Kvelertak - Splid

CD Reviews, Kvelertak - Splid

KEVELERTAK haben über die letzten Jahre einen beeindruckenden Öffentlichkeits-Schub erlebt, der wohl seinen Höhepunkt als Support-Act für METALLICA fand.
Die unnachahmliche Verbindung von Black Metal und rotzigem Punk, von der Band selbst als Black’n’Roll tituliert, katapultierte das norwegische Quartett in nie zu erwartende Höhen. Auch die extravaganten Auftritte, bei denen Sänger Erlend Hjelvik die Bühnen mit einer ausgestopften Eule auf dem Kopf betrat, trugen ihres dazu bei.

Eben jener Sänge ist aber nun Geschichte und es dauerte 18 Monate, bis mit dem Nachfolger ernst wurde. Auf dem nun vorliegenden neuen Album „Splid“ darf er das erste Mal sein Können im Studio unter Beweis stellen. Und dafür hat sich die Band einiges vorgenommen.

Was nach dem Einlegen der Scheibe sofort auffällt, ist die merklich angezogene Geschwindigkeit, mit der die Songs eingeprügelt wurden. Da werden keine Gefangenen gemacht. Die KVELERTAK-typischen Gitarrenmelodien führen zu einem sofortigen Wiedererkennungswert, auch wenn eine ordentliche Portion MOTÖRHEAD-Krach hinzugefügt wurde. Und Neu-Sänger Ivar Nikolaisen orientiert sich gesanglich auch um einiges Weiter in Richtung Punk-Attitüde als sein Vorgänger.

Etwas Entspannung liefern da die Klargesang-Passagen, die für die nötige Abwechslung im Gitarrengewitter sorgen. Auf „Crack of Doom“ darf er sogar das erste Mal auf English singen. Ob das wohl am Gastauftritt von MASTODONs Troy Sanders und dessen mangelnden Norwegisch-Kenntnissen liegt? „Necrosoft“ hat dann wieder Black Metal-lastigere Blastbeats und ein Refrain, der in cleanerer Variante auch von ARCH ENEMY kommen könnte. „Uglas Hegemoni“ beginnt wie ein RAMONES-Song, bevor er wieder in typische KVELERTAK-Fahrwasser gerät. Abwechslung ist so auf jeden Fall geboten!

Die Band hat es geschafft, sich auch mit neuem Sänger treu zu bleiben, und trotzdem ihren einzigartigen Stil weiterzuentwickeln. Spannend wird es, die neue Besetzung live und mit alten Songs zu sehen.

Line Up

Ivar Nikolaisen - Gesang
Vidar Landa - Gitarre
Bjarte Lund Rolland - Gitarre
Maciek Ofstad - Gitarre
Marvin Nygaard -  Bass
Kjetil Gjermundrød - Schlagzeug

Tracklist

01. "Rogaland"
02. "Crack of Doom" Feat. Troy Sanders
03. "Necrosoft"
04. "Discord"
05. "Bråtebrann"
06. "Uglas hegemoni"
07. "Fanden ta dette hull!"
08. "Tevling"
09. "Stevnemøte med Satan"
10. "Delirium tremens"
11. "Ved bredden av Nihil"

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.