Lorna Shore - Pain Remains

CD Reviews, Lorna Shore - Pain Remains

Etwas länger als ein Jahr nach ihrer EP „And I Return To Nothingness“ kehren die Blackened Deathcorer von LORNA SHORE mit einem neuen Longplayer im Gepäck zurück auf die Showbühne. Rudi Carell hätte an dem Opus sicherlich keine Freude gehabt, aber mir wurde beim Hören das ein ums andere Mal ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert ('Into The Earth').

Denn die musikalische Mischung, die hier geboten wird, ist in ihrer Skurrilität wahrscheinlich doch ganz nah dran an der Einzigartigkeit. Da trifft symphonischer Bombast auf schwarzmetallische Vocals, hammerharte Todesriffs mit den obligatorischen Breakdowns auf infernales Gegrowle und dynamisches Geschrote auf frohgemute mittelalterliche Weisen ('Apotheosis').

Da sieht man ganz plastisch die Todestanzdarstellungen längst vergangener Zeiten lebendig werden, wenn der Tod die fröhliche Magd mit sich in sein Reich nimmt. Nahezu mittelalterhymnisch kommt phasenweise 'Cursed To Die' daher, nur, um sich im nächsten Moment in ein brachiales Höllenmonster zu verwandeln. Sehr pittoresk sind in diesem Zusammenhang auch die gefühlvollen Gitarrensoli. Hier wird zusammengefügt, was eigentlich gar nicht zusammenpassen dürfte, in der Mischung dann aber doch eindrucksvoll funktioniert und auf eine abgefahrene Art und Weise miteinander harmoniert. Überaus packend ist auch der Track 'Soulless Existence', der mit bewundernswerter Eingängigkeit aufwarten kann.

Am Endes des Albums wird es dann konzeptionell. Denn es gibt wie bei der „Nackten Kanone“ drei Teile, nur halt vom Albumtitel „Pain Remains“. Aber keine Angst, auch bei diesen drei Tracks bleiben LORNA SHORE ihrem oben beschriebenen Stil treu.

Fazit: Getreu dem Motto, „Was nicht passt, wird passend gemacht“ mischen LORNA SHORE auch auf ihrem neuen Longplayer „Pain Remains“ angeschwärzten, kompromisslosen Deathcore mit powermetallischen Bambast, mit hardrockigen Gitarrensoli und mit mittelalterlichmetallischer Leichtig- , Eingängig- und Fröhlichkeit. Heraus kommt dann erstaunlicher Weise keine Kakophonie, sondern ein in sich stimmiges, einzigartiges, ungewohntes, skurriles und abgefahrenes Klangerlebnis. Im Vergleich dazu sind ELECTRIC CALLBOY langweilige Traditionalisten...
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