Jungle Rot – Call to Arms

CD Reviews, Jungle Rot – Call to Arms

Die Herren aus Wisconsin liefern nun seit über 15 Jahren ab und sind ihrem groovenden Death Metal dabei stehts treu geblieben. Nun rufen Dave Matrise & Co ihre Fans erneut zu den Waffen.
Chris Djuricic hat abermals den Posten des Co-Produzenten übernommen und Dan Swanö hat gemixt – man ist sich also auch bei diesen Eckpunkten treu geblieben. Und doch klingt „Call To Arms“ für mich stellenweise etwas roher als der Vorgänger, der dafür mehr todesmetallische Dichte hatte. Hardcore ist ja für den Sound von JUNGLE ROT kein unbekanntes Element, nicht umsonst stand man mal bei Victory Records unter Vertrag. Während der titelgebende Opener das Album mit einem typischen Death Metal Riff eröffnet – und dabei durchaus Fans von HAIL OF BULLETS & Co begeistern könnte – hat „Asymmetric Warfare“ für mich diesen gewissen Hardcore Groove, den man auch bei Bands wie ALL OUT WAR finden kann. Ziel des Unterfangens scheint zu sein, die Nackenmuskulatur ganz genüsslich zu zermalmen. Den Orthopäden wird es freuen. Songs wie „Death Squad“ oder „Genocidal Imperium“ können dann problemlos wieder als lupenreiner Death Metal etikettiert werden. Dass es auch mal schneller gehen darf, zeigt die Band in „Total Extinction“. Kurz und schmerzlos, was sich auch in der Spielzeit des Tracks zeigt, der mit 2:21 Minuten die kürzeste Nummer des Albums ist. Bei aller Konstanz im musikalischen Schaffen der Amis fällt mir bei „Call of Arms“ jedoch eine Nuance auf, die ich in der Vergangenheit noch nie bemerkt hatte: Neben einigen puritanischen Riffs, ruft vor allem der bellende Gesang von Fronter Dave hier und da Assoziationen mit den Australiern MORTIFICATION bei mir hervor.
Ich glaube, dass bisher noch kein Album von JUNGLE ROT die 40 Minuten Grenze geknackt hat und auch „Call To Arms“ bleibt mit 34 Minuten deutlich darunter. Macht aber nichts, denn JUNGLE ROT liefern mit den 10 Songs des neuen Albums ein weiteres starkes Statement für ihren groovelastigen Death Metal der alten Schule ab. Auch wenn mit der selbstbetitelte Vorgänger insgesamt einen Ticken bessern gefallen hat, können Fans des gut gemachten, eingängig groovenden Midtempo Death Metal mal wieder problemlos zugreifen. JUNGLE ROT liefern mal wieder ab.



Line Up

Dave Matrise: Vocals/Guitars
James Genenz: Bass
Geoff Bub: Lead Guitar/Vocals
Jesse Beahler: Drums
 

Tracklist

1 Call To Arms
2 Asymmetric Warfare
3 Beyond The Grave
4 Death Squad
5 Genocidal Imperium
6 Haunting Future
7 Maggot Infested
8 Population Suicide
9 Total Extinction
10 Vengeance And Bloodlust
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.