Iron Fire – Beyond the Void

CD Reviews, Iron Fire – Beyond the Void

Vor fast 20 Jahren unterschrieb eine dänische Power Metal namens IRON FIRE beim legendären Berliner NOISE Records Label, welches bekanntlich bereits Acts wie HELLOWEEN, KREATOR, RUNNING WILD oder GRAVE DIGGER groß gemacht hatte. Doch im schweren Fahrwasser des neuen Jahrtausends drohte die Band unterzugehen und ich hätte niemals gedacht, dass sie 2019 immer noch hochklassige Alben abliefern würden.
Doch mit „Beyond the Void“ beweist die mittlerweile zum Trio geschrumpfte Band um Frontmann Martin, dass sie zum Thema truer Power Metal längst nicht alles gesagt haben. In der Vergangenheit haben sie bereits Kettenhemd-Hymnen wie „Forever Evil“ oder „Kill for Metal“ abgeliefert.Auf dem neunten Album ihrer Karriere bleiben sich die Nordmänner zu 100% treu und liefern einen ansprechenden Querschnitt aus STORMWARRIOR, ASTRAL DOORS, PARAGON, HEAVEN’S GATE und SEVETH AVENUE.
„Beyond the Void“ ist schon beim ersten Hören gutklassig, hinterlässt bei mir aber zunächst keinen bleibenden Eindruck. Seit dem Release Anfang März ist die Scheibe aber immer wieder bei mir gelaufen und schließlich suchte mir die Zufallswiedergabe des Players den Song „Old Habits Die Hard“ raus – ein grandioser Ohrwurm. Diesem folgt mit dem getragenen „Judgement Day“ ein weiteres potentielles Evergreen, bevor mit „To Hell and Back“ ein flotter Power Metal Kracher nachgelegt wird. Und so geht es dann auch weiter: „One More Bullet“, das harte „The Devils Path“ und der Up-Tempo Rausschmeißer „Out of Nowhere“.
Zwar präsentiert sich die Band auch in der ersten Hälfte des Albums stark (z.B. „Wrong Turn“ oder „Cold Chains of the North“) und spielfreudig („Bones and Gasoline“), doch für meinen Geschmack ist die zweite Hälfte die deutlich stärkere.
Zwar hat sich der Kollege Ossowski in der Vergangenheit des Öfteren etwas abfällig über die Dänen geäußert. Doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass IRON FIRE in ihrer Karriere bislang stets gute True Metal Scheiben mit ordentlich Hitpotential abgeliefert haben. Und das ändert sich anno 2019 auch nicht.
IRON FIRE scheren sich auch 2019 nicht um irgendwelche Trends, sondern erweitern ihren Kuttenträger-Soundtrack um ein weiteres starkes Album, das seine Stärken mit jeder Umdrehung des Silberlings mehr offenbart. Starkes Stück!


Line Up

Martin Steene - Vocals & Bass
Kirk Backarach - Guitar
Gunnar Olsen - Drums

Tracklist

1. Intro  (0:39)
2. Beyond the Void  (4:02)
3. Final Warning  (3:55)
4. Cold Chains of the North  (3:39)
5. Wrong Turn  (3:43)
6. Bones and Gasoline  (4:53)
7. Old Habits Die Hard  (3:51)
8. Judgement Day  (4:33)
9. To Hell and Back  (3:26)
10. One More Bullet  (4:06)
11. The Devils Path  (3:49)
12. Out of Nowhere  (3:32)