceless Rise“ fast gewisse GRAVE DIGGER Einflüsse herauszuhören – immer haben IMAGIKA die Rheinländer 1999 auf Tour begleitet und Oberttotengräber Chris Boltendahl hat sich einige Jahre um die Belange der Amis gekümmert.
IMAGIKA liefern nach neun Jahren und zwischenzeitlicher Auflösung ein richtiges Pfund ab. Gitarrist Steve und seine Mannschaft haben die volle Wucht der Bay Area ins Songwriting geworfen und eine gehörige Portion europäischen Metal untergemischt. Unterm Strich ist dabei das vielleicht stärkste und homogenste Album seit „And so it burns…“ herausgekommen. Daumen hoch!


Line Up

Steven D. Rice - Gitarre
Norman Skinner - Vox,
Jim Pegram – Bass
Matt Thompson (King Diamond) – Guest Drummer

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