Katatonia - Dead Air

CD Reviews, Katatonia - Dead Air

Was soll man sagen. Es ist kein richtiges Livealbum, aber auch nicht einfach eine Best-of-Compilation. Aber zumindest das Beste, was man aus der vermaledeiten Corona-Situation machen konnte. Denn mit dem phänomenalen Longplayer „City Burials“ im Gepäck wollten die Mannen um Jonas Renske und Anders Nyström eigentlich auf eine ausgedehnte Tour gehen. Daraus wurde bekanntlich nichts.

Und so entstand die Idee eines live-gestreamten Konzerts, das nun auch für all diejenigen, die den Stream verpasst haben, in Form eines Longplayers verfügbar gemacht wird.

Normaler Weise würde man sich bei Live-Alben ganz besonders intensiv der Track-List widmen, aber die Auswahl haben dieses Mal die KATATONIA-Fans in einem Voting schon vorab übernommen. Und so gibt es auf dieser Live-Zusammenstellung auch den ein oder anderen Song, den die Band wahrscheinlich gar nicht auf dem Zettel gehabt hätte.

Zu nennen wäre da zum Beispiel das krachige 'Ghost Of The Sun' oder das eingängige 'Omerta' von dem doch damals sehr kontrovers von der Kritik aufgenommenen Albums „Viva Emptiness“, daneben wahrscheinlich auch die Songs von „The Fall Of Hearts“, namentlich 'Serein' und 'Old Heart Falls'. Natürlich gab es auch drei Tracks vom aktuellen Album ('The Winter Of Our Passing', 'Lacquer' und 'Behind TheBloods'. Die anderen Tracks entstammen größtenteils den sehr beliebten Alben der Band („The Great Cold Distance“, „Night Is The New Day“ und „Dead End Kings“) und gehören auf den Konzerten zum fest gesetzten Repertoire und bieten dadurch eigentlich nichts wirklich Neues. Da schien das Motto der Fans wirklich „keine Experimente“ gewesen zu sein.

Somit stellt sich die Frage nach dem Mehrwert dieses Albums, zumal natürlich wegen des fehlenden Publikums die Live-Atmosphäre vollkommen fehlt.
Zum einen kann festgestellt werden, dass vor allem Gitarren in den härteren Songs (z.B. 'Soils Song' oder 'Deliberation') eine wirklich erfrischende Durchschlagskraft entwickelt haben. Zum anderen sind auch die Versionen der letzten beiden Longplayer wirklich ein Gewinn. Darüber hinaus ist es auch eine gute Gelegenheit, KATATONIA durch den Kauf einer der Versionen von „Dead Air“ (Doppel-LP, limitiertes Drei-Disk-Set mit zwei CDs und einer DVD, digitale Formate) in diesen für Musikschaffende nicht sehr leichte Zeiten, zu unterstützen. Und für alle, die mit den Schweden aus welchen fadenscheinigen Gründen noch keinen näheren Kontakt gehabt haben, ist es eine Möglichkeit, sich einen ersten Einblick über das phänomenale und umfangreiche Schaffen der Band zu verschaffen.

Line Up

Jonas Renkse - vocals
Anders Nyström - guitar
Niklas Sandin - bass
Daniel Moilanen - drums
Roger Öjersson - guitar

Tracklist

1. Lethean (Dead Air Session)[06:00]
2. Teargas (Dead Air Session) [03:17]
3. Serein (Dead Air Session)[04:47]
4. Deliberation (Dead Air Session)[03:57]
5. The Winter Of Our Passing (Dead Air Session)[03:08]
6. Ghost Of The Sun (Dead Air Session)[04:07]
7. The Racing Heart (Dead Air Session)[04:26]
8. Soil`s Song (Dead Air Session)[04:07]
9. Old Heart Falls (Dead Air Session)[04:25]
10. Forsaker (Dead Air Session)[04:10]
11. Tonight`s Music (Dead Air Session)[04:22]
12. In The White (Dead Air Session)[04:57]
13. Leaders (Dead Air Session)[04:17]
14. Lacquer (Dead Air Session)[04:51]
15. Omerta (Dead Air Session)[03:09]
16. My Twin (Dead Air Session)[03:38]
17. Unfurl (Dead Air Session)[04:52]
18. July (Dead Air Session)[04:48]
19. Evidence (Dead Air Session)[05:29]
20. Behind The Blood (Dead Air Session)[05:06]

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