Messiah - Fracmont

CD Reviews, Messiah - Fracmont

MESSIAH waren in den Achtzigern bis in die Neunzigerjahre hinein eine einflussreiche Größe in Sachen Thrash-/Death Metal, wobei sie in den vergangenen zwei Dekaden hinter den Eidgenossen von Hellhammer, Celtic Frost, Coroner et. al. mitunter in Vergessenheit geraten sind.
Die Comeback-EP “Fatal Grotesque Symbols – Darken Universe” steht mit dem überragenden Titeltrack und den Neueinspielungen von “Extreme Cold Weather” und “Space Invaders” für sich selbst. Mit “Fracmont”, dem ersten Studioalbum seit “Underground” im Jahr 1994, legen MESSIAH nun nach und wollen beweisen, dass man im Jahr 2020 nicht nur eine Berechtigung in der Szene hat, sondern darüber hinaus auch noch musikalische Akzente setzen kann.

Und “Fracmont” ist ein in jeder Hinsicht ein überzeugendes und anspruchsvolles Konzept-Album geworden, welches allen, die Wiedervereinigungen mit einer obligatorisch-skeptischen Grundhaltung gegenüberstehen, den Wind aus den Segeln nimmt. Von der ersten bis zur letzten Minute weiß man, wer hier am Werk ist. MESSIAH beschränken sich nicht darauf, lediglich einen lauen Aufguss alter Highlights aus der Bandhistorie abzuliefern. Die Besetzung um Gitarrist Brögi, Schlagzeuger Steve Karrer, Patrick Hersche am Bass und “Choir Of Horrors”-Shouter Andy Kaina trumpft musikalisch mit ihrer enormen Erfahrung in Sachen Sound, Songwriting und natürlich mit ihren technischen sowie handwerklichen Fähigkeiten auf.

Trotz der dem Konzept geschuldeten progressiven Ausrichtung, die den Songs neben cleanen, gezupften Gitarren, cineastische Kollagen aus Klangsamples, bis hin zum “Ave Maria” einen Hauch von Bombast und Dramatik beschert, ist “Fracmont” ein lupenreines MESSIAH-Album, welches nicht mit den bandtypischen Riffgewittern, filigranen Soli, einer phänomenalen Rythmus-ARbeit sowie mit großartigen Leads- und Soli aufwartet. Nahezu sensationell ist die Leistung von Andy Kaina, der mit seinem prägenden wie markanten, kehlig-heiseren Gesang kraftvoller als jemals zuvor punktet.

MESSIAH ist mit “Fracmont” ein extrem abwechslungs- und detailreiches Album gelungen, das absolut frisch und zeitgemäß klingt aber dennoch alle klassischen Trademarks der Band enthält und das mit jedem Durchlauf wächst.


Messiah – Morte al Dente:

Line Up

Andy Kaina - Vocals
Brögi - Guitars
Patrick Hersche - Bass
Steve Karrer - Drums

Tracklist

1. Sacrosanctus Primitivus  (2:15)
2. Fracmont  (9:39)
3. Morte Al Dente  (6:34)
4. Urbi Et Orbi  (4:36)
5. Singularity  (2:33)
6. Children Of Faith  (6:34)
7. Dein Wille geschehe  (4:11)
8. Miracle Far Beyond Disaster  (2:37)
9. My Flesh - Your Soul  (4:09)
10. Throne Of Diabolic Heretics  (6:15)

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