Millencolin – SOS

CD Reviews, Millencolin – SOS

Entstanden aus der falschen Schreibweise des englischen Wortes „Melancholy“, gibt es für die Schweden anno 2019 wirklich keinen Grund melancholisch zu sein. Im Gegenteil: Nach einem guten Vierteljahrhundert Bandgeschichte, acht Alben und zahllosen Liveauftritten geben Frontmann  Nikola Sarcevic & Co mit „SOS“ eine durchaus beeindruckende Visitenkarte im Punk Rock Zirkus ab.
Optisch in Würde gealtert und weniger schrill, präsentieren sich auch die Songs auf „SOS“ erwachsener als auf einer kultigen Scheibe wie „For Monkeys“. Allerdings hätte genau dort auch ein Song wie „Sour Days“ perfekt hineingepasst. Zwar klingen die Jungs, wie gesagt, etwas weniger schrill und dafür etwas braver, doch inhaltlich gibt es, ebenso wie musikalisch, noch genügend zu erzählen, wie man beispielsweise in „Do You Want War“ nachhören kann. Und obwohl sich die Jungs auch auf ihrem neunten Album stilistisch treu bleiben, darf man doch behaupten, dass sie längst die Größe haben, um amerikanischen Pop-Punk-Giganten wie GREEN DAY die Fans abzugraben. 
Ähnlich wie PENNYWISE liefern auch MILLENCOLIN eine Punktlandung ab und können mit „SOS“ überzeugen, auch wenn nicht alle Songs des Albums das Zeug zum Evergreen haben. Ein musikalischer Sonnenstrahl im stürmischen Frühjahrsgrau.

Auf Tour in Deutschland: 
23.04.2019 Berlin - SO 36
24.04.2019 Hamburg - Markthalle
25.04.2019 Wiesbaden - Schlachthof
26.04.2019 Köln - Victoria Carlswerk
05.05.2019 München - Muffathalle
(FKP Scorpio)

Tracklist

01. SOS - 3:19
02. For Yesterday - 2:46
03. Nothing - 2:58
04. Sour Days - 3:07
05. Yanny & Laurel - 2:48
06. Reach You - 3:01
07. Do You Want War - 2:33
08. Trumpets & Poutine - 2:44
09. Let It Be - 2:34
10.. Dramatic Planet - 3:20
11.Caveman's Land - 3:01
12.Carry On - 2:58