Islay - Angels' Share

CD Reviews, Islay - Angels' Share

Auch innerhalb des Death Metal gibt es eine ungeheure Bandbreite. Es muss ja nicht immer der der alten Schule sein. Wer Abwechslung mag, aber nicht unbedingt das Genre wechseln möchte, der ist mit den Emsländern von ISLAY deshalb genau an der richtigen Adresse.

Als Namensgeber der Band firmierte die schottische Hochburg des Whiskeys, und genauso, wie es bei diesem hochprozentigen Getränk verschiedenste Geschmacksnuancen gibt, so mischen auch ISLAY ihrem Death-Metal-Sound verschiedenste Ingredienzien bei, die dem Sound einen bisher ungekannte Variantenreichtum verleihen. So sind in 'Dein Herz' die Einflüsse des Black Metal unüberhörbar und es ist ein Song entstanden, der in wirklich organischer Art und Weise infernale Brutalität mit diabolischer Melodiosität verbindet. Ein wahrer Teufelstanz.

Ähnliche Pole treffen auch in 'Havoc And Decay' aufeinander, nämlich todesmetallische Growls und brutale, angegroovte Riffs auf teuflische, krächzende Shouts und schwarzmetallische Dynamik, garniert mit einem hohen Maß an düsterer Festlichkeit und Eingängigkeit. Ein besonders schockierende und horrormäßige Atmosphäre wird in 'Blind Messiah' verbreitet, geeignet, um sich das Zusammentreffen mit der Titelperson plastisch und in den grausamsten Farben vorstellen zu können. Dazu tragen im Besonderen die funeralen Keyboards und die gelungenen Gitarrensoli bei.

Nahezu mit höllischer Leichtigkeit und mit höllischen Frohsinn kommt 'Instinct' daher, das sich vor allem durch immer wieder durchschimmernde Hardcoreattitüde hervorhebt. Daneben wird dem Hörer aber auch das ein oder andere Brett geboten, wie das mitreißende 'Napalm Solution' unter Beweis stellt. Auch ein Händchen für ein abwechslungsreiches Songwriting kann man ISLAY nicht absprechen, sehr schön zu beobachten bei dem furiosen Finale in 'Charger'. Ein Powerhymne par excelence ist darüber hinaus 'World Wide Suicide'.

Fazit: Die Emsländer von ISLAY legen mit „Angels' Share“ einen sehr gelungenen Longplayer vor, der sich gekonnt im Spannungsfeld von brutalem Death und diabolischem Black Metal bewegt und zudem durch seine ungemeine Variabilität, seine teuflische Eingängigkeit und seine mitreißende Dynamik zu überzeugen weiß!

Line Up

Tommy - Guitars, Synth
Lemmi - Drums
Chicken - Vocals
Baal - Guitars
Picco - Bass

Tracklist

01. Self Adulation
02. Under the Sway of God
03. World Wide Suicide
04. Dein Herz
05. Havok and Decay
06. Blind Messiah
07. Instinct
08. Go Astray
09. Napalm Solution
10. Charger
11. The Angels` Share

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