Methusalem – Masters of the World EP

CD Reviews, Methusalem – Masters of the World EP

“Inspired by Legends”. Das ist ja nicht unbedingt die schlechteste Voraussetzung für eine zünftige Metal Scheibe. Und schon die ersten Töne machen Lust auf mehr.
Die Niederländer METHUSALEM sind bereits seit 20 Jahren im Geschäft, blicken aber nur auf eine recht überschaubare Diskografie bestehend aus zwei Demos, einem Samplerbeitrag und einem Album zurück. Letzteres stammt aus dem Jahr 2020, so dass man die Niederländer vielleicht zu Recht nicht mehr unbedingt auf dem Schirm hatte. Mit „Masters of the World“ beweisen sie nun jedoch, dass man durchaus noch mit ihnen rechnen muss. Das Line-Up ist mittlerweile seit acht Jahren stabil, wenn ich mich nicht irre. Und der letzte Zugang Nick Holleman am Mikro liefert auf den vier Songs eine wirklich gute Leistung ab. Stilistisch sind die Herren sicherlich von Bands wie JUDAS PRIEST, MAIDEN & Co inspiriert worden, aber vor allem in den Gesangsmelodien spiegelt sich doch der Sound der Schweden HAMMERFALL wider. Macht aber nichts, und METHUSALEM sind auch keine kitschige Schwertkämpfer-Kapelle, sondern sie gießen den melodischen True Metal in eine ernstzunehmende Form. Dabei kommen dann einige gute Riffs und eingängige Refrains heraus, die durchaus auch an deutsche Bands wie UNREST erinnern (z. B. „Immortal“). Insofern machen die Jungs alles richtig. Aufgenommen wurde im Soundlodge von Jörg Uken, der bereits für Bands wie ANVIL oder STORMWARRIOR aktiv war, aber vor allem mit Bands der härteren Gangart wie GOD DETHRONED, SINISTER, KADAVERFICKER oder SLAUGHTERDAY zusammenarbeitet. Für „Masters of the World“ hat er jedenfalls genau den richtigen Sound hingetüfftelt. Mit „Masters of the World“ liefern METHUSALEM nach 10 Jahren ein Lebenszeichen ab, welches die Fans des melodischen True Metal á la HAMMERFALL, UNREST, aber auch GAMMA RAY, STORMWARRIOR oder HELLOWEEN aufhorchen lassen dürfte. Hoffen wir mal, dass ein ebenbürtiger Longplayer vor Ablauf der Zehnjahresfrist nachgelegt wird.

Line Up

Nick Holleman - Vocals
Dirk Jan Veenstra – Axe
Dennis Hoekstra – Axe
Wilco van der Meij – Bass
Jort Visser - Drums

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