Mors Principium Est - Liberate The Unborn Inhumanity

CD Reviews, Mors Principium Est - Liberate The Unborn Inhumanity

Wie eine "Best Of"-Compilation lassen die Finnen eine Auswahl alter Songs auf die Death-Metal Welt los.
Nur mit dem Unterschied, dass diese Songs neu aufgenommen wurden und dadurch so richtig durch die Decke gehen.
Mors Principium Est, eine weitere Band, die irgendwie an mir vorbeigegangen ist und die ich nun zum Glück doch noch entdecken durfte. Ein weiteres Death-Metal-Schwergewicht aus Finnland. Und wenn ich es nicht gelesen hätte, wäre ich auch nicht darauf gekommen, dass die Songs auf dem neuen Album garnicht so neu sind, sondern aus einer Auswahl bestehen, die bis ins Jahr 2001 zurück geht. Nämlich zum Demo "Valley Of Sacrifice". Gefolgt von den Alben "Inhumanity" (2003), "The Unborn" (2005) und "Liberation=Termination" (2007).
Eine Neuerung ist aber, dass Mastermind Ville Viljanan ehemalige Mitstreiter der ersten Stunde wieder versammelt hat, um die Songs neu einzuspielen. Ohne Drums aus der Konserve, sondern jetzt von Marko Tommila eingespielt.

Und so kommen die Songs mit einer Wucht rüber, wie es fast schon nicht mehr heftiger geht.
Der Opener "Cleansing Rain" geht gleich dermaßen los, dass man meinen könnte, hier wird schon alles an Pulver verschossen. Aber weit gefehlt. Mit dem "Children Of Bodom"-lastigen Intro von "Eternity´s Child" folgt gleich ein weiterer Hammer-Song. Super starkes Riffing und wieder das perfekte Zusammenspiel der beiden Gitarristen, die sich im High-Speed-Modus zweistimmige Soli um die Ohren hauen, was sich durch fast alle Songs hindurchzieht.
Mein persönlicher Favorit "The Lust Called Knowlege" besticht vor allem durch ihre Hooklines im Refrain und den ausgedehnten Gitarrensolo-Part in der Mitte. Gefolgt von "Valley Of Sacrifice Pt.1", mit einem High-Speed-Drumming und leichten Anleihen an Dimmu Borgir. Das Ende dann inkl. einem Akkustik-Gitarrenpart, das selbst Insomnium nicht besser hinbekommen hätten. Ein kluger Schachzug, diese beiden Songs vorab ab Singles auszukoppeln und auch gleich mit einem Video ins Netz zu stellen.
Skandinavier sind ja für ihre symphonischer Ader bekannt, die bei "Two Steps Away" ihren Platz findet und bei "Pure" fortgeführt wird. Hier dann auch noch mit weiblicher Unterstützung am Gesang und über 6 Minuten purem Melodic Death Metal!
Die ewigen Vergleiche zur anderen Bands und deren Stilen sind sicherlich manchmal etwas nervig, können aber genauso hilfreich sein, bzw. als Kompliment verstanden werden.
So sieht es nämlich mit "Valley Of Sacrifice Pt.2" aus. Das hätten Dimmu Borgir nicht besser machen können!
Diese Mischung aus extrem-Drumming, verzerrter Stimme, Orchester-Arrangement, düsteren Harmonien und dem Riffing zeichnen ja den typischen Dimmu-Style und halt auch diesen Song aus.

Fazit: Mors Principum Est haben mit "Liberate The Unborn Humanity" ein wahnsinns Werk geschaffen.
Für alle Melodic Death Metal Fans, an denen diese Band bislang vorbeigerauscht ist, absolute Pflicht!
Für alle anderen, welche die alten Alben kennen, mit Sicherheit ein neuer Hörgenuss mit einigen Überraschungen.


Line Up

Vocals – Ville Viljanan
Guitars, Programming – Jori Haukio
Guitars – Jarkko Kokko
Bass – Teemu Heinola
Drums – Marko Tommila

Tracklist

1. Cleansing Rain
2. Eternity’s Child
3. The Unborn
4. The Lust Called Knowledge
5. Valley Of Sacrifice, Part 1
6. Finality
7. Two Steps Away
8. Inhumanity
9. Pure
10. The Animal Within
11. Life In Black
12. Fragile Flesh
13. Valley Of Sacrifice, Part 2
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