Kambrium - Dawn of the five suns

CD Reviews, Kambrium - Dawn of the five suns

Endlich ist dieser Silberling da. Bereits im Vorfeld hatten die Jungens ja ordentlich die Werbetrommel mit diversen Facebook Posts gerührt...
...und die Fanbase auf die Folter gespannt. Auf ihrer Website prangert groß die eigene Einordnung in die Metal Welt: Epic Death Metal. Und genau diesen bekommt man mit dem aktuellen Album in ausgeprägter, professioneller Form um die Ohren gepeitscht. Für Puristen mag ein Keyboard, ein Sample oder dergleichen nichts im Death Metal zu tun haben. Aber KAMBRIUM zielen auch eben nicht auf eine solche Klientel. „Dawn of the five suns“ ist viel mehr ein großes Abenteuer, ein wilder Ritt. Und ausnahmsweise geht es mal nicht um Odin oder nordische Götter, sondern vielmehr um die mystische Welt der Mayas und Azteken. Ebenso fallen Samples und ungewöhnliche Instrumente auch eher in die Maya-ästhetische Welt. Das Album versteht sich als Konzeptalbum und so wurde von Anfang an auch in diese Richtung gearbeitet. Insgesamt kann man der Band damit einen weiteren Meilenstein in ihrer Bandgeschichte anrechnen. Das ist schon ein solides Werk, welches bereits nach dem ersten Hörgang zündet und mit jeder Wiederholung noch mehr Begeisterung auslösen kann. Zwar lässt sich nicht von der Hand weisen, dass viele Stücke ein gleiches Klanggewand ausweisen, dennoch wird es zu keiner Stelle langweilig oder eintönig. Hier zeigt sich die Vielschichtigkeit ziemlich gut. So wird der Hörer im letzten Drittel der Scheibe auch noch einmal überrascht und mit der Death Metal Seite der Band überrollt. Sprach die Band auf vergangenen Platten Redner Texte noch selber ein, so hat man sich auf der aktuellen Scheibe professionelle Hilfe aus Finnland geholt. Zudem gibt es einen gut platzierten Einsatz von Chören. Dieser Stilmix lässt unterm Strich am Prädikat Epic Death Metal kein Zweifel aufkommen. „Dawn of the five suns“ ist ein Werk, was vor allem Fans von Bands wie Turisas, Wintersun oder Equilibirum schmecken dürfte. Und dabei brauch sich die Band auch nicht unbedingt verstecken. Wer sie schon einmal live gesehen hat, weiß, wie schnell sie das Publikum in ihrem Bann haben und überzeugen können. Ich erinnere da nur an den Auftritt auf dem RockHarz 2017, als sie einen der ersten Slots bespielten udn dennoch eine Riesen Fan Schar vor der Bühne versammeln konnten.

Line Up

Jan Hein - Keyboards & Orchestrations
Karsten Simon - Guitar & Clean vocals
Martin Simon - Bass & Growls
Fabien Chmiel - Drums
Maximilian Werner - Guitar & Backing vocals

Tracklist

1 - Forest Hunt  
2 - Dawn Of The Five Suns  
3 - Against All Gods  
4 - Cabrakan, God Of Mountains  
5 - Everlasting Resistance  
6 - Ghost Shaman